Bäume pflanzen für das Klima

Im Frühjahr und im Herbst ist die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen. Warum ein Baum gut für das Klima und gut für den Menschen ist und was Sie dabei beachten müssen haben wir für Sie zusammengetragen.

Bäume gehören zu den erstaunlichsten Lebewesen auf unserem Planeten. Ein ausgewachsener Baum produziert pro Stunde bis zu 1.200 Liter Sauerstoff und nimmt ein Baumleben lang erstaunliche Mengen an Kohlendioxid auf. Ein Hektar Wald, also etwas mehr als ein Fußballfeld, speichert pro Jahr rund 13 Tonnen CO2. Dazu filtert ein Baum bis zu 100 Kilogramm Staub pro Jahr aus der Luft. Wo Bäume wachsen, lässt sich also freier durchatmen.

Jeder Baum ist gut für die Umwelt

Ganz gleich, wo er gepflanzt wird, ob im Amazonasgebiet, im heimischen Wald oder im Garten: Jeder Baum hilft langfristig dem Klima. Im eigenen Garten gepflanzt, leisten Bäume aber noch weit mehr: Schon der Anblick eines Baumes entspannt, dem Rauschen der Blätter zu lauschen, wirkt entschleunigend und nichts ist schöner, als im Schatten eines Baumes ein gutes Buch zu lesen und die Zeit zu genießen. Zumal kein Ort an einem heißen Sommertag einen angenehmeren Schatten spendet als ein Baum. Während sich unter Markisen und Sonnenschirmen die Hitze staut, bleibt es im Baumschatten wunderbar kühl und frisch. Denn ein Baum kann an einem einzigen Sonnentag

bis zu 400 Liter Wasser verdunsten und durch die erhöhte Luftfeuchtigkeit die Umgebung um einige Grad abkühlen.

Das Pflanzen des Baums richtig planen

Da Bäume Lebewesen sind, die gemeinsam mit uns alt werden, sollte man sich den Standort und die Wahl eines Baumes gut überlegen: Darf er beispielsweise frei wachsen oder passt eine geometrische Form besser zum Garten? Soll er im Herbst Früchte oder leuchtend rote Blätter tragen? Ist der Standort so gewählt, dass die Krone keinen unerwünschten Schatten wirft, nicht den Blick aus einem Fenster versperrt oder die Äste nicht zu weit über die Grundstücksgrenze wachsen? Passen seine Ansprüche zum vorhandenen Boden? Fragen, die Sie vorab in Ruhe klären sollten, bevor Sie zum Spaten greifen.

Den richtigen Baum kaufen

Kaufen können Sie Ihren Wunschbaum in drei Varianten: wurzelnackt, als Ballen- oder Containerware.

  • Wurzelnackte Bäume haben keine Erde am Wurzelballen, die Wurzeln sind also quasi nackt.
  • Bei Ballenware wird der Wurzelballen mit einem Textil- oder Drahtgeflecht zusammengehalten.
  • Bäume, die in Kübeln oder Containern verkauft werden, sind darin gewachsen, was den Vorteil hat, dass keine Wurzeln beim Ausstechen verloren gehen.

Im April und Mai sollten Sie auf Ballen- oder Containerware zurückgreifen. Wurzelnackte Bäume können nur bis März, Bäume in Kübeln dagegen das ganze Jahr über gepflanzt werden. Allerdings müssen auch sie, im Frühling gesetzt, häufig gegossen werden, da sich die Wurzeln noch nicht im Erdreich verzweigen konnten.

So pflanzen Sie einen Baum in sieben Schritten

Baum pflanzen in sechs einfachen Schritten

1. Graben Sie das Loch etwa doppelt so groß, wie die Wurzeln breit und hoch sind.

2. Ist die Erde ausgehoben, füllen Sie die Grube so weit mit Aushuberde, vermischt mit Pflanzerde und Hornspänen, auf, dass der Baum so hoch steht, wie er in der Baumschule eingepflanzt war. Unser Tipp: Die exakte Höhe können Sie gut an der Rindenfärbung des Stamms erkennen.

4. Bevor Sie den Baum ins Pflanzloch stellen, schlagen Sie einen Pfahl in die Erde: Bei vorwiegendem Westwind kommt er auf die Westseite des Baumes.

5. Dann entfernen Sie bei Ballenware den Textil- oder Drahtschutz, schneiden die Wurzeln mit einer scharfen Gartenschere etwas an und füllen rundum Erde auf, die Sie leicht antreten.

6. Anschließend einen Gießrand formen und ordentlich wässern.

7. Damit Ihr neuer Gartenbewohner von Anfang an Wind und Wetter trotzt, binden Sie ihn in geschlungenen Achten am Pfahl fest.