Wiedereinstieg in die Reiterei

Wer in jungen Jahren geritten ist, verbindet damit wundervolle Erinnerungen. Aber als Hobby ist dieser Sport oft auch sehr zeitintensiv. Mit dem Einstieg in den Beruf fehlt irgendwann einfach die Chance, weiterhin regelmäßig zu reiten oder gar ein eigenes Pferd zu betreuen. Wer jedoch einmal mit dem „Pferdevirus“ infiziert ist, wird ihn so schnell nicht wieder los. Und für einen Neuanfang ist es schließlich so gut wie nie zu spät.

Zurück aufs Pferd

Eigentlich ist es wie mit dem Fahrradfahren: Einmal geritten, verlernt man den Umgang mit Pferden nicht. Trotzdem ist ein Wiedereinstieg abhängig davon, wie viel Erfahrung vorhanden ist und wie lange die Reitpause gedauert hat. Nichtsdestotrotz erleichtert jede „Vorerfahrung“ den Einstieg sehr. Bei der intensiven Beschäftigung mit Pferden kommen viele Erinnerungen wie von selbst zurück: Vom Putzen bis hin zum Satteln. Dennoch ist es am Anfang hilfreich, in Begleitung eines erfahrenen Reiters zum Stall zu fahren, um weitere Tipps und Verbesserungsvorschläge zu bekommen.

Start an der Longe

Für einen sicheren Wiedereinstieg empfiehlt es sich, mit Reitstunden an der Longe zu beginnen. Dabei läuft das Pferd an einer langen Leine im Kreis um den Reitlehrer, der über Richtung und Gangart entscheidet. Als Reiter kann man sich so gänzlich auf seine Balance und den richtigen Sitz konzentrieren. Denn besonders in der Anfangsphase fällt es schwer, sich erneut in die korrekte Hilfengebung einzufinden.

Zum Start sollte man ein ruhiges, erfahrenes „Verlasspferd“ reiten. Ein junges Pferd lässt sich schnell von Unsicherheiten anstecken und bringt seinen Reiter aus dem Takt. Außerdem vermittelt ein routiniertes Schulpferd Sicherheit und garantiert deshalb schnellere Fortschritte. Letztendlich ist das Wissen vorhanden – es muss nur neu entdeckt werden! Hier lohnen sich auch Einzelstunden. Diese sind zwar teurer als Reitunterricht in der Gruppe, dafür geht der Reitlehrer voll und ganz auf die individuellen Bedürfnisse ein.

Wiedereinstieg in die Reiterei

Eine Frage der Übung

Im Idealfall reitet man zu Beginn immer das gleiche Pferd. Denn jedes Tier hat seinen eigenen Charakter und verhält sich im Umgang und beim Reiten unterschiedlich. Vertrauen kann nur aufgebaut werden, wenn Pferd und Reiter einander kennen. Gleichwohl gilt wie bei allen Sportarten: Je öfter sich die Gelegenheit zum Reiten bietet, desto schneller kommt auch die frühere Routine zurück.

Rückschläge wegstecken

Auch wenn ein Neueinstieg nicht immer einfach ist, darf man sich von Rückschlägen nicht entmutigen lassen. Der Spaß am Umgang mit Pferden steht immer im Vordergrund. Denn gerade in Stresssituationen bietet das Reiten eine willkommene Ablenkung vom Alltag. Und bekanntlich liegt das Glück der Erde auf dem Rücken der Pferde!