Rasenpflege im März-April

Der erste Rasenschnitt

Die Rasenpflege beginnt im März, spätestens im April Spätestens im April sollte das erste mal derRasen gemäht werden. Wichtig dabei ist, den Rasen nicht direkt zu kurz zu schneiden, da sich die Halme sonst nicht ausreichend erholen können. Deshalb werden zunächst nur die Grasspitzen auf 5cm Höhe gekappt.

Ab Mitte April bis Anfang Mai

Zu wachsen beginnt Gras bei einer konstanten Bodentemperatur von acht bis zehn Grad. Wird der Rasenvertikutiert, bevor das Wachstum begonnen hat, schädigt das die ohnehin vom Winter strapazierten Graspflanzen noch mehr. Deshalb sollte der Rasen vor dem Vertikutieren ein- bis zweimal gemäht werden, da jeder Schnitt dem Rasen einen Wachstumsschub gibt. Zunächst auf eine Länge von ca. vier Zentimetern schneiden und nach zwei Wochen auf eine Länge von ca. drei Zentimetern. Anschließend kann es ab Mitte April mit dem Vertikutieren losgehen.

Vertikutieren: eine Frage des Timings

Jedes Jahr zu Beginn des Frühlings stellt sich Gartenbesitzern die Frage: Muss der Rasen vertikutiert werden? Und wenn ja, wann ist der richtige Zeitpunkt dafür?

Schattige Bereiche unter Bäumen, liegen gebliebenes Laub sowie Schnittgutreste vom letzten Sommer sorgen im Winter dafür, dass ein äußerst unbeliebter Gast ins heimische Grün Einzug hält: Moos. Der sparrige Runzelbruder, so der deutsche Name der widerstandsfähigen Pflänzchen, macht sich über Sporen vor allem dort breit, wo er optimale Wachstumsbedingungen findet: Schatten, Staunässe, zu tiefer und zu seltener Schnitt und zu wenige Nährstoffe im Boden.

Moos: der Feind des Rasens

Hat sich einmal Moos im Gras breitgemacht, kommt meist eine verhängnisvolle Kettenreaktion in Gang. Gemeinsam mit Unkraut und Graswurzeln bildet das Moos allmählich einen dichten Rasenfilz, der den verbliebenen Graspflanzen buchstäblich die Luft zum Atmen nimmt und Platz schafft für noch mehr Moos. Ist der Rasen rund ums Haus bereits großflächig vermoost, sollte auf jeden Fall vertikutiert werden.

Beim Vertikutieren holen mit kleinen Widerhaken versehene Messer Moosflechte und Grasreste aus dem Rasen. Zugleich wird die Oberfläche minimal eingeritzt, was die Belüftung des Bodens fördert und das Wachstum der Graspflanzen anregt.

So vertikutieren Sie Ihren Rasen richtig

Vertikutieren Sie nur Rasenflächen, die mindestens drei Jahre alt sind. Sie sollten dabei aber unbedingt darauf achten, dass es noch keine Nachtfröste gibt und es sollte nach dem vertikutieren Regen gemeldet sein. Ansonsten müssen Sie den Rasen nach dem Vertikutieren selbst wässern. Der Rasen sollte möglichst auf ca. drei Zentimeter gekürzt werden. Die Schnitttiefe des Vertikutiers sollten Sie so einstellen, dass die Messer den Boden lediglich zwei bis drei Millimeter tief einritzen.

Bei sehr starkem Moosbefall sollten Sie Ihren Rasenin mehreren Durchgängen in Längs- und Querrichtung vertikutieren. Nach dem Vertikutieren müssen Sie nun auf die kahlen Stellen Rasensamen einsäen. Nun kann der Rasen gekalkt werden, um den Boden zu entsäuern. Moos liebt saure Böden und mit der Entkalkung beugen Sie einem erneuten Moosbefall vor. Wenn sich der Kalk aufgelöst hat, sollten Sie den Rasen mit einemLangzeit-Dünger düngen. Denn gut ernährter, dicht wachsender Rasen hemmt das Mooswachstum.

Rasenpflege im März-April

Elektro- oder Benzin-Vertikutierer?

Mit welchem Gerät Sie dem Moos zu Leibe rücken, kommt vor allem auf die Größe der Rasenfläche und die Bodenbeschaffenheit an. In Ihrem Raiffeisen-Markt erhalten Sie sowohl Elektro- als auch Benzin-Vertikutierer. Bis 200 m2 reicht einElektro-Vertikutierer, bei größeren Flächen lohnt sich die Anschaffung eines Benzin-Vertikutierers. Benzinbetriebene Geräte verfügen nicht nur über eine höhere Leistung, sondern eignen sich durch ihr höheres Gewicht auch besser für trockene und verdichtete Böden.

Nach dem Vertikutieren ist übrigens vor dem Vertikutieren. Wer eine dauerhaft schöne Grünfläche möchte, sollte regelmäßig mähen und darauf achten, dass der Rasen vor allem in der Wachstumsphase genügend Wasser und Nährstoffe erhält.

Bei nicht allzu starkem Moosbefall und zur Vorbeugung empfiehlt sich der Einsatz von„gartenkraft Rasendünger Mikroaktiv“. Dieses Produkt enthält spezielle Bakterien, die Filz und Moos in wertvollen Humus verwandeln. So bekommt der Rasen wieder Luft zum Atmen. Gleichzeitig erhält der Rasen die erste vollwertige Düngung mit Sofort- und Langzeitwirkung.

Warum der Rasen gedüngt werden sollte

Eine dauerhafte tiefgrüne Rasengräser erfordert eine ausgewogene Nährstoffversorgung des Rasens. Eine pflanzengerechteDüngung behindert Unkrautwuchs und die Ausbreitung von Moos. Ein gesunder Rasen ist vor Krankheiten geschützt. Durch den Rasenschnitt werden immer wieder Nährstoffe entzogen, die in den Gräsern gespeichert sind.

Es empfiehlt sich, eine Düngung im Frühjahr ca. 4 Wochen nach dem letzten Frost bzw. vor oder nach dem ersten Rasenschnitt durchzuführen. Vor der Düngung im Frühjahr ist es ratsam, den pH-Wert des Rasens zu überprüfen. Ist der Boden sauer oder sind Anzeichen von Moos vorhanden, sollte zunächst gekalkt werden.