Was kann ich im Spätsommer in meine Beete pflanzen?
Wo Kartoffeln, Bohnen und Sommergemüse geerntet sind, entsteht Platz – für Feldsalat, Spinat, Radieschen oder Gründüngung. Im Spätsommer kann der Garten noch einmal starten.
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Hobbygärtner:innen können sich freuen: Die Saison ist noch nicht vorbei. Der Boden ist noch warm, die Nächte werden feuchter, und junge Pflanzen geraten nicht mehr so schnell unter Hitzestress wie im Hochsommer. Damit die zweite Runde gelingt, braucht das Beet zuerst etwas Pflege: Zuerst kommen Erntereste, Unkraut und kranke Pflanzenteile aus dem Beet. Danach wird die Erde gelockert und fein gekrümelt. In Hochbeeten, Pflanzkästen oder ausgelaugten Beeten verbessert frische Pflanzerde die Struktur.
Das kannst du im Spätsommer noch pflanzen:
Für die zweite Runde im Beet eignen sich vorgezogene Jungpflanzen wie Grünkohl, Kopfsalat, Feldsalat sowie weitere Kohl- und Salatsorten, die mit Spätsommer und Herbst gut zurechtkommen. Direkt ins Beet säen kannst du jetzt noch Feldsalat, Spinat, Radieschen, Rucola, Pflücksalat, Kresse und Winterportulak.
Das solltest du bei der Aussaat beachten:
- Lockere die Erde.
- Entferne grobe Pflanzenreste.
- Arbeite bei Bedarf etwas reifen Kompost ein.
- Ziehe die Saatrillen nicht zu tief.
- Bedecke feine Samen dünn mit Erde oder drücke sie leicht an.
- Gieße alles gleichmäßig, um Keimung durch trockene Erde zu bremsen.
Schon gewusst? Feldsalat keimt am besten, wenn der Boden gleichmäßig feucht bleibt. Nach der Aussaat sollte die Erde deshalb nicht austrocknen; die Samen werden nur dünn bedeckt. Wird es noch einmal warm und trocken, hilft regelmäßiges, vorsichtiges Gießen mit feiner Brause.
Direkt ins Beet säen
Für die Aussaat eignen sich jetzt Kulturen, die schnell keimen oder kühlere Temperaturen mögen. Radieschen schließen kleine Lücken und liefern rasch Ernte. Spinat wächst im Spätsommer zuverlässig, wenn der Boden feucht bleibt. Feldsalat, ein Klassiker der späten Aussaat, keimt langsam und erfordert Geduld. Auch Rucola, Asia-Salate, Pflücksalat, Kresse und Winterportulak können je nach Sorte und Region noch gesät werden. Beachte die Angaben auf der Saatgutpackung: Sie zeigen, bis wann eine Sorte ausgesät werden kann, wie tief die Samen in die Erde kommen und welche Abstände sinnvoll sind. Feine Samen nur dünn mit Erde bedecken und vorsichtig angießen. Bis zur Keimung darf die Erde nicht austrocknen. Eine Brause verhindert, dass die Saat weggeschwemmt wird.
Schnecken, Sonne, kalte Nächte
Junge Pflanzen brauchen im Spätsommer Aufmerksamkeit. Nach Regen sind Schnecken schnell im Beet, besonders an Salat, Kohl und jungen Spinatblättern. Kontrolliere deine Beete regelmäßig abends, um die Plagegeister zu entfernen. Bei starker Sonne schützt eine leichte Schattierung die Keimlinge. Wird es nachts kühl, hält ein Gartenvlies empfindliche Jungpflanzen länger im Wachstum. Beete ruhen lassen Nicht jede freie Fläche muss neu bepflanzt werden. Beete, die bis zum Frühjahr pausieren, profitieren von einer Gründüngung. Phacelia, Winterroggen oder Mischungen bedecken den Boden, schützen vor Verschlämmung und liefern später organische Masse. So bleibt der Boden geschützt und gut vorbereitet für die nächste Saison.
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