Wenn Hitze im Hochsommer dem Rasen zu schaffen macht

Wenn im Sommer das Thermometer Temperaturen über 30 Grad Celsius anzeigt und kein Regen in Sicht ist, können sich Rasenbesitzer nicht entspannt zurücklehnen und die Hitze genießen. Damit sich der Rasen auch während der heißen Sommermonate dicht und in sattem Grün präsentieren kann, muss er regelmäßig gewässert und gepflegt werden. Worauf es bei der Rasenpflege im Hochsommer ankommt, erfahren Sie hier.

Höhere Graslänge schützt den Boden vor Austrocknung

Während Hitzeperioden empfiehlt es sich, das Gras etwas länger wachsen zu lassen. Wer in dieser Zeit seinen Rasen auf die übliche Höhe von drei bis fünf Zentimetern kürzt, riskiert, dass durch Hitze und Sonneneinstrahlung eine große Menge Wasser im Erdreich verdunstet und in der Folge die Rasenfläche vertrocknet. Stattdessen ist es ratsam, den Rasen auf eine Höhe zwischen sechs bis acht Zentimeter zu mähen. Durch die etwas längeren Grashalme wird die Erde auf natürliche Weise beschattet und vor dem Vertrocknen geschützt.

Sollte die Hitze andauern und das Gras allmählich zu hoch werden, ist es vorteilhaft, wenn Sie das Mähen in die Abendstunden verlegen. Durch die etwas kühleren Temperaturen am Abend trocknen die Schnittstellen an den Grashalmen nicht so leicht aus und können sich während der Nachtstunden wieder verschließen. Ist die Hitzeperiode beendet, empfiehlt es sich, den Rasen zunächst nur ein wenig kürzer und erst einige Tage später auf Normallänge zu schneiden. Ein sofort vorgenommener „Radikalschnitt“ würde dagegen die Rasenpflanzen unnötig strapazieren.

Bei Hitze ist bei der Rasendüngung Vorsicht geboten

Für ein gesundes Wachstum benötigen Rasenflächen eine regelmäßige Düngung. In diesem Zusammenhang empfehlen sich drei Rasendüngungen pro Jahr: Die erste Düngung erfolgt in der Regel zu Beginn der Vegetationsperiode im Frühling, die zweite folgt bei normaler Witterung Ende Juni und die letzte wird idealerweise zu Beginn des Herbstes durchgeführt.

Herrschen während der zweiten Düngeperiode im Sommer Hitze und Trockenheit, so ist bei der Rasendüngung Vorsicht geboten. Da aufgebrachter Dünger bei übermäßiger Sonneneinstrahlung die Grashalme leicht verbrennen kann, ist es ratsam, den Rasendünger während der Abendstunden aufzubringen. Anschließend sollte der Rasen gründlich gewässert werden, da auf diese Weise der Dünger besser gelöst wird und seine Inhaltsstoffe einfacher vom Boden aufgenommen werden können.

TIPPS FÜR DIE RASENBEWÄSSERUNG IM SOMMER

Zeitpunkt der Bewässerung ist entscheidend

Bei großer Hitze sollten Sie Ihren Rasen auf keinen Fall tagsüber bewässern, wenn er von der Sonne beschienen wird. Die starke Sonneneinstrahlung führt dann dazu, dass das Gießwasser verdunstet, noch bevor es von den Wurzeln aufgenommen werden kann. In der Folge bilden sich braune Flecken auf der Rasenoberfläche und diese trocknet zunehmend aus. Um dies zu vermeiden, sollten Sie Ihren Rasen am besten während der frühen Morgenstunden gießen, denn zu diesem Zeitpunkt ist die Erde noch schön kühl und das Wasser kann gut vom Boden aufgenommen werden. Alternativ können Sie die Bewässerung aber auch während der fortgeschrittenen Abendstunden vornehmen, wenn sich der Boden bereits etwas abgekühlt hat.

Wenn Hitze im Hochsommer dem Rasen zu schaffen macht

Rasen zwei- bis dreimal wöchentlich bewässern

Viele Gartenbesitzer vertreten die Annahme, dass ihr Rasen während Hitzeperioden täglich gesprengt werden sollte. Da aber eine seltenere, aber umso intensivere Bewässerung dem Rasen deutlich besser bekommt, ist es ratsam, den Rasen bei großer Trockenheit zweimal wöchentlich mit Wasser zu versorgen. Hierbei empfiehlt es sich, jeweils zwischen 10 und 25 Litern Wasser pro Quadratmeter auszubringen. Die genaue Wassermenge hängt davon ab, ob der Boden eher sandig oder lehmig beschaffen ist. Flachwurzelnde Rasenpflanzen können in einem sandigen Boden weniger Wasser aufnehmen, als tiefwurzelnder Rasen in einem lehmigen Boden, da dieser die Feuchtigkeit besser hält.

Die jeweils benötigte Wassermenge sollte in diesem Zusammenhang langsam und gleichmäßig aufgebracht werden, weswegen Sie für die Bewässerung besser einen Rasensprenger als einen Gartenschlauch verwenden sollten. Je nach Form der Rasenfläche können Sie zu diesem Zweck auf einen Schwenkregner oder einen Impuls-Rasensprenger zurückgreifen.

Schlauchsysteme:

Ob Tropfbewässerung, Kreis-, Viereck- oder Vielflächenregner:Schlauchsysteme gibt es für unterschiedliche Flächengrößen und – formen. Ihre Vorteile: Sie sind schnell aufgebaut, lassen sich variabel platzieren und gut an jede Rasenfläche anpassen.

Automatische Steuerung:

Steuerungssysteme ermöglichen die zeitliche Steuerung des Regners. Ihr Vorteil: Sie ermöglichen das Wässern in den frühen Morgenstunden und in Urlaubszeiten sowie die gezielte Bewässerung einzelner Pflanzen mit höherem Wasserbedarf oder die getrennte Beregnung einzelner Sektoren. Weitere Informationen zur automatischen Steuerung:zur Lesestrecke

Versenksysteme:

Versenkregner werden inklusive der Wasserversorgung im Boden versenkt. Ihre Vorteile: Sie eignen sich vor allem für große Gärten und Rasenflächen, stören nicht beim Rasenmähen und sorgen dank Sensoren für eine optimale Bodenfeuchtigkeit. Voraussetzung sind allerdings eine exakte Planung und viel technisches Know-how.