Mulch schützt die Pflanzen vor Unkraut und Witterung

In der Natur unbedeckte Erde zu finden, erfordert echt Detektivarbeit. Fast überall schützen Laub und Humus den Erdboden vor Austrocknung und Bodenfrost. Diesen Vorgang können Hobbygärtner mithilfe von Mulch imitieren. Hier erfahren Sie was die Auflage sonst noch zu bieten hat und welche Materialien Sie am besten verwenden.

Mulch – natürliche Bodenabdeckung

Mulch ist für die Pflege des Gartens auf biologische Weise essentiell. Er besteht aus verrotteten, zumeist organischen Materialien und muss zur optimalen Wirkung gleichmäßig über die Erde verteilt werden. Diese natürliche Bodenabdeckung bietet viele Vorteile.Rindenmulch ist der Klassiker unter den Mulch-Arten.

Mulch gegen Unkräuter

Mulch schränkt das Wachstum von Unkräutern stark ein und das ganz ohne den Einsatz von Chemie. Die Samen der Unkräuter können nicht in den Boden eindringen oder gar auskeimen. Aber aufgepasst: Mulch ist nicht in der Lage vorhandene Unkräuter zu zerstören. Es gilt also zunächst, den bestehenden Unkräuterbefall zu entfernen, um anschließend Mulch zur Unkrauthemmung zu verteilen.

Mulch für einen besseren Boden und Schutz vor Austrocknung

Die Mulchbedeckung schafft außerdem ein ausgeglichenes Bodenklima. Unter dem Mulch sind die Temperatur- und Feuchtigkeitsverläufe ausgewogener als unter einem unbehandelten Boden. Kleinstlebewesen und Mikroorganismen fühlen sich hier besonders wohl. Dies begünstigt eine hohe Bodenaktivität. Mulch eignet sich nicht nur als Frostschutz in kalten Wintern, sondern hält in den trockenen Sommermonaten auch die Feuchtigkeit länger im Boden.

Wann wird Mulch verwendet?

Gemulcht werden kann für gewöhnlich von Frühjahr bis Herbst. Achten Sie jedoch darauf, Flächen, auf denen frisch ausgesät wurde, zu schonen, da sonst die Gefahr besteht, dass die Samen in ihrem Wachstum gehemmt werden.

Eine gute Vorbereitung des Bodens ist wichtig. Grabegabeln oder eine Ziehhacke bieten sich an, um den Boden zu lockern und ihn von Unkräutern zu befreien. Mulch hat die Eigenschaft Stickstoff zu binden. Daher empfehlen wir den Boden im ersten Schritt stickstoffhaltig zu düngen und anschließend den Mulch zu verteilen.

Die optimale Dicke der Mulchschicht liegt bei drei bis fünf Zentimetern. Im Einzelfall sollten Sie sich aber an der Menge der zu erwartenden Niederschläge orientieren. Die Rechnung ist ganz einfach: Je mehr es regnet, desto dünner muss die Schicht sein. Ansonsten droht Fäulnis. Eine regelmäßig Kontrolle sowie etwaiges Auffüllen der Mulchdecke ist also Pflicht.

Womit wird gemulcht

Pflanzenart und Beschaffenheit des Bodens bestimmen die Auswahl des richtigen Materials für die Düngung. Eine Übersicht:

Rindenmulch

  • Optimale Umgebung: Schatten oder Halbschatten
  • Langsame Verrottung und langfristige Versorgung mit Nährstoffen
  • Geeignet fürs Blumenbeet

Rindenkompost

  • Optimale Umgebung: Offene Böden
  • Geeignet für: Rosen, Steingartenpflanzen und Beetstauden

Herbstlaub

  • Extrem langsame Zersetzung
  • Niedriger pH-Wert
  • Geeignet für: Azaleen und Rhododendren

Rasenschnitt

  • Hoher Stickstoff- und Kaliumgehalt
  • Austragung nur dünn und angetrocknet
  • Geeignet für: alle Pflanzen