Unser Vogel-Ratgeber

Vogelhäuser - Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Selbstgebautes Futterhaus

Die Auswahl an Vogelfutterhäusern ist riesig und lässt für Balkon- und Gartenbesitzer kaum Wünsche übrig. Nach welchen Auswahlkriterien Sie sich für ein Futterhaus entscheiden sollten und was man sonst noch beachten sollte, lesen Sie in diesem Ratgeber.

Noch bevor sich der Winter durch Bodenfröste oder geschlossenen Schneedecken im Garten, der Terrasse oder dem Balkon festsetzt, sollte mit Vogelfütterung begonnen werden. Denn noch bevor das natürliche Nahrungsangebot versiegt, lernen die Vögel schnell, dass es eine neue beständige Futterquelle gibt.

Sie haben kein Vogelfutterhäuschen? Dann helfen Ihnen folgende Tipps. Sie können grundsätzlich Ihr Futterhaus selber bauen oder im Raiffeisen-Markt kaufen. Dabei unterscheidet man zwischen Fütterhäuschen mit stabilem Fußständer oder hängenden Modellen, die z.B. an Wänden oder kräftigen Zweigen sicher befestigt werden.

Gefahr am Vogelfutterhaus

Für jeden Gartenliebhaber und Balkonbesitzer das richtige Vogelfutterhaus

Die freistehende Vogelfutterstation sollte mindestens 150 cm hoch sein, um einen Schutz vor dem Hauptfeind Katze, aber auch dem Marder zu ermöglichen. In unmittelbarer Umgebung der Futterquelle sollte es auch nach Möglichkeit keine Versteck- oder Anpirschmöglichkeiten für Vogelfeinde geben. Durch diese Rundumsicht können Vögel herannahende Katzen besser sehen und können davonfliegen. Umsichtige Katzenbesitzer binden freilaufenden Katzen ein Katzenglöckchen an das Halsband. Ein geräuschloses Anschleichen wird somit fast unmöglich.

Damit Sie für viele Jahre Freude an Ihrem Vogelhaus haben, sollten Sie auf hochwertiges Material und eine solide Verarbeitung achten. Wählen Sie daher Futterstationen mit massiven Bauteilen von heimischem Holz. Meiden Sie Varianten aus Spanplatte oder Sperrholz, diese Konstruktionen halten oft nur eine Saison.

Wichtig ist ein großzügig bemessener Dachüberstand, um das Futter und auch die hungrigen Vögel vor Regen und Schnee schützen zu können. Kontrollieren Sie Ihr Futterhäuschen auch regelmäßig auf den hygienischen Zustand. Futterreste und Vogelkot müssen immer wieder entfernt werden.

Vogelhäuser - Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Vogelfutterstelle: Futtersilo / Futterzylinder

Heimische Gartenvögel brauchen artgerechtes Vogelfutter

Je größer Sie das Futterhaus wählen, desto mehr Landeplätze stehen zur Verfügung. Denn viele Einflugschneisen mindern das Risiko von Streitigkeiten und Futterneid unter den verschiedenen Vogelarten.

Vogelhäuschen zum Aufhängen sind kleiner und häufig als Futtersilo oder Futterzylinder zu kaufen.

Am unteren Ende des Futtersilos sind Öffnungen, die nur soviel Futter raus lassen, wie von den Vögeln weggepickt werden kann. Diese Futterspender eignen sich besonders gut für Körnerfresser, da das Körnerfutter besser nachrieselt als z.B. platte Haferflocken. Ein Hygieneproblem entsteht bei dieser Variante nicht, da die Vögel beim Koten mit dem Futter in Berührung kommen können. Die Befüllung mit Körnerfutter ist sehr einfach. Die Futterspender verfügen über ein Kippdach oder der Regenschutz ist komplett abnehmbar.

Bei plötzlicher Flucht der Vögel werden Glasscheiben nicht immer erkannt, deshalb sollte die der Futterplatz auf Ihrem Balkon oder der Terrasse zur Glasfront mindestens 2 Meter entfernt sein.

Meisen sind Weich- und Körnerfutterfresser

Grob lassen sich Gartenvögel in zwei Nahrungsgruppen unterteilen: Weichfutter- und Körnerfresser

Weichfutterspezialisten fressen Haferflocken, Kleie, Rosinen, Obststücke und kleinste Samen (Mohn) und suchen sich Ihre natürlichen Futterquellen bodennah. So wie Amsel, Zaunkönig, Rotkehlchen, Heckenbraunelle, Zaunkönig oder Star.

Körnerfresser haben einen sehr kräftigen Schnabel und fressen bevorzugt Sonnenblumen, Hanf und Nussbruch. Grünfink, Buchfink, Dompfaff, Sperling und Ammer zählen zu den Körnerfresserspezialisten. Weich- und auch Körnerfutter können Meisen, Spechte und Kleiber verwerten.