Kaminfeuer richtig anzünden

Ein behagliches Kaminfeuer ist genau das Richtige für kalte Winterabende. Ein paar Kniffe sorgen dafür, dass das Holz gut abbrennt.

Traumhaft, wenn es im Kamin knistert und flackert, während man in den Sessel gekuschelt dem Spiel der Flammen zusieht. Es ist wunderbar gemütlich und die Luft riecht würzig nach Holz. Damit das Feuer schnell entfacht ist, sollte man vor dem Anzünden prüfen, ob im Kamin für ausreichend Ab- und Zuluft gesorgt ist.

Die meisten Kamine besitzen dafür Regler oder Abluftklappen. Hier gilt: Je mehr Sauerstoff die Brennkammer erhält, desto rascher brennt das Holz ab. Da beim Anfeuern schnellstmöglichst eine hohe Temperatur erreicht werden muss, sollte man die Klappen zunächst weit öffnen. Um später die warme Glut zu erhalten, wird die Luftzufuhr dann gedrosselt.

Anzünden - leicht gemacht

Das Entzünden des Feuers gelingt am besten mit Kaminanzündern, die man auf trockenes, klein gespaltenes Anzündholz legt. Kaminanzünder gibt es sowohl auf natürlicher Basis mit Holzspänen und Harz als auch als chemische Variante. Bei beiden sollte man darauf achten, dass sie der EU-Norm für Anzünder entsprechen. So lässt sich vermeiden, dass sich beim Verbrennen gesundheitsschädliche Stoffe freisetzen.

Holz oder Kohle

Ein Feuer aus Holzscheiten wirkt zwar am urigsten, aber auch Brennstoffe wie Steinkohle und Holzbriketts haben ihre Vorteile. Sie sind beispielsweise gut geeignet, um lange die Grundglut zu halten. Briketts haben durch ihre meist geringe Restfeuchte zudem einen dreimal höheren Heizwert als Scheitholz; Produkte mit einem Loch in der Mitte erzeugen besonders schnell große Hitze.

Braunkohlebriketts sollten wegen ihrer hohen Klima- und Geruchsbelastung nicht mehr als Gluthalter verfeuert werden. Stattdessen sind Rindenbriketts eine gute Wahl: Sie verbrennen klimaneutral und halten die Glut ebenfalls bis zu zehn Stunden.