Der Erste Freigang – Tipps und Tricks

Katzen lieben es, durch die Natur zu streifen und auf Mäusepirsch zu gehen. Damit der Freigang gelingt, hilft eine gute Vorbereitung.

Jeder Schmetterling ist eine Attraktion, jedes Gänseblümchen wird beschnuppert und jedes Vogelgezwitscher aufmerksam verfolgt. Der sieben Monate alte, grau-weiß gestreifte Kater darf zum ersten Mal auf Erkundungstour gehen. Doch so spannend der erste Ausflug auch ist, die Körperhaltung zeigt, für den kleinen Vierbeiner bedeutet er auch jede Menge Stress. Erleichtern können Sie die erste Schnuppertour, wenn Sie Ihren kleinen Abenteurer begleiten und ihm so etwas Sicherheit geben. Schließlich stürmen eine Unmenge neuer Reize auf ihn ein. Wenn Sie dem Orientierungssinn Ihrer Katze misstrauen, bietet sich für die ersten Ausflüge ein Laufgeschirr an, allerdings nur, wenn Sie es selbst halten. Binden sie es keinesfalls an einen Baum oder an ein Geländer an. In unserem Online-Shop finden Sie eine Auswahl an Katzenhalsbänder.Zu den Katzenhalsbänder

Die Tricks für eine sichere Rückkehr der Katze

Ein Garant für die schnelle Rückkehr nach der ersten Tour ist ein knurrender Magen. Überhaupt lässt sich über die Fütterung der Freigang geschickt steuern. Läuten Sie vor jeder Mahlzeit ein Glöckchen oder rasseln Sie mit dem Schlüsselbund. Die Katze wird das Geräusch schnell mit einer Mahlzeit verbinden und zurückkehren, wenn es zu hören ist. Und verläuft sie sich doch einmal, hilft eine vom Tierarzt vorgenommene Markierung. Mit einer Tätowierung bzw. einem Mikrochip sowie der Registrierung bei TASSO e.V. kann im Fall der Fälle die Chip-Nummer Ihren Halterdaten zugeordnet werden

Ist die Umgebung katzenfreundlich?

Bevor das große Katzenabenteuer Freigang allerdings startet, sollten Sie einige grundsätzliche Überlegungen anstellen. Ganz oben steht die Frage: Eignet sich die Umgebung für einen Freigänger? Denn lässt man eine Katze einmal raus, will sie immer wieder raus. Einen Freigänger können Sie nicht mehr in eine Stubenmieze verwandeln. Ideal ist ein ruhiges Wohngebiet mit wenig Verkehr, wo die nächste Schnellstraße mindestens 400 Meter weit weg ist, bei unkastrierten Katern sollte sie noch weiter entfernt liegen.

Der erste Spaziergang ins neue Revier erfolgt dann nicht vor dem sechsten, siebten Monat. Das ist das Alter, in dem Sie Ihre Katze oder Ihren Kater kastrieren lassen können. So verhindern Sie unerwünschten Nachwuchs. Kastrierte Tiere haben zudem kleinere Reviere und liefern sich seltener Revierkämpfe. Zudem braucht es rund sechs Monate, bis sämtliche Impfungen durchlaufen sind. Dazu gehören die Impfungen gegen Katzenschnupfen, Katzenseuche und gegen Tollwut. Einen Freigänger sollten Sie außerdem regelmäßig entwurmen und auf Flohbefall checken.

Katzenklappe oder geschütztes Plätzchen

Wann Katzen auf Tour gehen, bestimmen sie in katzentypischer Manier am liebsten selbst. Dennoch können Sie den Freigang in gewünschte Bahnen lenken, zum Beispiel mit einer mikrochipgesteuerten Katzenklappe, die per Zeitschaltuhr den Ausgang zum Beispiel auf den Tag beschränkt, aber jederzeit den Einlass ermöglicht. Doch das will geübt sein, denn nicht jede Katze mag auf Anhieb den engen, hin und her schwingenden Durchlass. Alternativ können Sie Ihrem Liebling draußen einen geschützten, trockenen Rückzugsort anbieten, zum Beispiel im Gartenhäuschen oder unter dem Balkon. Und sich dann beruhigt zurücklehnen: Denn je wohler sich Mieze in ihrem Zuhause fühlt, umso sicherer kehrt sie zurück.

So gelingt der erste Freigang

• Haben Sie alle nötigen Impfungen durchführen lassen (Katzenseuche, Katzenschnupfen, Tollwut)?

• Sind Katze und Kater kastriert und sind die Wunden bei der Katze ausreichend verheilt?

• Ist die Katze tätowiert oder gechippt und bei TASSO e.V. registriert, um sie wiederzufinden, falls sie sich verläuft und jemand sie findet?

• Ist die Katze ohne Halsband unterwegs? Denn trägt sie ein Halsband, besteht die Gefahr, dass sie an einem Ast hängenbleibt und sich stranguliert.

• Hat Mieze einen trockenen Platz im Freien bzw. kann sie über eine Katzenklappe jederzeit ins Haus?

• Ist sie den Umgang mit der Katzenklappe gewöhnt?

• Sind mögliche Gefahrenquellen beseitigt? Liegt im Teich eine Ausstiegshilfe? Sprechen Sie auch benachbarte Teichbesitzer darauf an.

• Nach einem Umzug: Konnte die Katze etwa vier bis sechs Wochen die neue Wohnung in Besitz nehmen, bevor sie erneut Freigang bekommt?