Was gibt es bei dem Pferdetransport zu beachten?

Für die meisten Pferde bedeutet eine Fahrt im Anhänger Stress. Ist das Tier zum ersten Mal auf großer Fahrt, können Sie ihm die Reise erleichtern, indem Sie mit ihm vorher üben. Das Training umfasst das Einsteigen über die Rampe in den Anhänger/Transporter und das Rückwärtsgehen beim Aussteigen. Beides kann zwischendurch trainiert werden, sodass es zu einem Gewöhnungseffekt kommt.

Fühlt sich das Pferd nun sicher, können Sie mit ihm eine kleine Runde im Anhänger/Transporter drehen. Spezielle Anbinder wie PVC-überzogene Ketten, stabiles Nylonband mit Panikhaken (Bull) oderGummi-Anbinder gehören mit vorgegebener, passender Länge zur Grundausstattung beim Pferdetransport. Damit sorgen Sie dafür, dass Ihr Pferd sich während der Fahrt nicht unnötig bewegt und relativ still steht. Das kurze Fahrtraining kommt nicht nur Ihrem Pferd zugute: Es hilft auch Ihnen, sich an das Fahren mit voller Ladung und Anhänger zu gewöhnen.

Pferdetransport bei maximal 80–100 km/h

Die gesetzlichen Bestimmungen sehen vor, dass nur Fahrer mit Führerschein und Lizenz der Klasse E einen Pferdetransport durchführen dürfen. Außerdem müssen Sie klären, ob das Fahrzeug die Anhängelast ziehen darf. Die Daten finden Sie in Ihren Fahrzeugpapieren. Das Gesamtgewicht des Pferde-Anhängers setzt sich aus dem Leergewicht und der Ladung zusammen. Auch hier finden Sie in den Papieren den Wert, für welches Gewicht Ihr Fahrzeug ausgelegt ist. Während der Fahrt ist der Pferdeanhänger automatisch über Ihr Auto mitversichert. TÜV, Steuerpflichtigkeit bei nichtlandwirtschaftlichen Fahrzeugen und gesetzliche Haftpflicht sind zu beachten!

Gut versorgt beim Pferdetransport

Damit es dem Pferd auf der Reise an nichts mangelt, werden Kraftfutter und Wasser in einer Turnierfutterkrippe am Ausflugsziel angeboten. Für Heu gibt esHeunetze in verschiedenen Größen. Diese werden in den Anhänger gehängt, sodass das Pferd auch während der Fahrt daraus fressen kann. Unterwegs braucht Ihr Tier Frischluft. Lassen Sie daher die Fenster ruhig geöffnet, aber nur so, dass kein Zug entsteht.

Bei dem Pferdetransport Verletzungen vermeiden

Die Sicherheit Ihres Tieres steht an erster Stelle. Da Pferde im Anhänger schnell „anecken“ können, müssen Sie einige Vorkehrungen treffen. Damit sich die empfindlichen Beine nicht verletzen, gibt es besondereTransportgamaschen. Sie sind von außen stabil und reißfest und von innen dick gepolstert. Sie sollten so geschnitten sein, dass sie sowohl Röhrbein und Kronrand als auch das Sprunggelenk umschließen und schützen. Am Ende der Reise kontrollieren Sie neben den Beinen zusätzlich die Hufeisen: Die treten sich Pferde im beengten Raum oft mit den Hufen locker.