Ratgeber Gardena Bewässerungssystem

Gardena Bewässerung – Tipps vom Profi

Wird das der dritte Dürre-Sommer in Folge? Bereits die letzten Jahre haben gezeigt, dass kaum noch ein Garten den Sommer ohne regelmäßige Bewässerung übersteht. Wir haben den Bewässerungsprofi GARDENA gefragt, wie man sich die Arbeit mit einer automatischen Gartenbewässerung erleichtern kann.

Was sind die wichtigsten Bestandteile eines automatischen Bewässerungssystems?

GARDENA: Wir von GARDENA stellen uns zunächst drei essenzielle Fragen:

  • Wo kommt mein Wasser her?
  • Wie leite ich es dahin, wo ich es brauche?
  • Und wie bringe ich es an die Pflanze?

Die Wasserquelle kann ein Wasserhahn sein oder die Regenwassertonne, ein Brunnen oder eine Zisterne. Beim Transport ist der Gartenschlauch der Klassiker. Bei großen Grundstücken mit abgelegenen Beeten kann der Transport auch über eine sogenannte Pipeline erfolgen. Die wird unterirdisch verlegt und mit einer Wassersteckdose ergänzt, an die man Schlauch, Tropfbewässerung oder Regner anschließt. Womit wir bei der Ausbringung sind und der Frage: Was will ich überhaupt bewässern? Rasen, Gemüse- und Blumenbeete oder Töpfe?

Warum muss ich unterscheiden, ob ich Rasen, Gemüse oder Blumen bewässern möchte?

GARDENA: Rasen wird mit Sprinklern bzw. Regnern bewässert. Bei Beeten mit Blumen oder Gemüse ist die effizienteste Bewässerung die hingegen die Tröpfchenbewässerung. Sie bringt das Wasser tröpfchenweise und sehr genau regulierbar exakt dorthin, wo die Blumen, Gemüse- oder Heckenpflanzen stehen bzw. wo die Wurzeln sind. In einer Studie mit der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf hat sich gezeigt: Mit der Tropfbewässerung lässt sich nicht nur Wasser sparen, sondern auch die Ernte erheblich verbessern.

Wie wird eine Tröpfchenbewässerung installiert?

GARDENA: Für die Installation bieten wir GARDENA Micro Drip Startsets an. Darin enthalten ist unter anderem ein Basisgerät, mit dem der Wasserdruck herunterreguliert wird. An diesen Druckminderer werden der Schlauch und die ebenfalls im Set enthaltenen Verteilerrohre angeschlossen. Die Startsets gibt es abgestimmt für Pflanzreihen, Pflanzflächen oder Pflanztöpfe. Die Systeme funktionieren so ähnlich wie ein Legosystem: Man kann sie umbauen und erweitern, ganz individuell, wie man es braucht. Ohne automatische Steuerung muss man allerdings den Wasserhahn auf- und zudrehen, was Zeit kostet und häufig dazu führt, dass man zu viel, zu wenig oder zum falschen Zeitpunkt gießt.

Welche Vorteile hat ein Bewässerungscomputer zur automatischen Bewässerung?

GARDENA: Mit einem Bewässerungscomputer legt man fest, wann, wie oft und wie lange bewässert werden soll. So kann man zum Beispiel, ohne früh aufstehen zu müssen, die frühen Morgenstunden auswählen, die beste Bewässerungszeit. Schließt man dann noch einen Bodenfeuchtesensor an, wird nur bewässert, wenn der Boden tatsächlich Wasser braucht. Hat es in der Nacht also geregnet, wird nicht bewässert, was nochmals Wasser spart.

Lässt sich der Bewässerungscomputer auch für die Rasenbewässerung einsetzen?

GARDENA: Ja, auch Regner lassen sich automatisch steuern.

Was muss ich bei der Bewässerung meines Rasens beachten?

GARDENA: Es ist wichtig, den richtigen Regner für Ihre Rasenfläche auszuwählen. Um möglichst jeden Bereich abdecken zu können, bieten wir Viereckregner, Kreisregner für ganze, halbe oder Viertelkreise sowie Impuls- und Sektorenregner an. Bei unserem System AquaContour zum Beispiel lässt sich die Wurfweite während einer Umdrehung an 50 Punkten variieren, sodass sich auch unregelmäßige Kreise bewässern lassen.

Neben der mobilen Variante, die für jeden Einsatz auf den Rasen getragen und wieder weggeräumt werden muss, gibt es auch Systeme, die fest verbaut sind, sogenannte Versenkregner. Hierfür ist aber eine gute Planung wichtig, da man die Regner-Positionen vorab genau definieren muss.

GARDENA Bewässerung Rasen

Das klingt spannend! Was muss ich noch bei der Planung eines fest installierten Systems zur Rasenbewässerung beachten?

GARDENA: Man muss unbedingt wissen, welche Kapazität der Außenwasserhahn oder die Tauchdruckpumpe hat. Erst wenn man diese Info hat, sollte man mit der Planung beginnen, gerade wenn man sehr große Flächen oder sehr dünne Rohre hat, wie es häufig bei Altbauten der Fall ist. Dann sollte man darauf achten, dass die Fläche gut abgedeckt ist, man also keine blinden Flecken hat, die gar nicht bewässert werden.

Gibt es auch ein Bewässerungssystem für den Balkon und Topfpflanzen?

GARDENA: Auch für Töpfe eignen sich die Tröpfchenbewässerung und unsere Micro Drip Startsets. Da man auf einem Balkon, gerade in Mietwohnungen, aber häufig keinen Wasser- und Stromanschluss hat, haben wir das Aqua´Bloom Set entwickelt. Es besteht aus einer Pumpe, einem Solarpanel und einem 20 Meter langen Verteilerrohr. Das einzige, was man noch braucht, ist ein Wasserbehälter und schon kann man mit der Bewässerung starten.

Für viele Bewässerungssysteme ist es wichtig, die Wasserkapazität meines Anschlusshahnes zu kennen. Wie kann ich diese ermitteln?

GARDENA: Stimmt genau! Messen Sie hierfür an Ihrem Auslaufhahn, wie viele Sekunden es dauert, einen 10-Liter-Eimer zu füllen. Bei einer Pumpe schließen Sie einen etwa einen Meter langen 3/4-Zoll- Schlauch an, bevor Sie den Hahn voll aufdrehen. Anschließend multiplizieren Sie 3.600 (so viele Sekunden hat eine Stunde) mit zehn und teilen das Ganze durch die ermittelte Sekundenzahl. Das Ergebnis zeigt an, wie viele Liter Wasser Ihnen pro Stunde zur Verfügung stehen.

Dann kann es ja nun losgehen. Vielen Dank für das spannende Interview und:

WASSER MARSCH! :)

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