Wie schneide ich meinen Obstbaum richtig?
Ein gut gepflegter Obstbaum trägt Jahr für Jahr aromatische Früchte. Dafür braucht er jedoch Pflege. Wir haben die wichtigsten Tipps zusammengestellt
Ein Obstbaum ist über das ganze Jahr ein Blickfang– von der Blüte im Frühjahr bis zur Ernte im Spätsommer. Damit er gesund bleibt und zuverlässig trägt, braucht er einen Schnitt, der Licht in die Krone holt, Krankheiten vorbeugt und eine stabile Form fördert. Nur durch regelmäßige Pflege kann er sein volles Potenzial entfalten. Entscheidend ist, dass jedes Alter spezielle Anforderungen hat: vom ersten Pflanzschnitt bis zur regelmäßigen Auslichtung.
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Der Pflanzenschnittt
Wenn ein junger Obstbaum gesetzt wird, steckt seine Krone quasi noch in den Kinderschuhen. Mit dem Pflanzschnitt wird festgelegt, wie sie später aussehen soll: Ein klarer Mitteltrieb sorgt für eine stabile Achse, dazu kommen wenige, gut verteilte Leitäste als Grundgerüst. Konkurrenztriebe, die steil nach oben wachsen, nimmst du heraus oder kürzt sie deutlich ein. Durch diese frühe Formgebung wächst der junge Baum ausgeglichen und spart Kraft, weil er seine Energie nicht in ungeordnete, steil nach oben schießende Triebe investiert. Das Ergebnis ist ein Baum, der sowohl Wind als auch dem Gewicht durch seine Früchte besser standhält und eine optisch harmonische Krone ausbildet.
Der Aufbauschnitt
In den folgenden Jahren entwickelt der Baum seine endgültige Krone. Der Aufbauschnitt hilft ihm dabei, ein luftiges und stabiles Kronengerüst auszubilden. Steil aufstrebende Triebe – oft als „Wassertriebe“ bekannt – werden entfernt oder auf besser stehende Seitentriebe abgeleitet. Dazu suchst du dir einen seitlichen, flacher wachsenden Ast, der an diesem Trieb sitzt. Genau auf diesen Seitentrieb setzt du den Schnitt – also knapp oberhalb der Ansatzstelle. Zu dicht stehende Äste werden ausgelichtet, damit sich die Leitäste nicht gegenseitig bedrängen. Seitentriebe, die flach wachsen, dürfen bleiben – sie werden später wertvolles Fruchtholz. Ein gut ausgeführter Aufbauschnitt sorgt dafür, dass die Krone nicht zu dicht wird und alle Bereiche ausreichend Licht bekommen.
Der Erhaltungsschnitt
Ist die Krone aufgebaut, braucht der Baum jedes Jahr moderate Pflege. Sie beginnt damit, abgestorbene oder kranke Äste zu entfernen, ebenso Triebe, die sich kreuzen, aneinander scheuern oder in die Krone hineinwachsen. Dadurch bleibt das Holz gesund und das Risiko von Pilzbefall sinkt. Damit ein Obstbaum zuverlässig Früchte bildet, muss Licht auch die inneren Bereiche erreichen. Du sorgst dafür, indem du überzählige oder stark nach oben schießende Triebe reduzierst und die Krone insgesamt öffnest. Eine alte Gärtnerregel lautet, dass ein Obstbaum so geschnitten sein sollte, dass man einen Hut durch seine Krone werfen könnte, ohne dass er hängenbleibt.
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FAQs
Diese Fragen werden uns häufig zum Thema Obstbaumschnitt gestellt:
Der Pflanzschnitt legt die Grundform des Baumes fest, während der Aufbauschnitt in den folgenden Jahren erfolgt. Beim Aufbauschnitt wird die Krone weiterentwickelt, Wassertriebe werden entfernt und die Leitäste so gefördert, dass ein stabiles, luftiges Kronengerüst entsteht..
Der Erhaltungsschnitt beginnt, sobald die Krone vollständig aufgebaut ist. Ab diesem Zeitpunkt wird der Baum jährlich gepflegt, indem abgestorbene, kranke oder ungünstig wachsende Äste entfernt werden. Ziel ist es, die Vitalität und Fruchtbarkeit langfristig zu erhalten.
Eine zu dichte Krone lässt kaum Licht ins Innere, wodurch Blüten- und Fruchtbildung nachlassen. Eine bekannte Faustregel besagt: Ist der Obstbaum richtig geschnitten, kann man einen Hut durch die Krone werfen, ohne dass er hängen bleibt.
Ja, ein unsachgemäßer oder zu radikaler Schnitt kann das Wachstum schwächen und die Fruchtbildung beeinträchtigen. Deshalb ist es wichtig, den Schnitt an Alter und Entwicklungsphase des Baumes anzupassen und gezielt vorzugehen.
Wassertriebe sind steil nach oben wachsende, meist sehr kräftige Triebe. Sie verbrauchen viel Energie, tragen kaum Früchte und verdichten die Krone. Beim Aufbauschnitt und Erhaltungsschnitt werden sie daher entfernt oder auf flacher wachsende Seitentriebe abgeleitet..
Beim Erhaltungsschnitt werden abgestorbene und kranke Äste, sich kreuzende oder aneinander scheuernde Triebe sowie nach innen wachsende Äste entfernt. So bleibt das Holz gesund und das Risiko für Pilzkrankheiten sinkt.
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