KANINCHENFÜTTERUNG: WORAUF ES BEI DER ERNÄHRUNG VON KANINCHEN ANKOMMT

Eine artgerechte und ausgewogene Ernährung bildet den Grundstein für ein gesundes Kaninchenleben. Damit sich die Tiere rundum wohl fühlen und ein gesundes Leben führen können, benötigen sie neben Heu auch regelmäßig frisches Grünfutter. Hier erfahren Sie, welche Aspekte Sie bei der Ernährung von Kaninchen grundsätzlich beachten sollten und welches Futter für die Tiere am besten geeignet ist.

Bei derKaninchenfütterung empfehlen sich mehrere kleine Futterportionen am Tag

Kaninchen besitzen einen relativ großen Magen. Diese anatomische Besonderheit versetzt sie in die Lage, dass sie täglich bis zu sechzig Prozent ihres eigenen Körpergewichts an Nahrung aufnehmen können. Auf diese Weise ist es den Tieren möglich, den verhältnismäßig niedrigen Nährstoffgehalt von Futtermitteln wie Heu durch eine entsprechend größere Futtermenge auszugleichen.

Vor diesem Hintergrund sollten Sie über den Tag verteilt mehrere kleine Futterportionen an Ihre Kaninchen verfüttern. So stellen Sie sicher, dass das Verdauungssystem der Tiere nicht unnötig durch die Aufnahme zu großer Futtermengen belastet wird.

Kraftfutter, Raufutter und Grünfutter – Die Mischung macht´s

Grundsätzlich können bei der Kaninchenfütterung drei Arten von Futtermitteln voneinander unterschieden werden: Kraftfutter, Raufutter und Grünfutter. In den meisten Fällen werden an die Tiere pelletierte Kraftfutter-Fertigmischungen verfüttert. Diese decken den Bedarf der Tiere an allen benötigten Nährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen und können somit auch als Alleinfutter gereicht werden.

Um Verunreinigungen vorzubeugen, sollten Sie Kraftfuttermischungen am besten in einem Futterautomaten und nicht in einer Schale verfüttern. Daneben ist es wichtig, dass den Kaninchen auch immer Raufutter, etwa in Form von frischem Heu, zur Verfügung steht. Damit dieses nicht verschmutzen kann, sollten es am besten in einer Heuraufe gereicht werden

Grünfutter sorgt für gesunde Abwechslung auf dem Speiseplan

Neben dem Verfüttern von Kraft- und Raufutter, ist es besonders empfehlenswert, den Tieren auch täglich Grünfutter anzubieten. Dazu eignen sich bestimmte Obst- (Äpfel, Birnen und Melone) und Gemüsesorten (Tomaten, Feldsalat, Gurken und Karotten), aber auch frische Kräuter und Gräser (Löwenzahn, Sauerampfer, Gras) aus dem heimischen Garten.

Aus dem Grünfutter ziehen Kaninchen ebenfalls nahezu alle Vitamine, Proteine und Mineralien, die sie zur Deckung ihres Nährstoffbedarfs benötigen. In Bezug auf das Grünfutter sollten Sie allerdings darauf achten, dass dieses immer frisch geerntet, gut gewaschen und danach sorgfältig getrocknet wird. Wenn Sie die Kräuter und Gräser selber pflücken, ist es zudem wichtig, dass diese nicht von Wiesen stammen, die gegen Schädlinge behandelt wurden oder auf welchen regelmäßig Hunde unterwegs sind.

Kaninchen brauchen immer ausreichend frisches Wasser und Zweige zur Gesunderhaltung ihres Gebisses

Neben der regelmäßigen Fütterung benötigen Kaninchen auch immer ausreichend frisches Wasser. Aus hygienischen Gründen empfiehlt sich in diesem Zusammenhang der Einsatz spezieller Trinkbehältern, welche einfach zu reinigen und leicht zu befüllen sind.

Damit die Zähne der Tiere gesund bleiben, sollten Sie Ihren Kaninchen auch regelmäßig Äste zum Abnagen anbieten. Zum Herumkauen sind am besten unbehandelte Zweige von Obst- und Nussbäumen geeignet.