Wie halte ich Kaninchen richtig?
Kaninchen brauchen mehr als einen Stall. Sie brauchen Platz, Sicherheit und Orte, die ihre Neugier wecken. Wir zeigen, wie ein Gehege aussieht, in dem Kaninchen entspannen, buddeln, springen und sich wohlfühlen.
Kaninchen begeistern viele Menschen – nicht nur, weil sie niedlich aussehen, sondern weil sie etwas in uns anrühren: ihr sanftes Wesen, ihre feine Körpersprache, ihre Freude, wenn sie Platz haben, um richtig loszulegen. Wer Kaninchen hält, kennt diese Momente, in denen ein Tier plötzlich Haken schlägt, im Sand buddelt oder neugierig aus dem Versteck hervorlugt – kleine Augenblicke, die zeigen: „Ich fühle mich sicher".
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Auslauf & Rückzugsort
Ein gutes Gehege vereint zwei Bereiche: geschützte Rückzugsorte und einen frei zugänglichen Auslauf. Kaninchen sind Fluchttiere – sie entspannen erst, wenn sie einen sicheren Ort mit mindestens zwei Ausgängen erreichen können. Dort legen sie sich ausgestreckt hin, schließen die Augen oder putzen sich in aller Ruhe. Der Auslauf ist der zweite wichtige Bereich. Hier leben Kaninchen auf, zeigen Neugier und Energie. Damit sie springen, Haken schlagen und buddeln können, brauchen sie ausreichend Platz und Strukturen: Tunnel, Höhlen, erhöhte Ebenen und Zweige zum Benagen (z. B. Obstholz). Besonders das Buddeln ist für viele Kaninchen ein Glücksmoment – es gehört zu ihrem natürlichen Verhalten. Buddelmöglichkeiten sind daher kein „Nice-to-have“, sondern Bestandteil artgerechter Haltung. Ein Teil des Geheges sollte in der Sonne liegen, während ein anderer Bereich dauerhaft Schatten bietet. Kaninchen reagieren empfindlich auf Hitze, daher ist ein kühler Rückzugsort unbedingt erforderlich, um Überhitzung zu vermeiden. Ideal sind schattige Plätze, die gut belüftet sind und Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung bieten. Kaninchen sind soziale Tiere und brauchen Artgenossen. Optimal sind kleine, gut vergesellschaftete Gruppen.
Schutz & Pflege
Damit ein Gehege wirklich zum sicheren Zuhause wird, muss es nach allen Seiten geschützt sein. Ein gesicherter Boden verhindert, dass sich Kaninchen versehentlich hinausgraben. Ein stabiler, engmaschiger Zaun und ein Schutzdach halten Räuber wie Fuchs, Marder oder Greifvögel fern. Eine große Auswahl an Kleintierställen, Gehege-Elementen und Zubehör findest du in deinem Raiffeisen-Markt oder online bei uns. Ein gut durchdachtes Gehege bleibt kein starres Konstrukt. Kaninchen profitieren davon, wenn ihre Umgebung immer wieder leicht verändert wird: ein neu platzierter Tunnel, frische Zweige oder ein zusätzlicher Sichtschutz wecken Neugier und fördern Bewegung. Wichtig ist dabei Beständigkeit im Grundaufbau – feste Rückzugsorte, klare Wege und vertraute Plätze geben Sicherheit. So entsteht ein Lebensraum, der Abwechslung bietet, ohne die Tiere zu verunsichern. Die Pflege des Lebensraums bestimmt, wie wohl sich Kaninchen langfristig fühlen: trockene Liegeflächen, saubere Einstreu, gute Belüftung und immer wieder neue Beschäftigung tragen zum Wohlbefinden bei. So entsteht ein Ort, an dem Kaninchen ihre vielfältigen Eigenschaften zeigen können: neugierig, verspielt, vorsichtig, mutig. Ein Ort, der nicht nur verwahrt, sondern ein sicheres Zuhause ist.
Die perfekte Einstreu
Die richtige Einstreu ist kein Luxus, sondern schützt Pfoten, Atemwege und Haut deiner Kaninchen. Ideal sind staubarme, saugfähige Naturmaterialien, die Feuchtigkeit und Gerüche zuverlässig binden. Bewährt hat sich zum Beispiel TIERLIEBE Stroheinstreu. Je nach Haltungsform lässt sich die Einstreu sinnvoll kombinieren – etwa mit TIERLIEBE Kleintierstreu, TIERLIEBE Strohpellets oder MÜMMEL Dinkeleinstreu, die besonders weich ist und sich auch für Allergiker eignet. Wichtig ist konsequente Hygiene: feuchte Stellen täglich entfernen und die Einstreu regelmäßig komplett wechseln. Die Entsorgung ist – je nach regionaler Vorgabe – über Biotonne oder Hausmüll möglich.
Dr. Julia Venema, Fachtierärztin für Innere Medizin der Kleintiere,führt mit ihrem Mann eine Kleintierpraxis. Ihr besonderes Interesse gilt der Inneren Medizin, Onkologie, Weichteilchirurgie und der Betreuung älterer Tiere.
Drei Fragen rund um die Kaninchenhaltung
Ungeeignete Gehege können bei Kaninchen vielfältige Gesundheitsprobleme verursachen. Dr. Julia Venema fasst zusammen:
Welche Probleme sehen Sie häufig?
Harte Einstreu und Bewegungsmangel begünstigen schmerzhafte Entzündungen der Pfotenballen mit oft langwieriger Heilung. Passivrauchen, Schimmel, Staub, Ammoniak, Duftstoffe, Zugluft oder starke Temperaturschwankungen können die Atemwege reizen. Verletzungen entstehen oft durch scharfkantige oder angenagte Einrichtung, enge Gitter sowie frei zugängliche Stromkabel. Zu wenig Freilauf fördert Übergewicht, Verdauungs- und Harnwegserkrankungen sowie Stress. Ausreichende Bewegung mit regelmäßigem Freilauf verbessert dagegen die Gesundheit und Lebensqualität deutlich.
Wann wird Hitze gefährlich?
Bereits bei Temperaturen ab etwa 22–25 °C kann es zu einem Hitzschlag kommen. Ein schattiger, kühler Rückzugsort ist daher besonders im Sommer unverzichtbar. Typische Warnzeichen bei Hitze sind schnelle, flache Atmung, warme Ohren, Unruhe sowie später Apathie und ausgestrecktes Liegen.
Stress macht krank; wann ist ein Tierarztbesuch notwendig?
Ein Kaninchen, das nicht frisst, ist immer ein medizinischer Notfall. Aufgasungen, Fehlgärungen haben lebensgefährliche Konsequenzen für das Tier. Daher ist ein Tierarztbesuch sofort notwendig. Oft ist eine Abnahme der Kotmenge ein erster Hinweis auf ein Problem.
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FAQs
Diese Fragen werden uns häufig zum Thema Kaninchenhaltung gestellt:
Ja, Kaninchen können ganzjährig draußen gehalten werden, wenn das Gehege wetterfest, sicher und gut isoliert ist. Wichtig sind ein geschützter Rückzugsort, ein stabiler Boden, ein Schutzdach sowie schattige und gut belüftete Bereiche. Die Tiere sollten langsam an Außentemperaturen gewöhnt werden und jederzeit Zugang zu trockenen, warmen Liegeflächen haben.
Nein, Kaninchen sollten nicht alleine gehalten werden. Sie sind hochsoziale Tiere und benötigen den täglichen Kontakt zu Artgenossen, um sich sicher und ausgeglichen zu fühlen. Einzelhaltung kann zu Stress, Verhaltensstörungen und gesundheitlichen Problemen führen. Artgerecht ist die Haltung von mindestens zwei Kaninchen, idealerweise als harmonierendes Paar oder in einer kleinen Gruppe. Nur in Ausnahmefällen, etwa kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen, kann eine vorübergehende Einzelhaltung sinnvoll sein – sie sollte jedoch nie der Dauerzustand sein.
Artgerechte Kaninchenhaltung bedeutet, den Tieren ausreichend Platz, soziale Kontakte und eine strukturierte Umgebung zu bieten. Kaninchen sollten niemals alleine gehalten werden, sondern mindestens zu zweit oder in kleinen Gruppen leben. Ein großzügiges Gehege mit Rückzugsorten, Auslauf, Buddelmöglichkeiten und abwechslungsreicher Beschäftigung ist essenziell. Ebenso wichtig sind Schutz vor Witterung, eine saubere Umgebung und regelmäßige Pflege des Lebensraums.
Damit sich Kaninchen wohlfühlen, benötigen sie Platz zur Bewegung, sichere Rückzugsorte, Artgenossen und eine Umgebung, die ihr natürliches Verhalten fördert. Buddeln, Nagen, Springen und Erkunden gehören zu ihren Grundbedürfnissen. Saubere Einstreu, gute Belüftung, Schutz vor Hitze und Kälte sowie regelmäßige Abwechslung im Gehege tragen maßgeblich zum Wohlbefinden bei.
Ein artgerechtes Kaninchengehege braucht deutlich mehr Platz als ein klassischer Stall. Kaninchen benötigen ausreichend Raum, um zu springen, Haken zu schlagen und ihr natürliches Verhalten auszuleben. Neben geschützten Rückzugsorten sollte ein frei zugänglicher Auslauf vorhanden sein, der Bewegung, Buddeln und Erkundung ermöglicht. Je größer und strukturierter das Gehege, desto wohler fühlen sich die Tiere.
Ein gutes Kaninchengehege besteht aus sicheren Rückzugsorten mit mindestens zwei Ausgängen sowie einem abwechslungsreichen Auslauf. Wichtig sind Tunnel, Höhlen, erhöhte Ebenen und Nagematerialien wie Zweige aus Obstholz. Ebenso essenziell sind Buddelmöglichkeiten, schattige Bereiche zum Abkühlen und sonnige Plätze zum Entspannen – alles gut belüftet und vor Hitze geschützt.
Kaninchen sind Fluchttiere und fühlen sich nur dann sicher, wenn sie jederzeit einen geschützten Rückzugsort erreichen können. Solche Bereiche geben ihnen Ruhe, reduzieren Stress und fördern natürliches Verhalten wie Ausstrecken, Putzen oder Dösen. Rückzugsorte mit mehreren Ausgängen erhöhen das Sicherheitsgefühl zusätzlich und sind ein zentraler Bestandteil artgerechter Haltung.
Zum Schutz vor Hitze sollte ein Teil des Geheges dauerhaft schattig und gut belüftet sein, da Kaninchen sehr hitzeempfindlich sind. Gegen Raubtiere wie Fuchs, Marder oder Greifvögel helfen ein stabiler, engmaschiger Zaun, ein gesicherter Boden und ein Schutzdach. So entsteht ein rundum sicheres Zuhause – sowohl im Sommer als auch ganzjährig.
Die beste Einstreu für Kaninchen ist staubarm, saugfähig und besteht aus natürlichen Materialien. Sie schützt Pfoten, Haut und Atemwege und bindet zuverlässig Feuchtigkeit sowie Gerüche. Bewährt haben sich Kombinationen aus Stroheinstreu, Kleintierstreu, Strohpellets oder besonders weiche Dinkeleinstreu. Wichtig ist eine regelmäßige Reinigung: feuchte Stellen täglich entfernen und die Einstreu regelmäßig komplett wechseln.
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