Reiten lernen: So gelingt der Einstieg

Hat Kinder die Pferdebegeisterung einmal gepackt, scheint sich ihre ganze Welt nur noch um die vierbeinigen Freunde zu drehen. Dennoch muss es nicht gleich das eigene Pferd sein, um dem pferdeverrückten Nachwuchs das Reiten zu ermöglichen. Denn mit eigenen Schulpferden und Ponys bieten viele Reitschulen die Möglichkeit, erst einmal in die Welt des Reitsports hineinzuschnuppern.

Gymnastik auf dem Pferderücken

Beginnen können Kinder schon mit vier Jahren. In Longenstunden, in denen das Pferd von einem Reitlehrer an einem Zügel im Kreis geführt wird, gewöhnen sich die Kleinen zunächst an die noch ungewohnten Bewegungen des Pferdes. Fühlt sich der Pferderücken dann vertraut an, geht es höher hinaus. Auf dem Pferd stehend oder hockend, lernen die Kinder bei sogenannten Voltigierübungen, Gleichgewicht und Haltung zu schulen, eine für den späteren Reitunterricht ideale Basis.

Kleiner Reiter – kleines Pferd

Richtig los mit dem eigenverantwortlichen Reiten geht es ab etwa zehn Jahren. Damit Pferd und Reiter zusammenpassen, erfolgt der Reitstart am besten auf einem Pony. Shetlandponys haben ein maximales Stockmaß von 107 cm und sind damit kleiner als die meisten Reitanfänger. Mit zum Reit- bzw. Voltigierunterricht gehören von Anfang an auch die Arbeiten rund ums Pferd. Denn Putzen, Füttern und Satteln fördern nicht nur den verantwortungsvollen Umgang mit den Tieren, sondern bauen auch eine enge Bindung zwischen Pferd und Reiter auf.

Die richtige Ausrüstung: eine Frage der Sicherheit

Damit das neue Hobby von Beginn an Spaß macht und sicher ist, ist eine gute Grundausrüstung wichtig. Ganz oben steht dabei derReithelm. Er muss gut sitzen und darf nicht verrutschen, um den Kopf bei Stürzen optimal zu schützen. Da Fahrradhelme nicht für einen Sturz vom Pferd ausgelegt sind, sollte auf jeden Fall ein spezieller Reithelm mit einer Drei- oder Vier-Punkt-Befestigung gewählt werden. Ebenfalls zur Erstausstattung gehören eine eng anliegendeHose sowie knöchelhoheReitschuhe mit kleinem Absatz. Nicht zwingend erforderlich ist zunächst eine Sicherheitsweste. Erst wenn Ihr Kind das Springen im Gelände über feste Hindernisse übt, sollte es eine Weste tragen. Kein Muss, aber beim Reitnachwuchs sehr begehrt, ist zudem das erste eigenePutzköfferchen mit allen wichtigen Putzutensilien in kinderfreundlichen Größen.

Reiten lernen: So gelingt der Einstieg

Gute Lehrer und zufriedene Pferde

Viel Sorgfalt gilt es schließlich auf die Wahl des geeigneten Reitstalls zu verwenden. Hilfreich ist es, sich zunächst ein wenig über Pferde, ihre Bedürfnisse und ihre Verhaltensweisen zu informieren, um die Qualität eines Reitstalls besser beurteilen zu können. Pferde brauchen beispielsweise viel Auslauf und Kontakt mit Artgenossen. Gibt es hierzu die entsprechenden Anlagen sowie einen täglichen Weidegang für Schulpferde? Sind außerdem die Ställe sauber, luftig und groß genug, und machen die Pferde einen gepfl egten und ausgeglichenen Eindruck?

Ebenfalls ganz wichtig ist die Qualität des Reitunterrichts, schließlich verbringt der Nachwuchs hier während der nächsten Jahre viel Zeit. So sollte vom Schulpony bis zum Putz- und Sattelzeug eine kindgerechte Ausstattung verfügbar sein, und die fachlich qualifi zierten Reitlehrer sollten gut mit Kindern umgehen können. Wer sich nicht sicher ist, schaut sich eine Reitstunde am besten einmal selbst an. So lässt sich am ehesten entscheiden, wo der Nachwuchs mit seinem neuen Hobby optimal aufgehoben ist.