Was gibt es bei der Planung von einem Schwimmteich zu beachten?

Wer im Sommer im eigenen Schwimmteich planschen will, sollte bald mit Planung und Bau beginnen. Dann wartet im Sommer ein natürliches Badevergnügen ganz ohne Chlor.

Ein Schwimmteich im eigenen Garten, das ist für viele ein Traum. Anders als ein gekachelter Swimmingpool fügt sich die Kombination aus Pool und Teich harmonisch in die Gartenlandschaft ein, bietet Tieren wie Pflanzen einen neuen Lebensraum und kommt ganz ohne Chemie aus, da das Wasser auf natürliche Weise gereinigt wird. Eine Aufgabe, die Pflanzen, Mikroorganismen und Kiesschichten übernehmen. Allerdings: Ein Schwimmteich braucht Platz. Mindestens 50 Quadratmeter sind für einen Schwimmteich notwendig, besser sind 80 bis 100 bei einer Tiefe von mindestens 1,20 bis 1,50 Meter. Je größer der Schwimmteich ist, desto leichter findet er sein ökologisches Gleichgewicht. Auch das Schwimmen in einem Schwimmteich macht erst ab einer gewissen Größe wirklich Spaß.

Auf die Planung des Schwimmteichs kommt es an

Wird ein Schwimmteich komplett von einem Profi geplant und gebaut, können Kosten zwischen 50.000 und 80.000 Euro entstehen. Weit günstiger sind komplette Schwimmteich-Sets. Ist man handwerklich begabt, traut man sich außerdem zu, einen Minibagger zu fahren und ist bereit, sich intensiv in die Thematik einzuarbeiten, lässt sich ein Schwimmteich auch komplett in Eigenleistung erstellen. Dann ist mit Kosten ab ca. 5.000 Euro zu rechnen. Doch auch im Fall des Eigenbaus macht es Sinn, die Planung einem Profi zu überlassen. Denn mit ihr steht und fällt die gesamte Funktionalität des Teiches. Werden bei der Planung Fehler gemacht, lassen sie sich später nur mit hohen Kosten korrigieren.

Je kleiner der Schwimmteich, desto mehr Technik

Eingeteilt ist ein Schwimmteich immer in zwei Zonen: in den Tiefwasserbereich, also die Schwimmzone, und in den Regenerationsbereich oder die biologische Reinigungszone, die dicht mit Wasserpflanzen besetzt ist. Getrennt werden beide Zonen von einer Barriere, die etwa 20 bis 30 Zentimeter unterhalb der Wasseroberfläche endet, sodass das Wasser in dem Teich gut zirkulieren kann. Damit der permanente Wasseraustausch tatsächlich funktioniert, wird meist eine kleine Kreiselpumpe eingesetzt, die das Wasser in Bewegung hält und zugleich mit einem Schwammfilter die Reinigung mechanisch unterstützt. Beide Zonen sollten etwa gleich groß sein. Je kleiner die Regenerationszone ist, umso mehr Technik ist für eine gute Wasserqualität im Schwimmteich notwendig.

Material für den Bau des Schwimmteichs

Bauen lässt sich ein Schwimmteich mit Beton, Ton oder mit Teichfolie. Schwimmteiche aus Beton sind, fachmännisch ausgeführt, zwar sehr langlebig, aber auch aufwändig und teuer. Der Natur am nächsten kommt eine Bodenschicht aus Ton, allerdings ist hier die Gefahr am größten, dass der Teich undicht ist. Für den Selbstbau optimal ist Teichfolie, kombiniert mit einem Sandpolster und einem Geovlies. Abgedeckt wird die Folie von Rollkies, der dem Schwimmteich seine natürliche Optik gibt.

Pflanzen als natürliche Klärwerke im Schwimmteich

Ist die Teichmodulation fertiggestellt, folgt der wichtigste Teil eines Schwimmteiches: die Pflanzen. Schon beim Bau muss darauf geachtet werden, dass es für jede Pflanzengruppe – für Ufer-, Sumpf-, Schwimm- und Unterwasserpflanzen – entsprechende Lebensräume gibt, da jede Gruppe für das ökologische Gleichgewicht wichtig ist.

Was gibt es bei der Planung von einem Schwimmteich zu beachten?

Ganz entscheidend sind allerdings die Unterwasserpflanzen in der ca. 50 Zentimeter tiefen Regenerationszone, wie Schwimmendes Laichkraut (Potamogeton natans), Quellmoos (Fontinalis antipyretica), Wasserstern (Callitriche palustris), Tausendblatt (Myriophyllum spicatum), Wasserhahnenfuß (Ranunculus aquatilis) oder Kanadische Wasserpest (Elodea canadensis). Mit ihren feingliedrigen Blättern entziehen sie dem Wasser überflüssige Nährstoffe, die Algen für ihr Wachstum benötigen, und reichern das Wasser mit Sauerstoff an. Damit schaffen sie die wichtigste Grundlage für einen biologisch stabilen Teich und ein kleines Paradies im heimischen Garten.

Das sollten Sie bei der Standortwahl beim Schwimmteich beachten:

  • Einen Schwimmteich nicht in der prallen Sonne anlegen, sondern im Halbschatten.
  • Allerdings ohne Bäume in direkter Nähe, da das Laub das Wasser zu stark verunreinigt.
  • Vor dem Bau die Höhe des Grundwasserspiegels klären. Ist er zu hoch, können aufwändige Drainagearbeiten nötig werden.
  • Örtliche Bodenbeschaffenheit abklären: Lehmhaltige Böden lassen sich sehr gut modellieren, Sandböden müssen eventuell mit Beton stabilisiert werden.
  • Die Randabstände zum Nachbargrundstück beachten. Sie können je nach Bundesland variieren.
  • In Baugebieten sind Teiche mit ca. 100 Kubikmeter Wasser meist genehmigungsfrei.
  • Klären Sie den Bau sicherheitshalber mit dem örtlichen Bauamt ab.