Katzenerziehung - Wie Sie Ihre Katze aus dem Bett bekommen

Katzen lieben das kuschelige Bett und die beruhigende Nähe zu ihrem Tierhalter. Doch nicht jeder Katzenbesitzer bekommt genug Schlaf, wenn plötzlich eine Pfote auf dem Gesicht liegt oder es sich eine Katze zwischen den Beinen gemütlich macht. Dann ist die Angst oft groß, die Katze im Schlaf zu zerquetschen.Es ist ganz klar, dass es dem einen oder anderen Katzenliebhaber irgendwann zu bunt wird. Es ist jedoch nicht immer einfach, die Katze vom liebgewonnen Bett zu entwöhnen. Positive und negative Verstärkungen helfen dabei Ihren Liebling aus dem Bett zu verbannen.

DER KATZE LOHNENDE ALTERNATIVEN ZUM BETT ANBIETEN

Der Katzenkorb

Bauen Sie für Ihren Stubentiger eine gemütliche Katzenhöhle. Ein Katzenkorb mit einer kuscheligen Decke und einem weichen Kissen kann als Ersatz dienen. Besonders interessant wird das Katzenkörbchen, wenn Sie abends ein Leckerli hinein legen. So versüßt wird Ihre Katze den neuen Schlafplatz bald lieben. Bei jungen Katzen wirkt oft auch das gleichmäßige Ticken eines Weckers beruhigend, da es an den Herzschlag der Mutter erinnert. Legen Sie einfach eine tickende Uhr unter die Decke und schneller als Sie vielleicht glauben hat die kleine Katze einen neuen Lieblingsplatz.

Der richtige Standort

Je nach Charakter bevorzugen Katzen eher ruhige, dunkle höhlenartige Rückzugsorte oder aber einen erhöhten Platz, der ihnen eine gute Aussicht auf die Umgebung bietet. Hier eignet sich z.B. die Fensterbank oder ein erhöhter Platz auf dem Kratzbaum. Unabhängig von der individuellen Vorliebe der Katze sollte der Schlafplatz vor Zugluft und direkter Sonneneinstrahlung geschützt sein.

Die Katze aus dem Bett vertreiben

Katzen sind eigenwillige Haustiere, sie brauche immer das Gefühl ihren Schlafplatz selbst ausgesucht zu haben. Verbote führen bei der Katze in der Regel nicht zum Erfolg. Da unterscheiden sie sich stark von Hunden, die sich leichter erziehen lassen. Jedoch kann man die Katze vielleicht davon überzeugen, dass der Lieblingsschlafplatz in Ihrem Bett viel nerviger und anstrengender ist, als zuerst gedacht.

Katzenerziehung - Wie Sie Ihre Katze aus dem Bett bekommen

Negative Verstärkung durch Störgeräusche und Unruhe

Das Gehör einer Katze ist sehr viel feiner als das des Menschen.Störgeräusche wie das Klatschen einer Zeitung in die flache Handempfinden Katzen als unangenehm. Ihre Samtpfote wird dieses nervige Geräusch mit dem Bett verbinden lernen und es zukünftig meiden. Ebenfalls als störend empfinden Katzen Nässe aus einer Sprühflasche. Stellen Sie sich für die erste Zeit eine einfache Sprühflasche an Ihr Bett und besprühen Sie die Katze mit der Bestäubungsfunktion, wenn sie sich auf das Bett legen will.

Der Versuch eine Katze durch negative Verstärkung zu Konditionieren, ist umstritten. Wenn Siesich für diese Methoden entscheiden, dann seien Sie äußerst vorsichtig damit Ihre Katze unangenehmen Reizen auszusetzen. Die Gefahr, die Katze zu verunsichern oder dauerhaft zu verängstigen bis hin zu auftretenden Verhaltensstörungen sollte nicht unterschätzt werden.

Der Katzenhalter

Seien Sie beim Versuch Ihre Katze aus dem Bett zu bekommen konsequent, geduldig, liebevoll, kreativ und einfühlsam. Im Allgemeinen lernen Tiere richtiges Verhalten durch positive oder negative Verknüpfungen. Ein liebevolles Streicheln, ein interessantes Spiel oder Leckerlis als Belohnung bei richtigem Verhalten merkt sich der kleine Stubentiger prima. Schimpfen und Bestrafungen sind bei Katzen kontraproduktiv und sollten niemals ein Mittel der Erziehung sein, da Katzen dies nicht verstehen und im schlimmsten Fall das Vertrauen zu ihrem Halter verlieren.

Wenn sie es längere Zeit erfolglos probiert haben, Ihrer Katze das Bett auszureden, dann bietet sich professionelle Hilfe an. Tierärzte, Tierpsychologen und Tierverhaltenstherapeuten können Ihre Situation analysieren und Ihnen Lösungswege für ein entspanntes Zusammenleben von Tier und Mensch aufzeigen