Gartenarbeiten im Herbst: Was braucht mein Garten?
Wenn sich die ersten Blätter verfärben, beginnt im Garten die Vorbereitung auf den Herbst. Jetzt ist die Zeit für Pflegearbeiten im Garten und die Vorbereitung von Gartenbereichen für den Herbst.
Unsere Produkte für Herbstarbeiten im Garten
Schon gewusst?
Besonders nach dem Schnitt auffälliger oder befallener Triebe sollten Klingen erst von Pflanzenresten befreit und anschließend desinfiziert werden, bevor es an die nächste Pflanze geht.
Wenn der Garten zur Ruhe kommt
Der Phlox ist verblüht, der Sonnenhut trägt dunkle Samenstände, Gräser schieben ihre ersten Rispen. Hortensien färben ins Grünliche, Rosige oder Bräunliche, unter den Obstgehölzen liegt Fallobst im Gras. Zwischen reifen Brombeeren, Zwetschgen und Holunderbeeren riecht es nach warmem Laub, Kräutern und Obst. Im Spätsommer lohnt sich ein prüfender Rundgang: Was bleibt stehen, was muss raus, wo können Rückzugsorte für wilde Gartenbewohner entstehen?
Sicher arbeiten, sauber vorbereiten
Rund ums Haus zeigen sich im Spätsommer oft die Stellen, die den Sommer über kaum aufgefallen sind. In der Dachrinne sammelt sich erstes Laub, Rankpflanzen greifen über, einzelne Zweige hängen in den Weg oder ans Haus. Was höher sitzt, sollte nur mit sicherem Stand geschnitten oder entfernt werden. Eine leichte Teleskopleiter wie die Batavia „Giraffe AIR“ kann dabei eingesetzt werden und lässt sich anschließend platzsparend verstauen. Für Dachrinnen sind verschiedene Zubehörlösungen erhältlich.
Beim Schneiden kommen häufig unterschiedliche Werkzeuge zum einsatz. Dünne Triebe sind ein Fall für die Gartenschere, stärkere Zweige für Astschere, Säge oder Akku-Astschere. Ein Set aus Bypass-Schere und Klappsäge deckt viele kann für verschiedene Arbeiten eingesetzt werden, die bei einem Rundgang durch den Garten anfallen. Wichtig ist, dass die Klingen scharf und sauber sind: Glatte Schnitte hinterlassen saubere Schnittflächen, gequetschte Triebe können unregelmäßige Schnittflächen hinterlassen. Wundverschlussmittel sind bei normalen Schnittstellen meist nicht nötig. Ein sauberer Schnitt ohne ausgefranste Ränder und ohne Aststummel hinterlässt eine saubere Schnittfläche.
Laub ist mehr als Abfall
Auf Wegen, Stufen und Rasenflächen sollte Laub nicht zu lange liegen bleiben. Nasses Laub macht Tritte rutschig und eine dichte Schicht auf dem Rasen nimmt den Gräsern Licht und Luft. Mit Laub- oder Rasenbesen ist das erste Laub schnell zusammengeharkt; Schubkarre oder Gartenabfallsack bringen es dorthin, wo es nützlich sein kann. Unter Hecken, zwischen Sträuchern oder in einer ruhigen Gartenecke darf Laub liegen bleiben. Zusammen mit Reisig, dünnen Ästen und trockenen Stängeln entsteht ein Bereich, in dem Igel, Insekten und andere kleine Gartenbewohner Unterschlupf finden können.
Schnittgut lässt sich beim Aufräumen gleich sortieren. Auffällige Pflanzenteile, fauliges Fallobst und stark befallenes Laub gehören nicht auf den Kompost. Gesunde Zweige, Stängel und Äste können dagegen als Reisighaufen, Holzecke oder kleine Totholzhecke im Garten bleiben. Dort finden Käfer, Spinnen und andere Insekten Verstecke. Vögel suchen später nach Nahrung, und Igel nutzen ruhige, geschützte Ecken gern als Rückzugsort.
Nicht zu vergessen!
Für eine gelungene Gartenpflege im Herbst:
Platz für wilde Gäste
Nicht alles, was trocken ist, muss sofort weg. Standfeste Samenstände von Stauden geben dem Beet bis weit in den Herbst Struktur. Hohle Stängel und trockene Pflanzenreste können von Insekten häufig genutzt werden. Eine flache Wasserschale kann in trockenen Phasen aufgestellt werden; sie sollte allerdings regelmäßig gereinigt werden. Eichhörnchen sind jetzt besonders aktiv. Sie sammeln Nüsse, Samen und Früchte und legen Vorräte an. Häufig anzutreffen sind sichere Futterstellen, Wasserstellen sowie ein Garten mit Sträuchern und Bäumen. Auch Igel nutzen solche Bereiche häufig als Rückzugsort.
Kennst du das? Wildtiere im Garten?
Informiere dich in unserer Themenwelt, zu Lebensräumen für Vögel und anderen Gartenbewohnern.
Fallobst sortieren
Unter Apfel-, Birnen- und Zwetschgenbäumen sammelt sich jetzt Fallobst. Angefaulte oder stark beschädigte Früchte solltest du zügig entfernen. Sie locken Wespen an, können faulen und sich zersetzen. Kleine Mengen gesundes Fallobst dürfen im Garten liegen bleiben, denn häufig wird es von Vögeln, Igeln und Insekten aufgenommen. Wird es zu viel, kommt der Rest besser in die Biotonne oder – wenn geeignet – auf den Kompost.
Zu viel Fallobst im Garten?
Dann nutze die Erntezeit und verarbeite Äpfel, Birnen oder Zwetschgen zu Vorräten. Ob Marmelade, Kompott oder Saft: So können Obst und Früchte weiterverarbeitet werden. Mehr Ideen, Inspirationen und Tipps findest du in unserer Themenwelt rund um Ernten und Einkochen.
Zur Themenwelt3 Tipps für den Garten im Herbst
Der Garten muss im Herbst nicht leer geräumt werden. Viele Tiere nutzen solche Bereiche im Garten. Mit ein paar einfachen Handgriffen können Rückzugsorte entstehen.
- Laub unter Hecken oder Sträuchern aufschichten – am besten windgeschützt und an einem ruhigen Platz.
- Totholzhecken aus Ästen, Zweigen und groben Stängeln locker stapeln. Nur unbehandeltes Holz verwenden.
- Futter- und Wasserstellen sauber halten, regelmäßig prüfen und so aufstellen, dass Tiere sie gut erreichen können.
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