Mit der Motorsäge in den Wald

Immer mehr Menschen nutzen Kaminholz, um im Winter zu heizen. Viele schlagen das Holz sogar selbst. Doch lohnt sich das überhaupt noch?

Wenn die Blätter von den Bäumen gefallen sind, zieht es wieder Tausende in die Wälder, um dort Kaminholz für den Winter zu schlagen. Mit steigenden Energiepreisen haben in der Vergangenheit Kaminöfen einen großen Boom erlebt. Die Holzscheite, die darin verbrannt werden, versprechen nicht nur Gemütlichkeit und wohlige Wärme, sondern auch einen erheblichen Spareffekt gegenüber Gas oder Heizöl. Und wer beim Brennstoff Holz noch einmal richtig sparen möchte, der schafft sich eine Kettensäge an und zieht als sogenannter Selbstwerber ins Holz. So jedenfalls die bisherige Theorie.

Nachfrage treibt die Preise

Ganz so preiswert wie noch vor einigen Jahren ist das Kaminholz aus dem Wald mittlerweile allerdings nicht mehr. Die Nachfrage ist so groß, dass viele Waldbesitzer an der Preisschraube drehen. Gab es einen Raummeter gutes Brennholz für Selbstwerber vor Jahren noch für 10 oder 20 Euro, sind heute mancherorts Preise bis zu 65 Euro für Buche oder Eiche fällig. Bedenkt man, dass sich mit 15 bis 20 Raummetern ein kleines Haus über den Winter beheizen lässt, ist das preislich aber immer noch deutlich attraktiver als das Heizen mit Gas oder Öl.

Versteckte Kosten bedenken

Wer sein Kaminholz selbst aus dem Wald beziehen möchte, muss neben der Zeit und der körperlichen Arbeit natürlich noch Kosten einer guten Ausrüstung beachten. Neben einer benzinbetriebenen Motorsäge, die regelmäßig geschärft und gewartet werden will, sind eine schnittfeste Arbeitshose, Arbeitsschuhe sowie Kopf- und Gehörschutz Pflicht.

Mit der Motorsäge in den Wald

Schließlich ist die Arbeit im Wald nicht ungefährlich. Deshalb ist das Vorweisen eines Motorsägenführerscheins heute fast flächendeckend Voraussetzung dafür, um überhaupt vom Waldbesitzer oder Revierförster in den Wald gelassen zu werden.