Teichanlage planen und gestalten

An einem Teich im eigenen Garten zu sitzen, Libellen zu beobachten und dem leisen Plätschern des Wassers zu lauschen, tut Augen und Ohren und der Seele gut.

Wenn Sie möchten, dass sich in Ihrem zukünftigen Biotop das Leben richtig entfalten kann, sollten Sie im Garten eine geschützte Stelle aussuchen, die aber rund fünf Stunden am Tag von der Sonne beschienen wird. Große Laub- oder Nadelbäume als direkte Ufer-Nachbarn sind ungünstig, da abgefallene Blätter und Nadeln die Wasserqualität verschlechtern.

Möchten Sie Ihren Teich mit Fischen besetzen, müssen Sie ihn frostsicher anlegen. Dafür sollte er an seiner tiefsten Stelle mindestens 90 Zentimeter Tiefe messen, so dass die Tiere dort eisfrei überwintern können. Um im Sommer starkes Aufheizen und übermäßigen Algenwuchs zu verhindern, braucht ein Gartenteich ein Volumen von mindestens 400 Litern Wasser pro Quadratmeter Wasseroberfläche.

Grundsätzlich gilt: Je größer und tiefer der Teich ist, desto mehr Gestaltungsmöglichkeiten erlaubt er. Auch die Vielfalt der Pflanzen und Tiere, die sich dort ansiedeln, wächst.

Folie oder Fertigbecken

Um die ausgehobene Teichgrube wasserdicht zu machen, können Sie sie entweder mit einer speziellen Teichfolie auslegen oder ein Fertigbecken aus Polyethylen oder Polyester einsetzen. Planen Sie nur einen kleinen Teich, sind Fertigbecken sehr sinnvoll. Bei ihnen sind verschiedene Pflanzbereiche auf unterschiedlichen Ebenen angelegt, so dass sich trotz der geringen Größe eine natürliche Gestaltung der Gewässerzonen ergibt.

Bei Teichen mit mehr Fläche empfiehlt sich hingegen Teichfolie. Sie ist nicht nur preisgünstiger, sondern ermöglicht auch die Gestaltung der Teichform nach eigenen Vorstellungen. Je nach Grad der Beanspruchung können Sie einschichtige, duplierte oder Kautschukfolie wählen, die alle in unterschiedlichen Stärken angeboten werden. Im Gegensatz zu normaler Baufolie sind sie UV-, schweißnaht-, verrottungs-, kälte- und maßbeständig. Außerdem widerstehen sie Pflanzenwurzeln und geben keine Stoffe ab, die Fische gefährden.

Steinfolie ist zwar nicht wasserdicht, aber gut geeignet, um die Uferzone des Teiches naturnah zu gestalten. Sie ist mit kleiner Steinchen-Körnung besetzt und wird am Übergang vom Wasser zum Land angebracht. Auch schöne Solitär-Steine in verschiedenen Größen, kleine mit Kies ausgelegte Buchten sowie Sandflächen schaffen natürliche Übergänge vom Wasser zum Teichrand. Uferpflanzen sollten Sie ebenso wie Wasserpflanzen zu Beginn nur in Maßen setzen, viele werden schnell üppig.

Teichanlage planen und gestalten

Hilfreiche Filter und Pumpen

Ein wichtiges Thema bei der Anlage eines Gartenteiches ist die Teichtechnik. Ein größerer Teich mit gutem Standort und ausgewogenem Nährstoffanteil bleibt auch ohne Hilfsmittel im biologischen Gleichgewicht. Sobald Sie aber Fische einsetzen, wird es ohne Filter und Pumpe schwierig: Durch Kot und Futterreste steigt die Phosphat- und Stickstoffkonzentration. Daraus kann dann im Sommer schnell ein starkes Algenwachstum entstehen.

Außerdem verringert sich bei warmen Außentemperaturen der Sauerstoffanteil im Wasser. Da eine Nachrüstung meistens aufwändig ist, sollten Sie besser von Beginn an ein Filtersystem einbauen. Es gibt Durchlauf- und Druckfiltersysteme, die sich einfach und schnell installieren lassen. Sie sorgen dafür, dass das Wasser sauber bleibt. Eine Teichpumpe sichert gleichzeitig einen ausreichenden Sauerstoffgehalt. Gute Pumpen haben eine hohe Umwälzleistung bei geringer Wattzahl und verbrauchen auf diese Weise nur wenig Strom. Immer beliebter werden Solarpumpen, die nur durch Sonnenergie betrieben werden. Sie arbeiten mittlerweile sogar bei bedecktem Himmel und in der Nacht.