Wie wird der Welpe stubenrein?

Die Flut an neuen Eindrücken für einen Welpen, wenn er das Zuhause wechselt, ist erstmal groß. Er hat ein neues Zuhause und einen neuen Besitzer mit denen er sich vertraut machen muss und hat zudem noch jede Menge zu lernen. Für Sie als Besitzer hat das Erlernen der Stubenreinheit eine hohe Priorität. Wir haben Ihnen einen kleinen Ratgeber erstellt, wie Ihr neuer Welpe stubenrein wird.

Erziehungsmaßnahmen zur Stubenreinheit von Welpen

In den ersten Tagen und Wochen ist es wichtig, Ihren Welpen nicht zu überfordern, damit er sich langsam an sein neues Umfeld gewöhnen kann. Allzu lange sollten Sie mit der Erziehung allerdings auch nicht warten, denn Ihr Hundewelpe befindet sich bis zur zwanzigsten Lebenswoche in der Prägephase. In dieser können die jungen Hunde verschiedene Verhaltensregeln besonders gut aufnehmen und einprägen. Im Hinblick auf die Stubenreinheit ist Ihr Hundewelpe ab der vierzehnten Woche dazu in der Lage, den Blasen- und Darmschließmuskel zu kontrollieren. Der Zeitraum danach ist also besonders gut dafür geeignet, den Welpen stubenrein zu machen. Sie können auch schon vorher damit anfangen, ihm gewisse Muster wie Ort und Zeit zu vermitteln.

Das Verhalten des Welpen als Indikator

Das Verhalten des Welpen kann Ihnen Aufschluss darüber geben, wann es wieder Zeit ist, mit ihm nach draußen zu gehen. Dazu müssen Sie den Hund zunächst genau beobachten und für sich ein Gefühl entwickeln, bei welchen Verhaltensweisen Ihr Welpe sich „erleichtern“ muss. Oft fangen sie an unruhig zu werden, suchend umherzulaufen und überall zu schnüffeln.

Typische Zeitpunkte für das „Geschäft“ sind nach dem Fressen, Trinken, Schlafen und ausgiebigen Spielen.

Das sollten Sie bei der Erziehung zur Stubenreinheit beachten:

  • Wenn Ihnen die angesprochenen Verhaltensmuster auffallen, ist es an der Zeit, mit dem Welpen ins Freie zu gehen. Nehmen Sie ihn auf den Arm und tragen Sie ihn zu einem vorher ausgesuchten Platz im Freien, beispielsweise eine Ecke im Garten. Gerade am Anfang sollten Sie nach Möglichkeit immer den gleichen Platz aufsuchen und zusätzlich alle zwei Stunden Gassi gehen.
  • Warten Sie so lange, bis der Welpe sein „Geschäft“ an dem Löseplatz erledigt hat, und loben ihn danach mit ruhiger Stimme für sein Verhalten. So merkt er, dass sein Verhalten so richtig und gewünscht war.
  • Damit Sie Ihren Hund im Erwachsenenalter dazu animieren können, sich zu erleichtern, sollten Sie jedes „Geschäft“ mit einem wiederkehrenden Ausdruck begleiten, wie z.B. „mach fein“. Den Ausspruch verbindet der Hundewelpe mit der Zeit mit einer bestimmten Tätigkeit und wird diese dann später auf Kommando ausführen.

Wie wird der Welpe stubenrein?

  • Unterlassen Sie es, mit dem Hundewelpen zu schimpfen, falls er doch nochmal ins Haus „macht“. Machen Sie ihm aber deutlich, dass dieses Verhalten nicht erwünscht ist, beispielweise mit einem eindeutigem „Nein“. Gehen Sie unbedingt mit ihm zu seinem üblichen Löseplatz. Sollte er dort noch weiter sein Geschäft verrichten, loben Sie ihn dafür.
  • Um für den Abend und die Nacht vorzubeugen, geben Sie dem Welpen spätestens um 18 Uhr sein letztes Fressen. Gegen 22 Uhr gehen Sie mit Ihrem Welpen ein letztes Mal vor die Tür. Als Schlafplatz eignet sich eine verschließbareHundebox, die Sie neben Ihrem Bett aufstellen. Sollte der Hund während der Nacht dringend „müssen“, wird er sich mit lautem Winseln melden, weil er seinen Schlafplatz nicht beschmutzen möchte. Gehen Sie mit Ihm zu seinem üblichen Löseplatz und loben ihn für sein Verhalten.