Wie werden Pferde richtig abgeduscht?

Auch Pferde schwitzen, nicht nur beim Ausritt und Training, sondern im Sommer bei Hitze auf der Weide oder auch im Stall. Damit das Pferd beim Duschen nicht unerwartet reagiert oder sogar Kreislaufprobleme bekommt, sollte man einige Regeln beachten. Lesen Sie hier, was Sie beachten sollten.

In den Sommermonaten schwitzen Pferde intensiver, als in den anderen Monaten des Jahres. Werden Pferde dann nicht geduscht oder haben keine Möglichkeit bei lauwarmen Regen auf der Weide zu stehen, trocknet der Schweiß im Fell.

In Kombination mit Dreck und Pollen aus der Luft kann das Pferdefell stark verkleben. Dies verursacht weiteren Hitzestau und fördert unerträglichen Juckreiz. Entzündungen und Hautekzeme können so leicht entstehen.

Bei großer Hitze brauchen Pferde eine Abkühlung

Je intensiver ein Pferd nach altem Schweiß riecht, desto mehr lästige Blutsauger (Dasseln, Bremsen, Fliegen) werden das Pferd zusätzlich stressen. Mit regelmäßiger Pferdewäsche schaffen Sie hier Abhilfe. Im Sommer ist das Duschen für die meisten Pferde eine willkommene Abkühlung. Allerdings sollte man darauf achten, dass es mit nicht zu kaltem Wasser durchgeführt wird. Es gibt schreckhafte oder wasserscheue Pferde, die lieber mit einem Schwamm und lauwarmen Wasser erfrischt werden wollen.

Bei allen anderen Pferden nimmt man den Wasserschlauch und beginnt immer zuerst langsam an den Pferdehufen und am Fesselgelenk. Von dort arbeitet man sich nach und nach zum Körper vor. Diese Reihenfolge ist wichtig, damit sich der Kreislauf an das kühle Nass gewöhnen kann.

Den Pferden, die direkt vom Freilauf oder der Reitstunde kommen, sollten Sie noch Zeit zum Abkühlen und Pausieren geben. Eine Dusche direkt nach großer Anstrengung könnte den Kreislauf zu stark belasten.

Wie Sie Pferde richtig abduschen

Gewaschene Pferde vertragen keine Zugluft

Nasse Pferde vertragen keine Zugluft. Auch wenn es im Sommer warm ist, kann sich das Pferd schnell verkühlen. Erkältungen und Muskelverspannungen können die Folge sein.

Ein unnötiges Auskühlen erreichen Sie dadurch, indem Sie das nasse Fell mit einem Schweißmesser abziehen. So entsteht nicht so viel Verdunstungskälte durch das Abtrocknen.

Ein Einschäumen mit Pferdeshampoo sollte nur selten stattfinden, um die Schutzfunktion der Haut nicht zu schädigen. Bei übertriebener Hygiene kann die Pferdehaut schnell von unerwünschten Pilzen und Bakterien befallen werden.