Ziervögel richtig Füttern – mit Abwechslung und der richtigen Mischung

Es gibt unzählige Sorten an Vogelfutter. Doch nicht alles, was gesund klingt und so aussieht, ist es auch. Ein genauer Blick auf den Inhalt lohnt sich.

Seinen Vogel zu füttern, scheint auf den ersten Blick recht einfach. Je nach Größe der Federbälle pro Tag ein bis zwei Teelöffel einer fertigen Körnermischung – und Hansi, Tweety und Birdy sind zufrieden. Ganz so einfach ist es aber doch nicht. Schon deshalb, weil unsere Ziervögel durchaus wählerisch sind. Ist genügend Futter da, picken sie sich munter ihre Lieblingskörner und -samen heraus und das sind immer die fetthaltigsten. Geben Sie Ihrem Vogel in den sauberenFuttertrog also nur dann neuesFutter, wenn er das alte weggepickt hat, ansonsten hat er schnell ein paar Gramm zu viel unter dem Federkleid. In der freien Natur lebenWellensittiche,Kanarienvögel,Großsittiche undPapageien von den unterschiedlichsten Gräsern, Samen und Körnern. Allein Wellensittiche ernähren sich in ihrer Heimat Australien von mehr als 30 Pflanzenarten.

Umso wichtiger ist es, dass unsere gefiederten Lieblinge in unserer Obhut eine abwechslungsreiche und ausgewogene Kost erhalten, die alles enthält, was sie brauchen: Kohlenhydrate, Fett, Proteine, Mineralstoffe und Vitamine in der richtigen Mischung, denn sowohl ein Zuviel als auch ein Zuwenig schadet den Federbällen. Gerade unter Vitaminmangel leiden sie schnell, was zu diversen Mangelerscheinungen führen kann, von Atembeschwerden über Krämpfe bis zu Skelettmissbildungen und Muskelzittern. Gutes, qualitativ hochwertiges Ziervogelfutter ist deshalb immer auf die Bedürfnisse der jeweiligen Vogelart abgestimmt. Absolut ungeeignet für Ziervögel ist Wildvogelfutter. Da die meisten inKäfigen gehaltenen Ziervögel Granivoren, also Körnerfresser, sind, besteht Vogelfutter hauptsächlich aus Körnern und Samen wie Hirse, Sonnenblumenkernen, Leinsaaten und Getreide. Dazu kommen je nach Vogelart schmackhafte Nüsse und getrocknete Früchte.

Das gehört nicht in das Vogelfutter

Nichts zu suchen im Vogelfutter haben gesundheitsschädliche Zusätze. Dazu zählt beispielsweise Zucker, der lediglich die Funktion hat, die Körner schmackhafter zu machen, im Ergebnis aber nur dazu beiträgt, dass Ihr Liebling zunimmt. Ebenso unnötig sind zugesetzte Öle und Fette, da die Körner ausreichend davon enthalten. Wie Zucker führen sie lediglich dazu, dass die Vögel dick werden. Auch künstliche Farb- und Konservierungsstoffe benötigt ein hochwertiges Vogelfutter nicht.

Zusätzlich Grünfutter den Vögeln geben

Wie auch in der Natur freut sich Ihr Vogel, wenn die Körnermischung mit frischem Obst und rohem Gemüse bereichert wird. Besondere Leckerbissen sind Apfelstückchen, Trauben und Kiwis sowie Karotten oder Zucchini. Ebenfalls heiß begehrt ist Grünfutter, denn Vögel lieben frische Gräser. Geeignet sind alle Rispengräser, die Sie auf jeder Wiese finden. Ebenfalls sammeln können Sie Löwenzahn und Vogelmiere, eigentlich ein lästiges Unkraut, das Sie mit allen Teilen servieren können. Legen Sie das Grünfutter aber nie auf den Käfigboden, sondern hängen Sie es an den Volierendraht oder befestigen Sie es an Zweigen. So ist es besser gegen Verschmutzung geschützt. Nicht ins Vogelfutter gehören Essensreste vom Tisch sowie Brot und Brötchen, da sie Salz, Zucker und Fette enthalten.

Wichtig für Ziervögel: Knabbern als Beschäftigung

Erlaubt ist dagegen ein kleines Extra-Leckerli, wenn es das Nährstoffangebot sinnvoll ergänzt und Beschäftigung bietet. So wie beispielsweiseKolbenhirse. Die Ähren mit ihren dicht beieinander liegenden Körnchen, die Sie in Ihrem Raiffeisen-Markt in den SortenRot undGelb erhalten, sind reich an natürlichem Vitamin A, E und B sowie an Spurenelementen und Mineralstoffen. Besonders Wellensittiche, Kanarienvögel und Exoten lieben es, sich die kleinen Hirsekörner aus den Kolben zu picken. Eine natürliche Beschäftigung, die Ihren Liebling zufrieden und ausgeglichen macht.