Kleines Dutch Oven 1x1

Glühende Kohlen und schweres Gusseisen trotzen der kalten Winterluft. Wer den Deckel öffnet, den erwartet ein Genusserlebnis der besonderen Art. Mit dem Dutch Oven ist ein naturnahes und ursprünglich-rustikales Kocherlebnis garantiert.

Damit Sie lange Freude an ihrem Dutch Oven haben und sich geschmacksintensiven und butterzarten Schmorgerichten hingeben können, haben wir einige Fakten und Tipps über das Kochen mit dem „schwarzen Pott“ zusammengetragen.

Wie funktioniert eigentlich ein Dutch Oven?

Ein Dutch Oven ist ein schwerer Topf aus Gusseisen, der sich hervorragend für Schmorgerichte und andere, langsame Garprozesse eignet. Er wird direkt in die Glut gestellt. Das sorgt für ein ganz besonderes Outdoor-Kocherlebnis.

Das massive Gusseisen, aus dem der Dutch Oven besteht, heizt sich langsam und besonders gleichmäßig auf. Einmal heiß, reicht wenig Glut, um den schonenden Garvorgang aufrecht zu erhalten. Der schwere Deckel hält den Topf dabei dicht verschlossen, sodass das Gericht im eigenen Dampf gart.

Was dabei entsteht, ist unvergleichlich zart und saftig!

Bevor es losgeht: Dutch Oven einbrennen

Rost ist der schlimmste Feind von Gusseisen. Darum ist es unerlässlich, den Dutch Oven einzubrennen, um eine Schutzschicht zu erzeugen. Dafür den neuen Dutch Oven mit heißem Wasser ausspülen und trocknen. Anschließend wird er mit Speiseöl eingerieben und anschließend kopfüber, mindestens eine Stunde bei 280°C im Ofen gebacken. Danach Ofen und Topf gemeinsam auskühlen lassen.

Zugegeben, das wird Ihre Küche ziemlich unter Rauch setzen. Also lüften Sie unbedingt gut oder noch besser: Machen Sie die gleiche Prozedur draußen in Ihrem Kugelgrill.

Danach ist ihr Durch Oven deutlich dunkler geworden – das ist vollkommen gewollt – und einsatzbereit.

Kochen mit dem Dutch Oven

Ein Dutch Oven wird in die offene Glut gesetzt. Ein Lagerfeuer wäre auch möglich, ist durch die lodernden Flammen aber sehr umständlich. Als Kochstelle eignen sich ein Gartenkamin, eine Feuerstelle oder eine breite Feuerschale.

Für die Glut verwenden Sie am besten Holzkohle-Briketts, da diese eine lange und gleichmäßige Brenndauer haben. Die Briketts werden sowohl unter den Topf gelegt als auch auf den Deckel. Wie viele Briketts es für welches Gericht braucht, entnehmen Sie dem jeweiligen Rezept und irgendwann Ihrer Dutch Oven Erfahrung.

Dutch Oven mit Kohlen auf dem Deckel

Mehr Zeit für Ihre Gäste

Die Zubereitung mit dem Dutch Oven braucht Zeit. Und das ist ein herrlicher Vorteil. Sie kommen nicht in Hetze und können ganz entspannt Ihre ersten Erfahrungen sammeln. Ist erst einmal alles in Gang, benötigt das Gericht nur hin und wieder Ihre Aufmerksamkeit. Wenn Sie für Gäste kochen, genießen Sie die gemeinsame Zeit bis das Essen fertig ist. Und dann wird imposant aufgetischt.

Den Dutch Oven richtig reinigen

Gusseisen ist porös und das ist auch gut so. Bei richtiger Handhabung entsteht so mit der Zeit eine Patina, die den Gerichten den einzigartigen Geschmack verleiht und das Material schützt. Um diese nicht zu zerstören, dürfen auf keinen Fall Seife oder andere Reinigungsmittel verwendet werden.

Waschen Sie Ihren Dutch Oven lediglich mit heißem Wasser aus. Grobe Verschmutzung lassen Sie etwas einweichen und entfernen sie dann mit einem Holzspatel. Bei besonderen Härtefällen können Sie das Wasser auch noch einmal aufkochen lassen und anschließend sanft mit einem Schwamm aus Edelstahlgeflecht entfernen.

Keinesfalls sollten Sie Speisen in Ihrem Dutch Oven aufbewahren. Die Säuren im Essen greifen dann das Eisen an und es beginnt zu rosten. Das verdirbt das Gericht und den Topf gleichermaßen.

Den Dutch Oven pflegen und aufbewahren

Nach der Reinigung des Dutch Ovens wischen Sie diesen trocken und pflegen ihn mit einer dünnen Schicht Speiseöl von innen und außen. Nun ist er wieder einsatzbereit oder kann verstaut werden. Für letzteres legen Sie ein Blatt Küchenpapier hinein, welches die Flüssigkeit aufsaugt. Der Deckel bleibt einen Spalt geöffnet für ausreichende Belüftung.