Düngen leicht gemacht – die verschiedenen Düngersorten

Es macht keinen Unterschied, welche Pflanzen Sie in Ihrem Garten anbauen: alle brauchen für ihr Wachstum neben Wasser, Kohlendioxid und Licht auch ausreichend vorhandene Nährstoffe und Spurenelemente im Boden. Dabei ist es wichtig, dass weder zu wenig vorhanden sind noch zu viele. Durch eine Bodenanalyse können Sie ganz einfach jährlich den Gehalt an Stickstoff (N), Phosphor (P205), Kalium (K20), Magnesium (Mg), Calcium (CaC03) und Schwefel (S) überprüfen. Der Gehalt an Mikronährstoffen Kupfer (Cu), Bor (B), Zink (Zn) und Mangan (Mn) spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle.

Diese Nährstoffe können Sie dem Boden ganz einfach in Form von mineralischem oder organischem Düngemittel zuführen. Es wird zwischen verschiedenen Düngersorten unterschieden, z.B. zwischen Voll-, Bio- und Spezial-Dünger. Damit Sie den richtigen Dünger wählen, geben wir Ihnen einen Überblick.

Kompost als idealer Dünger

Kompost

Beim Kompostieren machen Sie sich die Eigenschaften der Natur zu Nutze. Das organische Material wie Garten- und Bioabfälle sowie Rasenschnittgut wird durch Pilze, Bakterien, Regenwürmer und andere Kleinstlebewesen in pflanzenverfügbare Nährstoffe zersetzt. Dadurch werden die Bodeneigenschaften verbessert und die Humusbildung gefördert. Der Kompost dient somit als hochwertiger Volldünger mit vielen Mikronährstoffen.

Horndünger (Hornmehl/-späne)

DerHorndünger als Langzeitdünger hat einen sehr hohen Stickstoffanteil und wird aus Horn- und Hufmaterial von Rindern gewonnen. Die Freisetzung des Stickstoffs geschieht je nach Körnung bis zu einer Zeitspanne von mehreren Monaten, daher ist er alleine für stark zehrende Pflanzen eher ungeeignet. Ergänzen Sie ihn auf jeden Fall mit einem mineralischen Dünger.

Organische Dünger mit Langzeitwirkung

Rinder- und Pferdedung

Rinder- und Pferdedung ist ein organischer Langzeitdünger und eignet sich besonders gut zum Gemüse- und Obstanbau, da er die Bodenstruktur nachhaltig verbessert. Rinder- und Pferdedung ist ein kompostierter Volldünger.

Organsicher Volldünger

Organische NPK-Volldünger bestehen aus Hornmaterial und Produkten wie Feder- und Knochenmehl, Rübenschnitzel und Fermentationsrückständen. Der Vorteil dieser natürlichen Düngersorten, wie z.B. Animalin oder Fertofit, ist der, dass die Nährstoffe über einen längeren Zeitraum den Pflanzen zur Verfügung gestellt werden.

Vermeiden Sie einen Nährstoffmangel

Mineralischer Volldünger

Das Blaukorn (12N, 12P, 17K, 2MgO) ist die bekannteste Variante des NPK-Düngers. Durch den granulierten Dünger können akute Nährstoffmängel und –bedarfe effektiv behoben werden, da er durch gute technische Aufbereitung einfach zu dosieren ist und sofort pflanzenverfügbar. Die Variante Blaukorn Entec (14N, 7P, 17K, 2MgO) ist vor allem bei einer Nitratauswaschung und Phosphatüberversorgung gut geeignet. Dieser NPK-Dünger ist so konzipiert, dass Teile des Stickstoffs und Phosphats nicht sofort pflanzenverfügbar sind.

Bittersalz

Bittersalz (MgSO4) wird bei Magnesiummangel an Bäumen eingesetzt. Gelbe Nadeln und vergilbte Zweige sind ein sicheres Zeichen für Magnesiummangel. Da nur eine sehr gezielte Düngung des Magnesiumeinzelnährstoffdüngers die gewünschte Wirkung erzielt, sollte im Vorhinein unbedingt eine Bodenanalyse sichere Ergebnisse liefern.

Düngekalk

Kalkdünger wieDolomitkalk, Brandkalk, Kohlensaurer Kalk, Löschkalk oder andere Kalksorten verhindern eine mögliche Bodenversauerung und halten den Boden auf einem neutralen Niveau. dadurch wird verhindert, dass Mikronährstoffe zunehmend auswaschen oder durch Fixierung ihre Pflanzenverfügbarkeit verlieren. Zusätzlich versorgt der Dünger die Pflanzen mit Calcium.

Spezialdünger

Pflanzenarten wie Rasen,Tomaten,Beeren,Rosen,Buchsbaum,Rhododendron,Koniferen, usw. haben alle unterschiedliche Bedürfnisse, sodass die Nährstoffzusammensetzung des Spezialdüngers ganz individuell bestimmt werden muss.

Urgesteinsmehl

Zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit und Bodenbelebung wirdUrgesteinsmehl eingesetzt. Dieser Bodenbehilfsstoff, der aus gemahlenem Gestein hergestellt wird, enthält eine Vielzahl an Mikronährstoffen wie Zink (Zn), Mangan (Mn), Kupfer (Cu), Molybdän (Mo) und Bor (B). Zudem verringert Urgesteinsmehl die unangenehme Geruchsbildung der Brennnesseljauche, die als Flüssigdünger und zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt wird.

Patentkali

Patentkali als Kaliumdünger sorgt für Pflanzenstabilität, Stängelfestigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge und Pflanzenkrankheiten und unterstützt dadurch das Pflanzenwachstum. Bei Obst und Gemüse unterstützt eine optimale Kaliversorgung die Aromabildung und macht es lagerfähig.

Fazit

Neben der jährlichen Bodenanalyse sollten Sie sich auf jeden Fall in Ihrem Raiffeisen-Markt beraten lassen, um aus den unterschiedlichen Düngersorten den richtigen Dünger für die gegebenen Bodenvariationen und Ansprüche der Pflanzen zu finden.