Unterschiede zwischen Premiumerde und Erde vom Discounter

Erde ist Erde? Spätestens, wenn man sich über kümmerlich dahinsiechende Pflänzchen ärgert, ahnt man es: Zwischen billiger Discount- und hochwertiger Premiumerde gibt es einige Unterschiede.

Schnell mal die günstige Pflanzerde aus dem Discounter mitnehmen, den 40-Liter-Sack für 1,99 Euro? Leider keine gute Idee. Untersuchungen haben gezeigt: Günstige Pflanzerde enthält oftmals zu wenige Nährstoffe, dafür aber Holzreste, Pilzsporen und Schimmel. Und nicht nur das. Wer billige Erde nimmt, kann sein grünes Wunder erleben, wenn plötzlich zahlreiche Unkräuter aus derErde sprießen, deren Samen frei Haus mitgeliefert wurden. Besonders ärgerlich: Die sitzen dann meist im Wurzelballen der Kulturpflanze und lassen sich nicht mehr entfernen.

Ohne Nährstoffe in der Erde kein Wachstum der Pflanze

Premium-Pflanzerde wie die vongartenkraft bietet hier mehr Sicherheit. Zum einen sind die Nährstoffe und Spurenelemente, die auf der Verpackung angegeben sind, auch tatsächlich enthalten. Für die Pflanze überlebenswichtig. Beispiel Stickstoff: Der „Motor des Pflanzenwachstums“ sorgt für kräftige Triebe und Blätter. Ohne Stickstoff kein Wachstum. Ebenso wichtig sind Phosphor und Kalium in der Erde. Phosphor lässt die Blüten gedeihen, Kalium regelt die Stoffwechselvorgänge in der Pflanze.

Zum anderen kann hochwertige Gartenerde gut das Wasser speichern, und bei Trockenheit schrumpft und verkrustet sie nicht. Sie gibt den Pflanzen Halt und bleibt trotzdem locker. Gute Erde kann man übrigens fühlen: Sie zerfällt feinkrümelig in der Hand. Das liegt am hohen Humusanteil, also am Anteil abgestorbener, organischer Bodensubstanz, der entscheidend ist für die Nährstoffversorgung. Erhältlich ist auch reine Humus-Gartenerde, die ideal ist, um jetzt im Herbst die Erde von neu anzulegenden Beeten zu verbessern. Dazu einfach je nach Boden 20 – 40 Liter je m 2 auftragen und einarbeiten.

Unterschiede zwischen Premiumerde und Erde vom Discounter

Alles, was die Pflanze braucht

Die Zusammensetzung der Erde und ihr Nährstoffgehalt sind die Gründe, weshalb es eine Vielzahl unterschiedlicherPflanzerden gibt. Zwar reicht vielen Pflanzen normale Pflanzenerde, einige aber haben besondere Ansprüche. Das beginnt schon beim „Nachwuchs“: Samen gedeihen am besten in nährstoffarmerAnzuchterde. Nur wenn sie ihre Nahrung quasi suchen müssen, bilden sie starke Wurzeln aus.

Ganz andere Anforderungen wiederum muss Blumenerde erfüllen. Düngerdepots versorgen die Pflanzen für bis zu acht Wochen mit allen Nährstoffen, die sie für schöne, kräftige Blüten brauchen. Wieder andere Bedürfnisse habenRhododendren: Sie gedeihen am besten in saurer Spezialerde mit einem niedrigen pH-Wert. Besonders eigen sind Orchideen, die nur in Erde mit einem hohen Rindenanteil wachsen. Teicherde wiederum schwimmt nicht undGraberde ist aus ästhetischen Gründen tiefschwarz.