Was gibt es beim Kauf vom Weihnachtsbaum zu beachten?

Alle Jahre wieder beginnt die Suche nach dem richtigen Weihnachtsbaum. Wir haben ein paar Tipps für Sie, damit Sie lange Freude an dem Weihnachtsbaum haben.

Wie ausdauernd ein Christbaum seine Pracht zeigt, hängt von der Tannensorte, der Raumtemperatur und dem Zeitpunkt seiner Ernte ab. Nordmanntannen halten zum Beispiel länger durch als Fichten und hohe Temperaturen im Wohnzimmer machen auch den stolzesten Weihnachtsbaum schnell matt. Damit Ihr Baum grüne Weihnachten erlebt und nicht schon vor dem Fest leise die Nadeln rieseln, muss er aber vor allem frisch sein.

Sucht man ihn selbst im Wald aus, ist das kein Problem. Kauft man den Weihnachtsbaum dagegen bei einem Händler, sollte man vorab einen kleinen Test machen: Fallen Nadeln ab, wenn man sie mit der Hand gegen den Strich streicht, lagert der Weihnachtsbaum schon länger.

Ein weiteres Indiz für einen frischen Weihnachtsbaum:

Knickt man einzelne Nadeln vom Weihnachtsbaum, brechen sie mit einem leisen „Knack“. Am haltbarsten sind Bäume, die etwa eine Woche vor Weihnachten geschlagen wurden. Zuviel Frische ist nämlich auch nicht gut: Kommt ein Weihnachtsbaum unmittelbar vor dem Einständern aus dem Wald, nadelt er schneller.

Weihnachtsbäume richtig transportieren

Viele Bäume werden allerdings schon Wochen vor den Festtagen gesägt und haben oft einen langen Transport aus Polen, Österreich, Finnland oder Dänemark hinter sich. Möchte man seinen Weihnachtsbaum auf dem Autodach transportieren, sollte man ihn deshalb in eine Schutzhülle einwickeln, die auch das Stammende einschließt: Folie oder Bettlaken verhindern, dass der kalte Fahrtwind den Baum noch weiter austrocknet. Zu Hause muss er dann rasch von der Verpackung befreit werden. Um Zweige und Nadeln nicht zu beschädigen, sollte man die Hülle immer von unten nach oben abziehen.

Weihnachtsbaum benötigt regelmäßig Wasser

Hat der Händler das Stammende beim Kauf nicht neu abgesägt, empfiehlt es sich, dies nachzuholen, bevor man den Baum einstielt. Wird ein Stamm mehr als vier Stunden nicht mit Wasser versorgt, verschließen sich nämlich seine Poren und er kann kein Wasser mehr aufnehmen. Steht der Baum erst mal im Ständer, lässt er sich nur noch unter großem Aufwand neu ansägen. Deshalb ist es wichtig, oft und reichlich Wasser in das Wasserdepot des Ständers nachzugießen.

Zwei bis vier Liter pro Tag dürfen es durchaus sein. Regelmäßiges Einsprühen mit Wasser trägt ebenfalls dazu bei, dass der Baum nicht so rasch zu nadeln beginnt. Auch die Wahl seines Standplatzes beeinflusst sein Wohlbefinden:

Er sollte weder zu dicht an einer Heizung stehen, noch Zugluft bekommen. Bäume, die nicht sofort aufgestellt werden, setzt man am besten in einem Eimer Wasser an einen kühlen, frostfreien, möglichst trockenen Ort wie Terrasse, Balkon, Keller oder Garage. Wer den Baum draußen aufbewahrt, kann ihm den Temperaturschock von Minusgraden zu wohliger Raumtemperatur ersparen, indem er ihn einen Tag vor dem Aufstellen in die Garage oder einen Kellerraum bringt.

Was gibt es beim Kauf vom Weihnachtsbaum zu beachten

Weihnachtsbaum mit Ballen

Entscheidet man sich für einen Baum mit Pflanzballen, sollte man sich erkundigen, ob er tatsächlich als Ballenware heranwuchs. Oft werden diese Bäume erst kurz vor Weihnachten aus dem Boden genommen und zudem in einen zu kleinen Topf gesetzt. Dadurch haben sie dann den größten Teil ihrer feinen Saugwurzeln verloren. Die größte Garantie, gut anzuwachsen, bieten Koreatannen und Omorika (Serbische Fichten). Beide bilden schnell neue Feinwurzeln. Bäume mit Ballen sollten nur etwa eine Woche in beheizten Räumen verbringen, gut gegossen und ihre Nadeln ständig feucht gehalten werden.

Nach dem Weihnachtsfest müssen sie so schnell es geht in die Erde – allerdings nur, wenn kein Frost herrscht. Faustregel: Der Boden muss so stark getaut sein, dass sich die Erde am Ballen antreten lässt. Ist es zu kalt, kann der Baum einige Zeit an einen windgeschützten Platz auf Terrasse oder Balkon gestellt werden. Denken Sie daran, den Kübel in Noppenfolie einzuschlagen, um die Wurzeln vor Frost zu schützen und den Ballen gleichmäßig feucht zu halten.