Teichpflanzen – Wichtig für das ökologische Gleichgewicht im Gartenteich

Bei der optischen Gestaltung von Gartenteichen spielen Teichpflanzen für viele Teichbesitzer eher eine Nebenrolle. Dabei erfüllen Unterwasserpflanzen wie Hornblatt, Wasserpest und Tausendblatt zahlreiche wichtige Funktionen für das biologische Gleichgewicht im Teichwasser. Hier erfahren Sie, warum Unterwasserpflanzen so wichtig für das Ökosystem Teich sind und welche Wasserpflanzen für Gartenteiche besonders gut geeignet sind.

Unterwasserpflanzen hemmen das Algenwachstum

Während der Sommermonate sind Gartenteiche häufig einer starken Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Durch das Sonnenlicht und die steigenden Wassertemperaturen finden Algen ideale Wachstumsbedingungen, insbesondere wenn das Teichwasser zusätzlich noch einen hohen Nährstoffgehalt aufweist. In der Folge kommt es dann zu einem starken Algenwachstum, durch welches das biologische Gleichgewicht im Gartenteich leicht kippen kann. Besonders das Ende dieser sogenannten „Algenblüte“ ist problematisch: Dann sinken die abgestorbenen Algenfäden auf den Teichgrund und werden dort zersetzt, wodurch viel Sauerstoff verbraucht wird. Der daraus resultierende Sauerstoffmangel im Teichwasser kann dazu führen, dass sämtliche Lebewesen im Teich zugrunde gehen und schließlich das Gewässer umkippt.

Mit dem Einsetzen von Unterwasserpflanzen können Sie dieser Gefahr entgegenwirken: Teichpflanzen wie Wasserpest, Tausendblatt und Co. entziehen dem Wasser viele gelöste Nährstoffe und binden diese in Form von Biomasse, etwa durch die Ausprägung von Stängeln und Blättern. Somit stehen sie in direkter Nahrungskonkurrenz zu den Algen und entziehen diesen die Lebensgrundlage, wodurch das Algenwachstum im Teich eingedämmt wird. Diese „naturnahe Wasserreinigung“ hat darüber hinaus den positiven Effekt, dass das Teichwasser wesentlich klarer wird und der Einsatz von Algenbekämpfungsmitteln deutlich reduziert werden kann.

Unterwasserpflanzen sind wichtige Sauerstoffproduzenten und bieten Rückzugsräume für Teichbewohner

Unterwasserpflanzen produzieren größere Mengen Sauerstoff und geben diesen über ihre Blätter an das Wasser im Teich ab. Durch den höheren Sauerstoffgehalt im Teichwasser werden die Lebensbedingungen von Fischen und anderen Teichbewohnern entscheidend verbessert. Zusätzlich gelangt Sauerstoff über die Wurzeln der Teichpflanzen in den Boden, wodurch am Teichgrund günstige Bedingungen für den Abbau von organischem Material (abgestorbene Pflanzenreste, Fischkot) geschaffen werden.

Zusätzlich schaffen Sie durch das Einsetzen von Unterwasserpflanzen wichtige Rückzugsorte für die im Teich ansässigen Lebewesen. Gerade dichtere Pflanzenbestände am Teichgrund dienen kleinen Fischen, Kaulquappen und Molchen als gutes Versteck vor potenziellen Fressfeinden und sichern ihr Überleben.

DIE BELIEBTESTEN TEICHPFLANZEN FÜR DEN GARTENTEICH

Tausendblatt

Das Tausendblatt zählt zu den beliebtesten Unterwasserpflanzen für Gartenteiche. Es lässt sich bis zu einer Wassertiefe von zwei Metern im Teich einpflanzen, wobei für die Pflanzung auf jeden Fall spezielle Pflanzkörbe für Teichpflanzen verwendet werden sollten. Das Tausendblatt wächst unter der Wasseroberfläche und sorgt besonders während der Wintermonate für eine Sauerstoffanreicherung im Teichwasser. Seine Blüten können bis zu 15 Zentimeter über die Wasseroberfläche hinausragen. Von Fischen wird die Teichpflanze gerne als Laichplatz verwendet.

Wasserpest

Ihre eher negativ anmutende Bezeichnung bekam diese Wasserpflanze im letzten Jahrhundert verliehen. In dieser Zeit behinderte die stark wuchernde Wasserpest den Schiffsverkehr in vielen Seen und Flüssen. Dieser starke Wuchs macht es nötig, dass diese Unterwasserpflanze in einem Pflanzgefäß in den Gartenteich eingebracht wird. Auf diese Weise kann sich die Wasserpest nicht stark ausbreiten und im Herbst einfach ausgelichtet werden. Durch ihr schnelles Wachstum ist die Wasserpest in der Lage, viele Nährstoffe aufzunehmen und so einem übermäßigen Algenwachstum entgegenzuwirken.

Seerosen

Die Seerose ist die wohl bekannteste und eine der schönsten Unterwasserpflanzen. Da diese Wasserpflanze auf dem Teichgrund wurzelt, sollte sie in einem Pflanzkorb auf dem Grund eingebracht werden. Dieser sollte vor dem Einbringen am besten mit einem speziellen Substrat oder mit lehmiger Erde befüllt werden. Bei kleinen und jungen Exemplaren empfiehlt sich zunächst ein Einpflanzen in Teichbereichen mit geringer Wassertiefe. Wenn die Blätter die Wasseroberfläche erreicht haben, kann die Seerose in tiefere Bereiche umgesetzt werden.

Hornblatt

Das Hornblatt besticht nicht gerade durch eine schöne Optik, bindet jedoch viele Nährstoffe und dämmt so die Algenbildung im Teich ein. Besonders an ihm ist, dass es nicht eingepflanzt werden muss, sondern einfach in den Teich geworfen wird. Seine Triebe treiben frei im Wasser und wuchern sehr stark, wenn das Teichwasser eine hohe Nährstoff-Konzentration aufweist. Während der Wintermonate überwintert das Hornblatt in Form einer Knospe, welche im Frühjahr wieder austreibt.