HÜHNER IM WINTER: UNSERE TIPPS ZUR HÜHNERHALTUNG

HÜHNER IM WINTER ARTGERECHT HALTEN

Der Winter bringt frostige Temperaturen und kurze Tage mit wenig Sonnenlicht. Für den Hühnerhalter stellt sich die Frage, ob die Hühner dem kalten Wetter gewachsen sind. Damit Ihre Hühner die Winterzeit gut überstehen, sollten Sei ein paar Punkte beachten. Wir zeigen Ihnen, wie Sie den Hühnerstall und das Hühnerfutter optimieren, Erfrierungen vorbeugen und das kurze Tageslicht für die Hühner künstlich verlängern können.

DAMIT IHRE HÜHNER AUCH IM WINTER GUT VERSORGT SIND

Anders als bei der Gans oder dem Schneehuhn ist beim Haushuhn das Federkleid nicht mit zusätzlichen Daunen und einem wärmenden Untergefieder ausgestattet. Zu ihrem nicht ganz winterfesten Gefieder kommt ein besonders agiler Stoffwechsel hinzu, der sich bei Minustemperaturen nicht verlangsamt. Dadurch haben Hühner im Winter einen erhöhten Grundumsatz. Diesen gesteigerten Energiebedarf sollte man mit hochwertigem Hühnerfutter ausgleichen. Aber keine Sorge, die meisten Hühnerrassen haben sich gut an unser kaltes Klima angepasst und sind zumeist viel robuster als so mancher Hühnerhalter denkt.

Auch im Winter können Sie Ihre Hühner also in aller Regel problemlos im Garten halten. Kälte vertragen Hühner meist sogar besser als Hitze. Trotz allem sollte bei Schnee und Frost auf ein paar Dinge geachtet werden, damit die Hühner auch im Winter ein sorgenfreies Leben führen können.

Künstliches Licht für eine gute Legeleistung im Winter

Hühner brauchen für eine optimale Legeleistung am Tag 13 bis 14 Stunden Licht. Haben sie weniger Tageslicht zu Verfügung, dann legen sie nur wenige bis gar keine Eier mehr. Diese winterliche Legepause kann man durch künstliches Licht verkürzen. Bringen Sie im Stall eine Lampe mit Zeituhr an, so dass Ihre Hühner ausreichend Licht bekommen.

Die Dauer der künstlichen Beleuchtung sollte immer der Jahreszeit und dem natürlichen Biorhythmus der Hühner angepasst sein. Zu viel Licht kann zu Federpicken und anderen gesundheitlichen Problemen führen. Auch ist natürliches Licht dem künstlichen Licht immer vorzuziehen. So kann Tageslicht durch Fenster, verglaste Türen und lichtdurchlässige Platten in den Hühnerstall gelangen.

Im Winter kann eine künstliche Lichtquelle eine gute Unterstützung für Ihre Hühner sein. Achten Sie jedoch unbedingt darauf, dass das Licht einen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang simuliert. Durch eine Zeitschaltuhr mit Dimmer Funktion verhindern Sie, dass die Hühner von einem Augenblick auf den anderen im Dunkeln sitzen und ihre Schlafpositionen auf der Stange nicht einnehmen können.

Das richtige Winterfutter für Hühner

Im Winter braucht das Federvieh reichlich und ausgewogenes Futter. Da sie in dieser Jahreszeit weniger Futter beim Freigang finden, ist es besonders wichtig, dass ausreichend Vitamine in der Nahrung enthalten sind. Neben Äpfeln, Möhren und Salat sind auch Keimlinge (Sprossensamen) besonders vitaminreich. Keimlinge von Getreidekörnern wie Weizen, von Hülsenfrüchten wie Tellerlinsen oder Mungbohnen und von anderen Samen z.B. von Roter Beete oder Broccoli, die auf der eigenen Fensterbank sprießen, sind ein guter Futterzusatz für den Winter. Die Auswahl ist groß und lädt dazu ein, einfach auszuprobieren, was Ihren Hühnern besonders gut schmeckt.

Bequem lassen sich die Sprossen in speziellen Keimgeräten bei Ihnen zu Hause ziehen. In Ihrem Raiffeisen-Markt wird auch gut aufeinander abgestimmtes Zusatzfutter für Hühner angeboten, welches im Winter die Hühner mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt. Achten Sie darauf, dass das Wasser für die Hühner nicht einfriert. Ist das Trinkwasser gefroren, dann können die Hühner verdursten. Im Raiffeisen-Markt können Sie Wärmeplatten für den Trinkwasserbehälter erwerben. Diese verhindern effektiv ein Einfrieren des Wassers.