Spezielle Fellpflege bei Pferden im Frühjahr

Das Fell eines Pferdes sollte glänzend, sauber und dicht sein. GründlichesBürsten gehört zur täglichen Pflege bei Reitpferden. Neben der normalen Pflege gibt es aber Zeiten, in denen der Reiter ein zusätzliches Augenmerk auf das Fell seines Vierbeiners haben sollte: Zum Beispiel der Fellwechsel im Frühling.

Das dichtere Winterfell wird dann abgestoßen, es sieht dabei struppig und matt aus, es haart stark und das Pferd scheuert sich ständig. Sie helfen dem Tier, wenn Sie es in den kommenden Wochen besonders gründlich putzen. Das unterstützt den Fellwechsel und regt die Durchblutung der Haut an.

Das passende Werkzeug zum Bürsten

Mit einemGummistriegel entfernen Sie den Schmutz aus dem Fell. Dabei wird der gesamte Körper mit kreisenden Bewegungen gesäubert, nur nicht die Beine und der Kopf. Stehen die Pferde tagsüber auf der Koppel, putzt man sie sowohl vor dem Reiten als auch sehr gründlich danach. Schmutz und Schweißrückstände müssen ordentlich herausgebürstet werden, damit keine Druck- und Scheuerstellen entstehen.

Den groben Schmutz an den Beinen entfernen Sie vorsichtig mit einerWurzelbürste. Ein weiteres wichtiges Werkzeug zur Fellpflege ist dieKardätsche: Hierbei handelt es sich um eine eher weiche Bürste, mit der man den Kopf unter Auslassung der empfindlichen Stellen (Augen und Nüstern) bürstet. Außerdem entfernt man damit Staub, Schmutz und die Haare, die vom Gummistriegel am Körper gelöst wurden. Die langen Haare werden mit einerMähnen- und Schweifbürste gekämmt. Dabei möglichst sanft durch die Haare fahren, um keine auszureißen.

Im Raiffeisen-Markt oder in unserem Onlineshop wird besonderesMähnen-, Schweif- und Fellglanzspray angeboten. Es verhindert Verknotungen und Verfilzungen und verleiht dem Langhaar und dem Fell seidigen Glanz. Noch hübscher wird der Schweif, wenn er vor dem Einsprühen hin und wieder mitShampoo gewaschen wird.

Nach dem Reiten wird das Fell des Pferdes im Bereich von Sattel und Gurt zusätzlich mit einemNadelstriegel abgebürstet. Das geschieht auch gegen den Strich, damit die Haare sich wieder aufrichten und nicht einwachsen. Damit vermeiden Sie eine schmerzhafte Haarwurzelentzündung.

Ein bisschen Öl ins Futter

Zum Fellwechsel sorgt zusätzliches Öl im Futter für ein glänzendes Fell. Bestens geeignet istLeinöl. Dabei gibt man einfach zwei bis drei Esslöffel über das Futter und die Pferde kommen in den Genuss ungesättigter, gesunder Fettsäuren. Das ist nicht nur gut für schönes Fell, sondern auch für den Darm, denn der kann die Vitamine aus dem Futter so viel besser aufnehmen. Ist das Fell nach der langen Winterperiode trotz ständiger Fellpflege matt und stumpf, kann auch ein Mineral- und Vitaminmangel die Ursache sein. Dann wirken die Pferde oft schlapp, müde und lustlos. Eine kleine Vitaminkur kann hier wahre Wunder wirken.