Richtige Ausrüstung beim Winterausritt für Reiter und Pferd

Wer schon einmal mit tiefgefrorenen Zehen auf dem Pferd saß oder mit eiskalten Fingern durchparieren musste, weiß, wie unangenehm das ist. Mittlerweile bieten viele Hersteller wintergerechte Reitkleidung, die wärmt und zugleich atmungsaktiv ist.

Für einen Ausritt empfiehlt sich grundsätzlich der „Zwiebellook“ mit mehreren Lagen Kleidungsstücken. Über warme Unterwäsche kommen spezielleReithosen – entweder zum Überstreifen über die normale Reithose oder als Thermoreithose in gefüttertem Softshell-Material oder dick wattiert.

Dicke Socken, warme Stiefel

Kalte Füße freuen sich über kuschelige Lammfellsohlen,Kniestrümpfe und dicke Socken (allerdings sollten die Zehen im Stiefel noch genug Bewegungsspielraum haben).

Alternativ kann man aufReitstiefeletten aus Gummi oder Leder mit Plüscheinsatz zurückgreifen oder sichThermoreitstiefel gönnen. Diese sind mit Mikrofasern isoliert und zusätzlich mit Reflektoren für das Reiten in der Dämmerung ausgestattet. Auch bei der täglichen Stallarbeit sorgen Reitartikelhersteller dafür, dass man warm zu Fuß bleibt: Robuste Thermostallschuhe bieten selbst Matsch und Schnee Paroli.

Schutz für Ohren und Hände

Den Oberkörper verpackt man am besten in Polo-Shirt, Fleece-Jacke und Schal sowie in wind- und wasserdichteFunktionsjacke. Wer keine Mütze unter die Reitkappe bekommt, kann Spezial-Ohrenschützer auf die seitlichen Halteriemen aufziehen. Oder er benutzt eine Helm Cap. Die dünnen Unterziehkappen passen unter jeden Reithelm, der sich in der Weite etwas verstellen lässt.

Je nach Wetterlage ist auch eine Motorradhaube, die das halbe Gesicht umschließt, eine sinnvolle Anschaffung. Ganz wichtig sind aber vor allem gut sitzende, warmeHandschuhe. Hier wartet eine große Auswahl von Modellen aus Neopren, Microfaser und Fleece. Da kann der Frost gerne kommen!

Standfest mit Stollen

Pferde haben in der Regel wenig Probleme mit Kälte. Je nach Wetterlage empfehlen sich allerdings für Ausflüge ins Gelände wasserdichteAusreitdecken mit Fleece-Futter. Für Ritte in der Dämmerung sind diese auch alsReflexdecken erhältlich. Damit beschlagene Pferde bei Schnee und Eis nicht ins Rutschen kommen, sollten sie Stollen tragen - wahlweise zum Einschrauben oder fest angeschweißt. Schneegrips zwischen Hufeisen und Huf sorgen dafür, dass sich kein Schneematsch im Huf festbäckt und das Pferd zum Straucheln bringt. Bei unbeschlagenen Pferden kann man diese Schneeklumpen zumindest für einige Zeit vermeiden, indem man die Hufsohle dick mitHuffett einpinselt.