Sommerekzem bei Pferden vermeiden

Sommerliche Plagegeister wie Stechgnietzen und Kriebelmücken stechen bevorzugt Weidetiere wie Pferde und Ponys. Einige Tiere leiden besonders: Sie reagieren allergisch auf den Speichel der Blutsauger und entwickeln Ekzeme. Besonders an den Mähnenkämmen und Schweifrüben finden sich dann durch den quälenden Juckreiz hervorgerufene, blutig aufgescheuerte Stellen. In der Folge besiedeln weitere Bakterien und Pilze die Haut und verschlimmern das Problem: Die Wunden beginnen zu nässen, vereitern und die Haare fallen aus. In extremen Fällen sind sogar die Unterseite des Brustkorbes und der Bauch betroffen.

Neue Studienergebnisse zum Sommerekzem

Das sogenannte Sommerekzem kann bei allen Pferderassen auftreten. Laut einer Studie der FU Berlin ist die Veranlagung zur Erkrankung zu 30 Prozent genetisch bedingt. 70 Prozent machen verschiedene Umwelteinflüsse aus: Dunkle Pferde sind eher betroffen als helle, auch Übergewicht und Mangelernährung erhöhen das Risiko. Entscheidend ist zudem der Lebensraum.

Windstille Wiesen am Wasser meiden

Pferde auf Weiden in der Nähe von Bächen, Tümpeln und Teichen sind besonders betroffen. Je höher die Insektenbelastung vor Ort ist, desto häufiger erkranken die Tiere an dem Ekzem. Als Pferdebesitzer können Sie Ihre Tiere im Sommer schützen. Die Mücken sind vor allem in der Dämmerung aktiv und fliegen bei windstillem, schwülwarmem Wetter. Lassen Sie Ihre Tiere in dieser Zeit besser im Stall. Nachts und tagsüber bei Wind und trockener Wärme können Pferde ohne Probleme auf die Weide.

Das hilft gegen Stechmücken

EineFliegenschutzdecke mit Hals- und Kopfteil ist als vorbeugende Maßnahme zu empfehlen. Betroffene Pferde kommen mit sogenanntenEkzemer-Decken gut klar. Diese Decken sind etwas robuster und der Stoff ist dicker als bei dem herkömmlichen Fliegenschutz. Grundsätzlich sollten Sie schon vor der ersten Mückenattacke zu den Schutzdecken greifen.

Sommerekzem bei Pferden vermeiden

Auch Insektenschutzmittel wie z. B. DERBY®Insektenschutz oderBremsen-STOP sind als wirksame Abwehrmaßnahme geeignet. Cremes und Sprays müssen dabei täglich angewendet werden. Das Auftragen von mineralischen Ölen und fetthaltigen Lotionen bildet einen Fettfilm auf der Haut und erschwert das Eindringen von Mückenstacheln.

Ist ein Tier bereits erkrankt, hilft nur der Anruf beim Tierarzt. Er verschreibt die passenden Medikamente. Vermeiden Sie unbedingt den direkten Hautkontakt mit offenen Wunden. Durch das Einbringen von Bakterien verschlimmern Sie möglicherweise die Erkrankung. Gegen den quälenden Juckreiz können Sie das Pferd in jedem Fall mit der DERBY®Hautlotion einreiben. Das bestehende Ekzem wird dadurch zwar nicht geheilt, aber dem Pferd verschafft es Linderung.