Was Sie vor der Anschaffung einer Katze beachten sollten

Für die Anschaffung einer Katze gibt es zweifellos gute Argumente: Ein Stubentiger bereichert das Leben, wirkt sich positiv auf die Stimmung im häuslichen Umfeld aus und fördert nachweislich das Verantwortungsbewusstsein bei Kindern. Bevor Sie sich eine Katze zulegen, sollten Sie trotzdem in sich gehen und sich die Frage stellen, ob Ihre Wohnumfeld und Ihre private Situation dies überhaupt zulässt. Denn mit einem gefüllten Futternapf und ein paar Streicheleinheiten ist es nicht getan. Welche Aspekte Sie vor der Anschaffung einer Katze entsprechend berücksichtigen sollten, erfahren Sie hier.

Katzenhaltung setzt Einverständnis des Vermieters und geeignete Wohnverhältnisse voraus

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, sich eine Katze zuzulegen, gilt es zunächst sicherzustellen, dass Sie überhaupt Haustiere in Ihrer Wohnung halten dürfen. In den meisten Mietverträgen ist die Haltung von Hunden oder Katzen von vorneherein untersagt und erfahrungsgemäß lassen nur wenige Vermieter diesbezüglich mit sich reden. Halten Sie trotz bestehenden Verbots eine Katze in Ihrer Wohnung, droht die Auflösung des Mietverhältnisses.Ist die Katzenhaltung bei Ihnen erlaubt, sollten Sie sich weiterhin darüber im Klaren sein, dass selbst ruhige Stubentiger Schäden im Haushalt verursachen können: Dies beginnt mit heruntergefallenen Vasen oder Lampen und endet mit verkratzten Holzböden oder Möbelstücken. Daneben verlieren Katzen regelmäßig Haare, wodurch Polstermöbel und Kleidungsstücke regelmäßig gereinigt werden müssen. Noch wichtiger ist es, dass sich die Katze in Ihrem häuslichen Umfeld wohlfühlen kann und Ihre Wohnverhältnisse eine artgerechte Haltung ermöglichen: Somit ist es wichtig, vor der Anschaffung des Tieres die Überlegung anzustellen, ob sie genug Platz für einen Kratzbaum, ein Schlafkörbchen oder für das Aufstellen einer Katzentoilette haben.

Alle Familienmitglieder sollten mit Katzenhaltung einverstanden sein und keine Katzenhaarallergie haben

Möchte nur ein Familienmitglied eine Katze haben, ist es keine gute Lösung, sich einen Stubentiger anzuschaffen: Katzen sind sehr sensible Tiere und merken sofort, wenn sie von einigen ihrer Bezugspersonen zurückgewiesen und nicht akzeptiert werden. Aus diesem Grund sollten nach Möglichkeit alle Familienmitglieder mit der Entscheidung einverstanden sein, auch weil sich nicht nur eine Person die ganze Zeit allein um das Tier kümmern kann.

Daneben ist es ratsam von der Anschaffung einer Katze abzusehen, wenn ein Mitglied Ihrer Familie von einer Katzenhaarallergie betroffen ist. Diese äußert sich bei den Betroffenen durch Symptome wie tränende Augen, häufigem Niesreiz, allergischem Husten und Schnupfen, Hautreaktionen sowie Asthma.

Was Sie vor der Anschaffung einer Katze beachten sollten

Haltung von Katzen erfordert Zeit und Aufmerksamkeit

Wenn Sie berufstätig sind und täglich länger als fünf Stunden am Stück nicht zuhause sind, sollten Sie entweder ganz von der Anschaffung einer Katze absehen oder mindestens zwei der Tiere halten. Obwohl Katzen als Einzelgänger gelten, ergeben sich zu zweit viel mehr Beschäftigungsmöglichkeiten und Ihre Abwesenheit fällt nicht so sehr ins Gewicht.

Weiterhin ist es wichtig, dass Sie sich pro Tag mindestens eine halbe Stunde Zeit dafür nehmen, mit dem Tier zu spielen und auch Zeitfenster für die Pflege des Stubentigers einplanen: Dazu gehört, neben der täglichen Versorgung mit Futter und Wasser, auch die regelmäßige Fell-, Zahn- und Krallenpflege. Da Katzen auch einmal krank werden und regelmäßig Impfungen benötigen, ist auch Zeit für Tierarztbesuche einzuplanen.

Katzenhaltung verursacht regelmäßige Kosten

Während sich die reinen Anschaffungskosten für eine Katze zumeist in Grenzen halten, verursacht ihre Haltung regelmäßig Kosten: Während Zubehörartikel wie eine Katzentoilette oder Futternäpfe in der Regel nur alle paar Jahre neu erworben werden müssen, fallen regelmäßige Kosten für Futter, Katzenstreu und für Impfungen oder Untersuchungen beim Tierarzt an.

Zusätzlich können Kosten anfallen, wenn Sie in den Urlaub fahren möchten und niemand in Ihrem Bekanntenkreis das Tier betreuen kann. In diesem Fall müssen Sie Ihre Katze in einer kostenpflichtigen Katzenpension unterbringen oder einen Catsitter mit der Betreuung des Tieres beauftragen.