Wie Sie Fruchtfliegen, Lebensmittelmotten und Co. wieder loswerden

Lebensmittelschädlinge

Wo Nahrungsmittel gelagert und verarbeitet werden, wird man immer wieder auch mit Küchen- und Vorratsschädlinge konfrontiert werden. Wie man Lebensmittel richtig lagert, das Schadpotenzial von Fruchtfliegen, Kakerlaken, Lebensmittelmotten erkennt und welche Bekämpfungsmaßnahmen geeignet sind, lesen in diesem Ratgeber.

Schädlinge, die sich über unsere Lebensmittel hermachen, können in jedem Haushalt vorkommen. Das Einschleppen über den Kauf von Lebensmitteln passiert unbemerkt. Auch in unserem Reisegepäck können Schadinsekten aus fernen Ländern in unsere Wohnungen gelangen. Die Insekten werden auch durch Gerüche angelockt und fliegen gezielt durch geöffnete Fenster und Türen.

WELCHE SCHÄDEN ENTSTEHEN DURCH VORRATSSCHÄDLINGE?

Zu den bevorzugten Speisen, der meisten Schädlinge gehören Getreideprodukte (Müsli, Mehle, Reis, …), Nüsse, Trockenobst (Rosinen, Korinthen, …), Schokoladenprodukte und Gewürze.

Ein Befall dieser Lebensmittel wird durch Fraßschäden deutlich sichtbar. Die Lebensmittel werden durch Kotspuren, Spinnfäden und Häutungsresten erkennbar verschmutzt. Eine Verschmutzung ist nicht nur ekelerregend, sondern bei empfindlichen Menschen auch allergen. Atemwegs-, Magen- und Darmerkrankungen können die Folge sein. Viele Schädlinge übertragen auch krankmachende Viren, Bakterien und Pilze.

Befallene Lebensmittel verändern ihre Geruchs- und Geschmackseigenschaften. Die Qualität verschlechtert sich erheblich. Befallene Lebensmittel müssen luftdicht verpackt und sofort weggeworfen werden.

Fruchtfliegen

WELCHES SIND DIE HÄUFIGSTEN SCHÄDLINGE IN DER KÜCHE?

Fruchtfliegen (Taufliegen, Obstfruchtfliegen)

Im Sommer, wenn das Angebot an frischem Obst am größten ist, kommen mit dem Obst auch Fruchtfliegen in unseren Küchen. Bevorzugt gelangen sie über Weintrauben, Kirschen, Pflaumen, Pfirsiche und Aprikosen in die Wohnung. Kleinste Schadstellen am Obst und überreife Früchte ziehen Fruchtfliegen nahezu magisch an. Auch durch den Geruch von Fruchtsäften oder Wein werden sie angelockt.

Die 1,5 bis 3 Millimeter großen Obstfruchtfliegen können Hunderte Eier an ihr Lieblingsobst ablegen. Die kleinen unscheinbaren Larven ernähren sich dann von den austretenden Fruchtsäften und dem Fruchtmark. Nach nur vier Tagen verpuppt sich die Larve. Wenige Tage später schlüpft die neue Fliegen-Generation. Die Anzahl der Fruchtfliegen kann sich so schnell Vertausendfachen.

Wie Sie Fruchtfliegen, Lebensmittelmotten und Co. wieder loswerden

Was können Sie gegen Fruchtfliegenbefall tun?

Kaufen Sie vorbeugend immer nur so viel Obst, wie Sie in wenigen Tagen auch verzehren können. Da sich die Eier der Fruchtfliegen schon der Schale des gekauften Obstes befinden können, sollten Sie es direkt nach dem Einkauf unter fließendem Wasser abwaschen. Durch feinmaschiges Fliegengitter am Küchenfenster verhindern Sie den Zuflug der Fliegen von draußen. Sind die ersten Fruchtfliegen in der Küche schon am Fliegen, sollte das befalle Obst entfernt werden. Eine Obstabdeckhaube schützt das Obst vor weiteren Befall. Mit dem Aufstellen einer Fruchtfliegenfalle aus dem Raiffeisen-Markt können Sie die Anfangspopulation sicher und biologisch bekämpfen.

Mehlmotte

Lebensmittelmotten (Mehlmotte, Dörrobstmotte)

Die graubraunen (Dörrobstmotten) und silbergrauen Schädlinge (Mehlmotten) werden häufig über Müsli- und Nussprodukte eingeschleppt. Diese Produkte werden bei einem Befall mit dünnem Gespinst, leeren Puppenhüllen und Kotspuren durchzogen, die von den 10 bis 12 mm langen Mottenraupen reichlich abgegeben werden. Zur Verpuppung kriechen die Raupen aus dem Produkt. Oft sind sie dann an Küchendecken und Wänden sichtbar. In Möbel- und Tapetenritzen finden die Raupen einen sicheren Ort für die Metamorphose. Pheromonfallen zur Befallskontrolle der Lebensmittelmotten bekommen Sie im Raiffeisen-Markt.

Was können Sie gegen Lebensmittelmotten tun?

Bei einem Mottenbefall müssen die entsprechenden Lebensmittel luftdicht im Mülleimer außerhalb der Wohnung sofort entsorgt werden. Papier- und Plastiktüten werden von den Raupen der Lebensmittelmotten problemlos durchfressen. Eine sehr gründliche Reinigung der Schränke mit Essigwasser ist ratsam. Wenn Sie die Lebensmittel nicht zeitnah aufbrauchen, empfiehlt sich die Aufbewahrung in dichten Vorratsbehältern. Verteilen Sie vorbeugend Lorbeerblätter im Vorratsschrank, der Geruch soll potenzielle Motten vertreiben.