HÜHNER GESUND DURCH DEN WINTER BRINGEN

ERFRIERUNGEN UND ERKÄLTUNGEN BEIM HUHN VORBEUGEN UND BEHANDELN

Hühner gelten als äußerst robust und wetterfest. Je nach Hühnerrasse gibt es jedoch Unterschiede bei der Kältetoleranz. Die optimale Außentemperatur für Hühner liegt zwischen 17 und 28 Grad. Trotzdem überstehen viele Hühnerrassen auch deutlich niedrigere Temperaturen im Minusbereich problemlos. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sie gegen Erkältungen und Erfrierungen gefeit sind.

Erkältung beim Huhn

Das Problem bei Erkältungskrankheiten ist meist nicht die Kälte, sondern eine durch unzureichende Belüftung entstehende Nässe im Hühnerstall. Aus diesem Grund ist es wichtig Fenster im Stall auch im Winter nicht komplett geschlossen zu halten und die Einstreu regelmäßig zu wechseln. Bei geöffneten Fenstern ist immer drauf zu achten, dass die Hühner keinem Durchzug ausgesetzt sind. Die Einstreu sollte im Stall nicht feucht werden, da sonst das Gefieder der Hühner ebenfalls feucht wird. Besonders hat sich eine saugfähige Einstreu wie Hobelspäne bewährt.

Typische Erkältungssymptome bei Hühnern sind hörbare Atemwegprobleme und eine feuchte Nase. Auch ein weit aufgerissener Schnabel, Würgen beim Fressen und ein auffälliges Kopfschütteln, während der Kopf nach unten sinkt, können Anzeichen für eine Erkältung sein.

Hat sich ein Huhn erkältet, dann sollte es zuerst von den anderen Hühnern getrennt werden. Reinigen und desinfizieren Sie den Hühnerstall gründlich. Es ist sinnvoll die Abwehrkräfte des kranken Tieres sowie der noch gesunden Tiere zu stärken. Vitamintropfen für das Trinkwasser und hochwertiges, gut ausbalanciertes Futter helfen die Gesundheit der Hühner zu erhalten. Den Heilungsprozess beim erkrankten Huhn können Sie gegebenenfalls mit einer Wärmelampe unterstützen. Verbessert sich der Zustand des Huhnes auch nach einigen Tagen nicht, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen.

Erfrierungen beim Huhn

Bei Hühnern sind vor allem die Körperstellen von Erfrierungen bedroht, die nicht vom Gefieder geschützt werden. Hühnerrassen mit großen Kämmen und Kehllappen sind bei Minustemperaturen besonders gefährdet. Kamm und Kehllappen werden weder durch eine Fettschicht noch durch Gefieder vor der Kälte geschützt. Hinzu kommt eine verminderte Durchblutung dieser Körperstellen bei Kälte. Ebenfalls von Erfrierungen bedroht sind die Läufe der Hühner.

Erfrierungen an Kamm und Kehllappen erkennt man an kleinen Verfärbungen bis hin zu auffälligen schwarzen Flecken. Erfrorenes Gewebe birgt immer die Gefahr von Infektionen. Darum ist es wichtig, das Huhn mit entsprechenden Erfrierungen genau zu beobachten.

Um Erfrierungen bei Hühnern vorzubeugen, ist es bei starken Minustemperaturen ratsam, die Hühner im Stall zu lassen und gegebenenfalls mit einer Wärmelampe für zusätzliche Wärme zu sorgen. Ausladende Kämme und Kehllappen bei Hühnern können Sie zum Schutz vor Erfrierungen dick mit Vaseline einreiben. Auch die Füße können Sie mit Vaseline oder einer anderen durchblutungsfördernden Salbe eincremen. Dies minimiert die Erfrierungsgefahr.

Den Hühnerstall winterfest machen

Der Hühnerstall muss im Winter nicht beheizt werden. Es reicht, wenn der Stall trocken und windgeschützt ist. Auch wenn es nicht unbedingt notwendig ist, ist es keine schlechte Idee den Hühnerstall zu isolieren. Sie können hierfür Styroporplatten, die rund um den Hühnerstall angebracht werden, nutzen. Leider mögen auch kleine Nager die Styroporplatten, die sie gerne anknabbern und darin ihre Nester bauen.

Wenn Sie sicher gehen wollen, dass sich keine Mäuse bei Ihnen einnisten, eignen sich auch Spanplattenzum Isolieren. Die Spanplatten bringen Sie mit etwa 5 Zentimeter Abstand von der Außenwand des Hühnerstalls an. Die Luft in dem so erschaffenden Hohlraum wirkt isolierend. Aufgespannte Planen können den Auslauf der Hühner vor Wind und Regen schützen. Einen weiteren Wärme erhaltenden Effekt erreichen Sie durch reichlich Einstreu für den Boden. Sollte der Winter sehr streng und lang werden, können Sie mit diesen Maßnahmen beruhigt sein und Ihre Hühner wissen den wärmeren Stall sicher zu schätzen.