Hühner im Winter
Rund um die Winterhaltung halten sich einige Annahmen hartnäckig. Was ist wirklich dran? Drei Thesen im Check.
„Bei Frost muss der Hühnerstall
beheizt werden."
In der Regel nicht. Hühner schützen sich mit ihrem Federkleid erstaunlich gut vor Kälte. Oft problematischer sind Feuchtigkeit, Zugluft und schlechte Stallluft. Der Stall sollte deshalb trocken und gut belüftet sein; feuchte Einstreu gehört entfernt. Heizen ist bei gesunden, gut befiederten Hühnern meist nicht nötig. Besondere Aufmerksamkeit brauchen allerdings kranke, geschwächte oder schlecht befiederte Tiere. Und unabhängig von der Stalltemperatur gilt: Frisches Trinkwasser muss jederzeit verfügbar sein.
Kurz gesagt: Ein trockener Stall ist im Winter oft wichtiger als ein warmer.
„Mehr Licht bringt wieder mehr Eier.“
Das kann stimmen – notwendig ist Zusatzlicht aber nicht. Kürzere Tage sind ein wichtiger Grund dafür, dass die Legeleistung im Herbst und Winter sinkt; auch die Mauser kann für eine Legepause sorgen. Wie stark die Winterpause ausfällt, hängt jedoch auch von Rasse, Zuchtlinie, Alter und dem einzelnen Tier ab. Manche Rassen gelten traditionell als gute Winterleger; bei anderen geht die Legeleistung in der dunklen Jahreszeit deutlich stärker zurück. Mit Kunstlicht lässt sich die Legetätigkeit beeinflussen, doch mehr Licht ist nicht einfach besser. Hühner brauchen auch eine verlässliche Dunkelphase zum Ruhen.
Kurz gesagt: Tageslänge, Mauser und Veranlagung bestimmen mit, wie viele Eier im Winter im Nest liegen.
Schon gewusst? Kälte, Wind und Nässe können Hühner vom Auslauf abhalten. Ein geschützter Platz hilft: Ein trockener, überdachter Scharrbereich macht den Außenbereich auch an ungemütlichen Wintertagen attraktiver.
„Im Winter brauchen Hühner Extrafutter.“
Nicht automatisch. Bei Kälte können Hühner mehr fressen, weil sie zusätzliche Energie benötigen, um ihre Körpertemperatur zu halten. Grundlage bleibt trotzdem ein ausgewogenes Alleinfutter. Körner, Mehlwürmer und andere Leckerbissen sind Ergänzungen und sollten in Maßen angeboten werden. Zugleich lassen sie sich gut zur Beschäftigung einsetzen, etwa in der Einstreu verstreut oder in einer Pickkugel angeboten.
Kurz gesagt: Mehr Hunger heißt nicht automatisch: anderes Futter.
FAQs
Diese Fragen werden uns häufig zum Thema Hühner im Winter gestellt
In den meisten Fällen nicht. Hühner sind durch ihr dichtes Federkleid sehr gut gegen Kälte geschützt und kommen auch mit Minusgraden zurecht. Wichtiger als eine Heizung sind trockene Einstreu, eine gute Belüftung und Schutz vor Zugluft. Feuchtigkeit im Stall belastet die Tiere oft stärker als niedrige Temperaturen. Nur kranke, geschwächte oder schlecht befiederte Hühner benötigen unter Umständen besondere Unterstützung.
Viele Hühner reduzieren ihre Legeleistung, sobald die Tage kürzer werden. Weniger Tageslicht signalisiert dem Körper, Energie zu sparen. Zusätzlich kann eine Mauser oder die natürliche Winterruhe dazu beitragen, dass weniger Eier im Nest liegen. Wie stark der Rückgang ausfällt, hängt von Faktoren wie Alter, Rasse und Veranlagung ab.
Grundsätzlich sollte hochwertiges Alleinfutter weiterhin die Basis bilden. Bei kalten Temperaturen benötigen Hühner allerdings häufig etwas mehr Energie, um ihre Körpertemperatur aufrechtzuerhalten. Ergänzend kannst du Körner, Haferflocken oder andere Leckerbissen angeboten werden. Wichtig ist dabei, dass Snacks nur eine Ergänzung bleiben und die ausgewogene Hauptfütterung nicht ersetzen.
Ja, Hühner dürfen grundsätzlich auch im Winter nach draußen. Viele Tiere bewegen sich jedoch ungern über schneebedeckte oder vereiste Flächen. Ein geschützter Bereich mit trockenem Untergrund oder einer Überdachung kann den Auslauf deutlich attraktiver machen. So können die Tiere frische Luft genießen, ohne ständig im Nassen zu stehen.
Frisches Wasser muss Hühnern jederzeit zur Verfügung stehen. Bei Frost sollten Tränken regelmäßig kontrolliert werden, da gefrorenes Wasser schnell zum Problem werden kann. Viele Halter:innen nutzen beheizbare Tränken oder tauschen das Wasser mehrmals täglich aus. Besonders an kalten Wintertagen lohnt sich ein zusätzlicher Blick auf die Wasserversorgung.
Ja, insbesondere Kamm und Kehllappen können bei starkem Frost geschädigt werden. Das Risiko steigt, wenn die Stallluft feucht ist oder die Tiere längere Zeit Nässe ausgesetzt sind. Ein trockener Stall mit guter Luftzirkulation hilft dabei, Erfrierungen vorzubeugen.
Deine Must-haves für den Stallalltag im Winter
Entdecke unser Hühnersortiment
Newsletter abonnieren: Angebote & Aktionen immer zuerst erfahren!
Newsletter abonnieren: Angebote & Aktionen immer zuerst erfahren!
*Mit dem Klick auf “Jetzt anmelden” willige ich ein, von der Raiffeisen Webshop GmbH & Co. KG einen personalisierten Newsletter mit Informationen zu Produkten, Angeboten, Trends und Aktionen per E-Mail zu erhalten. Ich kann meine Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Weitere Informationen findest du in unseren Datenschutzhinweisen.