Welches Hundebett passt zu meinem Hund?

Es gibt viele unterschiedliche Arten von Hundebetten: Egal ob Hundekissen, Kuschelhöhle oder ein orthopädisches Hundebett, sie bieten alle einen Schlafplatz für Ihren Hund. Aber woran erkennen Sie welches Hundebett zu Ihrem Hund passt?

Hunde sind Langschläfer und können bis zu 17 Stunden am Tag schlafen. Welpen schlafen sogar bis zu 20 Stunden – allerdings völlig anders als wir Menschen. Während wir fast die gesamte Nacht durchschlafen, wachen Hunde aufgrund ihrer empfindlichen Sinnesorgane immer wieder auf und dösen nur. Trotzdem hat der Schlaf der Hunde die gleiche Bedeutung wie bei uns Menschen. Der Schlaf ist für Körper und Geist eine lebensnotwenige Erholung. Schläft ein Hund zu wenig, wird er leichter krank und verhält sich aggressiver. Ein geeignetes Hundebett ist daher genauso wichtig wie die Matratze für uns Menschen. Eine schlechte Schlafunterlage kann zu Gelenkproblemen führen und Arthrose oder Rheuma fördern.

Die richtige Füllung eines Hundebettes

So wie die Größe muss auch die Füllung auf den Hund abgestimmt sein. Je schwerer der Hund ist, desto fester muss die Unterlage sein. Ist die Liegefläche zu weich, sackt der Körper ein. Vor allem beim Aufstehen findet der Hund keinen Halt und muss oft Ausgleichsbewegungen machen, die gerade bei älteren Hunden die Gelenke unnötig belasten. Ist das Kissen hingegen zu hart, kann sich der Bewegungsapparat während des Schlafes nicht erholen und es können Druckstellen entstehen. Optimal ist es, wenn sich die Unterlage der Körperform des Hundes anpasst, sodass die Wirbelsäule während des Schlafens gerade liegt. Am ehesten diesen Anforderungen gerecht wird eine Füllung aus Schaumstoff. Sie ist punktelastisch und sehr formstabil, stützt hervorragend und ist zugleich druckentlastend. Entscheidet man sich für die preisgünstigere, watteähnliche Polyesterfüllung, sollte man vor allem bei großen, schweren Hunden regelmäßig das Hundebett erneuern, da sich Polyester schneller durchliegt. Auch Styroporkugeln sind nicht formstabil. Bewegt sich der Hund viel, kann es passieren, dass er auf dem Boden liegt und die Füllung nicht mehr vor Bodenkälte schützt. Styroporkugeln haben außerdem die für viele Hunde unangenehme Eigenschaft, bei jeder Bewegung zu rascheln.

Auf die Größe des Hundebettes kommt es an

Bevor Sie das Hundebett kaufen, sollten Sie Ihren Hund zunächst genau beobachten. Wie schläft Ihr Hund am liebsten? Mit dem Kopf auf der weichen Sofalehne oder eher flach? Denn danach richtet sich die Form des Hundebettes. Aber ganz gleich, ob es ein Hundebett mit hohen Rändern oder ein flaches Hundekissen wird: Das Hundebett muss groß genug sein. Die Größe des Hundebettes ist eines der wichtigsten Kriterien für den gesunden Schlaf Ihres Hundes. Das Hundebett sollte etwa 20 bis 30 Zentimeter größer sein, als Ihr Hund lang ist. Ein zu kleines Hundebett zwingt den Hund in eine gekrümmte Haltung, in der die Wirbelsäule gestaucht wird. So ist eine Regeneration der Bandscheiben nicht möglich. Auch Hunde, die sich oft einrollen, strecken sich während des Schlafens mal aus. Erscheint Ihnen das Hundebett zu groß, helfen Kissen und Decken, damit sich Ihr Hund in seinem Schlafplatz wohl fühlt.

Das richtige Material für ein Hundebett

Achten Sie darauf, dass Sie ein Hundebett wählen, welches im Sommer nicht die Hitze staut und sich im Winter nicht zu kühl anfühlt. Außerdem muss ein Hundebett gerade bei Welpen einiges aushalten. Achten Sie daher auf einen abnehmbaren und waschbaren Bezug. Plüsch und Polyester sind daher weniger geeignet, als Nylonbezüge oder Kunstleder. Ist ein Hundebett aus Leder zu kühl, hilft eine leichte waschbare Decke. Auch der Geruch nach Chemikalien mag eine feine Hundenase nicht. Deshalben sollten Sie ein neues Hundebett mehrmals waschen, bevor es zum Einsatz kommt.

Der richtige Platz für das Hundebett

Hunde sind gerne bei allem dabei und stecken Ihre Nase in alles rein. Damit Hunde zur Ruhe kommen, brauchen sie einen Schlafplatz, der wenig Reize bietet. Also kein Durchgangsverkehr, kein Spielzeug und keinen Fernseher in der Nähe, aber einen möglichst freien Blick auf die Familie. Ideal ist eine geschützte, zugluftfreie Ecke, in der sich Ihr Hund sicher und geborgen fühlt. Eventuell bieten Sie ihm einen zweiten Platz an, an dem sich Ihr Hund vollkommen zurückziehen kann.