Was gibt bei der Rasennachsaat im Frühjahr zu beachten?

Die kalte Jahreszeit hinterlässt oft unschöne Spuren auf dem heimischen Rasen: Besonders durch Frost und Schnee haben sich kahle Stellen, braune Flecken sowie Moosflächen gebildet und das Gras wächst häufig nicht mehr einheitlich. Um diesen Problemen Herr zu werden, empfiehlt sich eine Rasennachsaat im Frühjahr. Wann der richtige Zeitpunkt dafür gekommen ist und was es beim Nachsäen des Rasens zu beachten gibt, erfahren Sie hier.

Rasennachsaat im Frühjahr: Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend

Wenn es um die Neuanlage des Rasens geht, ist die Wahl des richtigen Zeitpunktes für die Nachsaat von entscheidender Bedeutung dafür, dass während der Sommermonate wieder eine dichte, gleichmäßig gewachsene Rasenfläche entstehen kann. Ideal geeignet für die Rasennachsaat im Frühling ist der Zeitraum zwischen Mitte März und Mitte Mai. In diesem Zusammenhang ist es allerdings besonders wichtig, dass Sie ein besonderes Augenmerk auf den Wetterbericht lenken: So sollte die Aussaat der Rasensamen erst dann erfolgen, wenn der Boden über einen Zeitraum von zwei Wochen dauerhaft eine Temperatur von mindestens zehn Grad Celsius aufweist und keine heftigen Regengüsse zu erwarten sind. Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass die Grassamen optimale Wachstumsbedingungen vorfinden.

So bereiten Sie Ihren Rasen auf die Nachsaat vor

Für den Fall, dass noch Vegetation auf den auszubessernden Stellen des Rasens vorhanden ist, empfiehlt es sich, den Rasen vor dem Aussähen der Rasensaat möglichst auf eine Höhe von etwa zwei bis drei Zentimeter zu mähen. Arbeiten Sie dabei am besten mit einem Grasfangkorb, damit das Schnittgut vollständig entfernt wird und anschließend bei der Aussaat nicht stört. Da das Rasensaatgut vor allem ausreichend Sonnenlicht und Nährstoffe zum Auskeimen benötigt, sollten die Rasenfläche nach dem Mähen gründlich vertikutiert werden. Im Zuge dieses Vorganges wir die Grasnarbe leicht angeritzt, wodurch Rasenfilz, Moos und altes Schnittgut gezielt herausgeschnitten werden. Auf diese Weise bekommen die Gräserwurzeln mehr Sauerstoff und die Rasenoberfläche wird in der Folge deutlich strapazierfähiger, grüner und dichter.

Die wichtigsten Tipps für die Rasennachsaat

Für die Rasennachsaat an nahezu kahlen Stellen oder auf stark strapazierten Rasenbereichen verwenden Sie am besten eine spezielle Reparatur- oder Regenerations-Samenmischung, die Sie über den Fachhandel beziehen können. Dieses speziell für die Nachsaat entwickelte Saatgut beinhaltet zumeist Deutsches Weidelgras in unterschiedlichen Variationen, welches als besonders robust und regenerationsfähig gilt.

Die Rasen-Reparaturmischung wird nach dem Entfernen des Vertikutiergutes gleichmäßig auf den betroffenen Stellen aufgebracht. Dazu bringen Sie etwa 40 bis 50 Gramm der Rasensamen pro Quadratmeter aus, bedecken diese mit etwas Erde oder Sand und drücken sie anschließend mit Trittbrettern oder einem Schaufelrücken an. Im Anschluss ist es besonders wichtig, die neu eingesäte Rasenfläche permanent feucht zu halten werden, um ein Vertrocknen des Keimlings zu verhindern.

Weiterhin sollten die Reparaturstellen in den ersten 3-4 Wochen nach der Aussaat nicht betreten werden, wobei auch insbesondere scharrende Vögel oder herumtollende Hunde der zarten Rasennachsaat Schaden zufügen können.

Rasennachsaat: Erstes Mähen erst ab Wuchshöhe von acht bis zehn Zentimetern zu empfehlen

Nach dem Einsäen sollte der erste Rasenschnitt erst erfolgen, wenn das neue Gras eine Wuchshöhe von mindestens acht bis zehn Zentimetern erreicht hat. Dabei ist es besonders wichtig, dass die Messer des Rasenmähers besonders scharf sind, da die jungen Rasenpflanzen durch stumpfe Schneidmesser leicht wieder herausgerissen werden können.

Damit der Rasen möglichst bald nach der Nachsaat im Frühjahr wieder grün wird, ist es zudem ratsam, mit einer Düngung nachzuhelfen. Raschen Erfolg verspricht ein mineralischer Volldünger, da die in ihm enthaltenen Nährstoffe besonders schnell verfügbar sind. Mit einem Streuwagen gelingt eine optimale gleichmäßige Verteilung der Nährstoffe. In diesem Zusammenhang sollten Sie jedoch zunächst alle neuen Saatstellen von der ersten Düngung aussparen, um so ein „Verbrennen“ der jungen Pflanzen zu verhindern.