So überleben Ihre Fische und Teichbewohner im frostigen Winter

Ein Gartenteich ist eine individuelle Verschönerung des eigenen Gartens. Egal ob als Naturteich oder Zierteich angelegt, bietet dieses kleine Ökosystem vielen Tieren einen artenreichen Lebensraum. Wie Ihre Teichbewohner den Frost im Winter überleben, lesen Sie in diesem Ratgeber.

Viele Tiere haben im Winter ihre eigene Überlebensstrategie entwickelt. Stoffwechselfunktionen und Energieverbrauch müssen auf ein Minimum reduziert werden. Auch für die Fische im Teich ist ein sicheres Überleben nicht immer garantiert.

Für ein erfolgreiches Überwintern vom beliebtesten Zierfisch, dem Goldfisch, ist in einem Teilbereich des Gartenteiches eine Wassertiefe von 150cm zwingend nötig. Bei heimischen Fischen reichen auch schon 80cm Wassertiefe.

Teichoberfläche muss bei Frost eine eisfreie Wasserstelle haben

Für einen garantierten eisfreien Bereich auf der Teichoberfläche sind technische Hilfsmittel nötig. Das Angebot im Fachhandel von Eisfreihaltesystemen ist vielfältig. Schwimmende Styroporinseln haben spezielle Lüftungsschlitze oder Luftdüsen, die für einen regelmäßigen Luftaustausch sorgen. Es gibt schlichte Modelle oder spaßige Ausführungen (Pinguin, Eisbär, Schneemann), die nicht nur Kinderaugen erfreuen. Ab und zu ist eine Kontrolle der Eisfreihalter angebracht. Kleine Laubblätter oder andere Verunreinigungen können den Gasaustausch behindern.

Günstiger ist der Gebrauch von Schwimmholz, Bällen oder verschlossenen leeren Plastikflaschen, die mit Garn in Hauptwindrichtung in der Mitte des Teiches fixiert werden. Bei Wind bleiben die Gegenstände in Bewegung und verhindern so das Zufrieren.

Bei starkem Dauerfrost stoßen diese Teichhilfsmittel allerdings an Ihre Grenzen. Bei langen Dauerfrostperioden helfen Teichheizungssysteme, die über eine Stromversorgung den Randbereich der Styroporinsel mit einem Heizstab eisfrei hält. Ein Temperaturfühler regelt die Stromzufuhr.

Ein fest zugefrorener Teich sollte niemals mit grober Gewalt aufgeschlagen werden. Fische haben eine empfindliche Schwimmblase, die bei den entstehenden starken Druckwellen Schaden nehmen könnte. Bohren oder sägen Sie die entsprechende Eisfläche auf.

Fische außerhalb des Teiches sicher überwintern

Wenn Sie Ihren Teich im frostigen Winter nicht eisfrei halten können oder Ihr Teich nicht tief genug ist, können Goldfische auch alternativ in geeigneten Kaltwasserbehältern überwintern. Eine große Regentonne oder ein altes großes Aquarium wären passende Winterquartiere. Futter brauchen Fische im Winter nicht, sie leben im Winter von ihren Reserven. Eine Belüftung für eine ausreichende Sauerstoffversorgung ist normalerweise auch nicht nötig. Wichtig ist ein frostfreier und kalter Standort, z.B. in der unbeheizten Garage oder im kalten Keller.

So überwintern Amphibien im Gartenteich

Auch Frösche und Lurche drosseln, wenn es bei uns kalt wird, den gesamten Stoffwechsel. Amphibien fallen bei sinkenden Temperaturen in eine regelrechte Winterstarre. Deshalb wandern sie gezielt vor der drohenden Winterstarre zu ihren Laichplätzen und vergraben sich im Schlamm oder Wurzelwerk.

Frösche können auch über die Haut atmen, bei dem extrem reduzierten Stoffwechsel reicht das auch aus. So ist eine geschlossene Eisschicht für das Überleben von Fröschen nicht kritisch. Problematisch könnte allerdings die Sauerstoffversorgung sein, wenn organisches Material z.B. Laubblätter, sauerstoffzerrend durch Mikroorganismen verstoffwechselt werden. Bei stark sinkender Sauerstoffkonzentration erstickt der Frosch. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie im Herbst Ihre Teichoberfläche frühzeitig von Blättern befreien.