Katzen als Freigänger halten: Die besten Tipps

Grundsätzlich liegt es in der Natur einer Katze regelmäßig draußen umherzustreifen und ihre Umwelt zu erkunden: In ihrem rund 8000 Quadratmeter umfassenden Revier kann sie so auf ganz natürliche Weise ihre ausgeprägte Neugier, ihren angeborenen Jagdtrieb und ihren großen Bewegungsdrang befriedigen. Dadurch leiden Katzen mit Freigang wesentlich seltener unter Langeweile oder Übergewicht als reine Hauskatzen, sind aber auch deutlich mehr potentiellen Gefahren ausgesetzt. Anhand der folgenden Tipps erfahren Sie, wie Sie das Leben Ihrer Freigänger-Katze wesentlich sicherer gestalten können.

Tipps für die Sicherheit von Freigänger-Katzen

Potentielle Gefahrenquellen für Katzen im Wohnumfeld abklären

Bevor Sie Ihrer Katze den ersten Freigang erlauben, sollten Sie zunächst sicherstellen, ob Ihre Wohngegend tatsächlich katzenfreundlich ist. Gerade viel befahrene Straßen stellen hierbei eine große Gefahr für freilaufende Katzen dar. Gleiches gilt für aggressive Hunde, die womöglich in Ihrer Nachbarschaft leben.

Katze behutsam an die ungewohnte Umgebung gewöhnen

Bevor Sie Ihre Katze zu ihrem ersten Streifzug in die Freiheit entlassen, ist es besonders wichtig, sie behutsam an die neue Umgebung zu gewöhnen. Für den ersten Ausflugstag eignet sich hierbei besonders gut ein Regentag, da bei solchem Wetter die Unternehmungslust von Katzen erfahrungsgemäß eher bescheiden ist und sie ohne Umschweife wieder ins Haus zurückkehren. Weiterhin sollten Sie in der ersten Zeit den täglichen Auslauf auf wenige Minuten beschränken und ihr Tier bei seinen kurzen Entdeckungstouren begleiten. So werden Sie schnell feststellen, ob sich Ihre Katze in der neuen Umgebung zurechtfindet und künftig allein gelassen werden kann.

Wenn Sie gerade erst umgezogen sind, sollten selbst Katzen, die zuvor regelmäßig Auslauf hatten, zunächst für mindestens vier Wochen im Haus gehalten werden. Auf diese Weise kann sich das Tier in Ruhe an das neue Wohnumfeld gewöhnen und eine Bindung zu seinem neuen Zuhause aufbauen.

Katze zu festen Zeiten füttern und nur tagsüber raus lassen

Freilaufende Katzen sollten an regelmäßige Fresszeiten gewöhnt werden. Ihr Tier wird die festen Fütterungszeiten schnell verinnerlichen und pünktlich zum Fressen nach Hause kommen. Dies bietet für Sie den Vorteil, dass Sie schnell bemerken, wenn sich Ihre Katze einmal verspätet oder gar nicht heimkommt. Zudem sollten Sie Ihre Katze nach Möglichkeit nur tagsüber vor die Tür lassen und diese Regel von Beginn an konsequent durchsetzen. Auf diese Weise wird es für Ihre Katze schon bald eine Selbstverständlichkeit, dass sich nach Einbruch der Dämmerung nicht mehr das Haus verlassen darf.

Katzen als Freigänger halten: Die besten Tipps

Kastration und regelmäßige Impfungen für Freigänger-Katzen ein Muss

Zudem ist es sehr empfehlenswert, Katzen vor dem ersten Freigang kastrieren beziehungsweise sterilisieren zu lassen. Durch den Eingriff werden die Tiere wesentlich häuslicher und sind gleichzeitig weniger an Revierkämpfen und läufigen Artgenossen interessiert. Um Ihr Tier vor den Gefahren der Außenwelt und insbesondere vor Viren und Krankheitserregern zu schützen, ist außerdem ein umfassender Impfschutz ein absolutes Muss: Für Freigänger-Katzen ist zumindest eine Grundimmunisierung ab der achten Lebenswoche unverzichtbar, denn Katzenseuche, Katzenschnupfen, Leukose und Tollwut stellen eine ernstzunehmende Gefahr für sie dar. Auch vorbeugende Maßnahmen gegen Zecken, Flöhe und andere Parasiten sollten regelmäßig vorgenommen werden.

Chip oder Tätowierung lässt Sie Ihre Katze wiederfinden

Weiterhin sollte Ihre Katze eine Tätowierung oder einen Chip bekommen, damit sie Ihnen im Fall der Fälle als Besitzer zugeordnet werden kann. Sollte sie aus irgendeinem Grund von einem ihrer Streifzüge nicht zurückkommen oder womöglich dabei ums Leben kommen, kann sie über den Chip oder die Tätowierung zweifelsfrei identifiziert werden. Eine Alternative dazu stellt auch ein Halsband mit Adressanhänger dar. Dabei sollten Sie jedoch nur Halsbänder verwenden, die sich unter stärkerem Zug automatisch öffnen, damit sich Ihre Katze nicht an Bäumen erhängen kann, wenn sie versehentlich darin hängen bleibt.