Eichenprozessionsspinner erkennen und bekämpfen

Eichenprozessionsspinner erkennen und bekämpfen

Dürfen wir vorstellen: Der Eichenprozessionsspinner

Der Eichenprozessionsspinner macht seinem Namen alle Ehre: Er besiedelt bevorzugt Eichen, geht in Gruppen von ca. 20 bis 30 Raupen in der Formation einer Prozession auf Nahrungssuche und spinnt Raupennester zum Rückzug und zur Häutung. Daher also der Name.

Er gehört zur biologischen Ordnung der Schmetterlinge bzw. Nachtfalter und durchläuft klassisch die Stadien Ei, Raupe, Verpuppung, Schlüpfen und Falter, der wiederum Eier in ein Gelege aus bis zu 200 Eiern legt.

Der Haken an der Sache: Seine Überlebensstrategie. Zur Abwehr von Fressfeinden besitzt er Brennhaare, die auch uns Menschen unangenehm gefährlich werden können.

Gefahr für Mensch und Eiche

Diese Härchen der „giftigen Raupe“ können eine sogenannte Raupendermatitis auslösen, die sich auf der Haut in ausschlagähnlichen Symptomen und Juckreiz äußert. Gelangen die Härchen an die Schleimhäute, kann das zu Reizungen, Husten und Asthma führen.

Der Eichenprozessionsspinner durchläuft als Raupe sechs Larvenstadien und ist ab dem dritten mit den gefährlichen Nesselhaaren ausgestattet. Aber nicht nur die Raupen selbst, auch ihre Gespinste, in denen sie sich in großer Zahl häuten, sind voll mit den feinen Haaren, die vom Wind mehrere hundert Meter weit getragen werden.

Das Schaubild veranschaulicht, welche Stadien der Eichenprozessionsspinner in welcher Jahreszeit durchläuft und wann seine Brennhaare die größte Gefahr darstellen. Wichtig ist aber zu wissen, dass die Härchen eine sehr große Lebensdauer haben und in den alten Nestern oder im Boden rund um die Eichen monatelang erhalten bleiben. So besteht die Gefahr das ganze Jahr über.

Der Nachtfalter des Eichenprozessionsspinners

Wie kommt es zu der Raupenplage?

Der Eichenprozessionsspinner liebt warm-trockenes Klima. Bei immer wärmer werdenden Temperaturen und mehreren trockenen Sommern in Folge also kein Wunder, dass er sich rasant ausbreitet. Eichen-Monokulturen machen es ihm noch leichter. Mittlerweile ist der Spinner in ganz Deutschland beheimatet.

Hilfe! Was kann man gegen den Eichenprozessionsspinner tun?

Neben Schutzkleidung, Abstand halten und professioneller Schädlingsbekämpfung (zu denen es bereits zahlreiche Informationen online gibt) gibt es zwei Möglichkeiten, die wir gerne näher erläutern möchten: sowohl die Natur, als auch ein kluger Erfinder haben Mittel und Wege gefunden.

Natürliche Fressfeine

Es gibt verschiedene Vögel, die mutig genug sind, den Eichenprozessionsspinner zu fressen. So zum Beispiel der Pirol, der Kuckuck und die Meise. Zugegeben, der Pirol kommt bei uns kaum

Nicht zuletzt schadet der haarige Falter, oder vielmehr seine Raupen, auch den Eichen. Denn sie fressen unermüdlich Blatt für Blatt. Ein mehrjähriger Befall kann den Baum erheblich schaden.

Wie kommt es zu der Raupenplage?

Der Eichenprozessionsspinner liebt warm-trockenes Klima. Bei immer wärmer werdenden Temperaturen und mehreren trockenen Sommern in Folge also kein Wunder, dass er sich rasant ausbreitet. Eichen-Monokulturen machen es ihm noch leichter. Mittlerweile ist der Spinner in ganz Deutschland beheimatet.

vor und auch der Kuckuck wird sich kaum in Ihrem Garten niederlassen, um Sie zu schützen. Doch die Meise können wir mitNistkästen undFutter anlocken und so in unserer Nähe halten.

Auch einige Wespenarten machen Jagd auf den Eichenprozessionsspinner. So ernähren sich die Brackwespe und die Schlupfwespe im Jungstadium von dessen Larven. Um die Nützlinge anzulocken sollten Sie auf einen naturnahen Garten achten. Die Brack- und Schlupfwespen lieben Doldenblütler und fühlen sich in Insektenhotels heimisch. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, kann die Wespeneier im Fachhandel kaufen und gezielt einsetzen.

Auch Käfer, wie zum Beispiel der große Puppenräuber fressen die Eichenprozessionsspinner im Raupen- oder (wie der Name schon sagt) Puppenstadium. Sie kommen jedoch eher in Wäldern vor und eignen sich nicht für den Einsatz im eigenen Garten.

Bekämpfung mit Patent

Eine weitere Möglichkeit der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners ist dieEPS-Falle. Das Prinzip ist so simpel wie genial: Die Falle wird ringförmig um den befallenen Baum angebracht und bietet den prozessierenden Spinnern ein Hindernis mit nur einem Ausweg: Ein Beutel mit Lockstoff aus dem es für die Tiere keinen Ausweg gibt. Sie verenden hier. Durch die Erhitzung des Beutels im Sonnenlicht werden die Brennhaare zudem unschädlich gemacht.

Die EPS-Falle gibt es in verschiedenen Größen.Sie erhalten die hier bei uns Im Onlineshop.Ebenso das Dichtmaterial für die Lücken zwischen Schlauch und Rinde (siehe Foto).