Miniteich auf Terrasse oder Balkon anlegen

Wasser beruhigt die Sinne. Es wirkt erfrischend und das Plätschern eines kleinen Brunnens ist angenehm entspannend – selbst dann, wenn der Platz nur für einen Miniteich reicht. Die Miniaturausgabe eines Gartenteichs besitzt in der Regel eine maximale Wasserfläche von einem Quadratmeter, ist breiter als hoch und wird meist als Hochteich angelegt. Das heißt, er wird nicht in die Erde eingebuddelt, sondern befindet sich rundum zugänglich in einem Gefäß.

Miniteich im halbiertem Bierfass oder Badewanne anlegen

Die Auswahl dieses Gefäßes bleibt ganz Ihrem Geschmack überlassen. Es gibt fertige Miniteiche in Ihrem Raiffeisen-Markt, die Sie nur noch zu bepflanzen brauchen. Sie können aber auch jedes andere Gefäß umfunktionieren: ob alte Badewanne, Mörtelkübel, Viehtränke, halbiertes Bierfass oder Keramikübertopf. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Ist das Behältnis wasserdicht, kann es direkt mit der Pflanzung losgehen. Ansonsten mit Teichfolie auslegen und anschließend den Boden mit sauberem Kies bedecken. Bei der Pflanzenauswahl ist man bei einem Miniteich etwas eingeschränkt. Dennoch lässt sich auch hier eine blühende Oase schaffen – vorausgesetzt, es werden die richtigen Pflanzen ausgewählt. Rohrkolben oder die Gelbe Wasserschwertlilie sind für einen Miniteich zu groß. Besser sind kleinwüchsige Pflanzen, von denen bereits vier bis fünf genügen.

Ein Mini-Ökosystem schaffen

Ideal ist es – wie in einem natürlichen Ökosystem – mehrere Teichzonen anzulegen. Dazu reicht es, ein paar Ziegelsteine zu stapeln. Ganz oben, in die Sumpfzone, können Sumpfvergissmeinnicht, Sumpfdotterblumen oder Gauklerblumen gepflanzt werden. Auf dem Teichboden stehen Zwerg-Rohrkolben, Zwerg-Seerose oder Schwanenblume. Gepflanzt werden sie in flexible Pflanzstrümpfe oder in Teichkörbe. Dazu die Körbe mit einem Vlies auslegen, mit Teicherde füllen und mit Kies beschweren. Ergänzt werden sollten die Wasserpflanzen mit Sauerstoff spendenden Schwimmpflanzen wie Krebsschere, Wasserpest oder Hornkraut. Sie stabilisieren die Wasserqualität und verhindern Algenblüten – übrigens gemeinsam mit Wasserschnecken und Teichmuscheln, der Putzkolonne des Miniteichs. Fische hingegen sind in einem Miniteich tabu. Sie würden schnell ersticken und könnten zudem nicht überwintert werden.

Der richtige Standort vom Miniteich

Der ideale Standort für einen Miniteich ist ein halbschattiger Platz ohne pralle Mittagssonne. Vier bis sechs Stunden Sonnenschein sollten es pro Tag aber sein. Ist als Standort der Balkon geplant, bitte zunächst die Statik überprüfen, denn ein Miniteich kann schnell auf eine halbe Tonne Gewicht kommen. Im Winter kommt der Miniteich dann in die kühle Garage oder in den Wintergarten. Oder Sie setzen die Teichpflanzen mitsamt Teichkorb – mit Ausnahme der Seerose – in den Garten und im nächsten Frühjahr geht es wieder retour.

Miniteich auf Terrasse oder Balkon anlegen

Im Nu zum Miniteich. Das brauchen Sie:

  • Ein Gefäß Ihrer Wahl mit einem Fassungsvermögen von mindestens 60 Litern
  • Wasserdichte Teichfolie, ca. 0,5 bis 1 Millimeter stark
  • Sumpfpflanzen, Unterwasserpflanzen und Schwimmpflanzen
  • Teicherde, da normale Erde Dünger enthält, der das Algenwachstum fördert
  • Sauberen Kies für den Boden und zum Beschweren der Töpfe
  • Teichkörbe oder Pflanzstrümpfe
  • Filtervlies für die Pflanztöpfe
  • Ziegelsteine für unterschiedliche Pflanzhöhen
  • Evtl. Dekoelemente wie Teichkerzen, Schwimmlinsen, schwimmende Solarkugeln, Unterwasserstrahler etc.