Was gibt es bei der Fütterung von Schafen zu beachten?

Was fressen Schafe?

Diese Frage lässt sich auf den ersten Blick recht einfach und schnell beantworten: Grünfutter. Diese Aussage gilt allerdings nur für die Sommermonate. Im Winter sind die Schafe zur Deckung ihres Nährstoffbedarfs auf einen ausgewogenen Mix aus Rau-, Frisch- und verschiedenen Ergänzungsfuttermitteln angewiesen. Im Folgenden erfahren Sie daher alles Wichtige rund um die Ernährung von Schafen.

Grundnahrungsmittel Grünfutter für die Schafe

Wie bereits angedeutet stellen Gräser und Kräuter das wichtigste Nahrungsmittel für Schafe dar. Grund dafür ist die besondere Anatomie der Schafe. Als Wiederkäuer besitzen sie ein spezielles Verdauungssystem, das den Schafen eine besonders gute Weiterverarbeitung des Grünfutters ermöglicht.

Nach der Aufnahme wird das Futter im Pansen von verschiedenen Mikroorganismen so lange zerkleinert, bis es schließlich über den Netzmagen und die Speiseröhre zurück in das Maul des Schafes wandert. Hier wird der Nahrungsbrei weiter durchgekaut und mit Speichel vermischt. Am Ende der Verdauungskette steht der Labmagen.

Fütterung von Schafen im Frühjahr

Aufpassen sollten Schafhalter beim ersten Weidegang im Frühling. Der erhöhte Eiweißgehalt des jungen und frischen Grases kann bei Schafen Verdauungsprobleme auslösen. Experten raten deshalb, die Schafe zu Beginn des Frühjahrs nur kurz auf die Weide zu führen und die Weidezeiten allmählich zu steigern. In der Übergangszeit sollte dann ergänzend Heu, Stroh und Trockenschnitzel verfüttert werden.

Frischfutter für Schafe wenn es friert

Mit Frischfutter wie etwa Zucker-, Futter-und Kohlrüben kann in den Wintermonaten die ausreichende Versorgung mit Nährstoffen gewährleistet werden. Das eigentliche Hauptnahrungsmittel der Schafe in der kalten Jahreszeit ist allerdings Raufutter. Dabei sollte auf die Verwendung von qualitativ hochwertigem Heu geachtet werden.

Um Verunreinigungen durch Speichel vorzubeugen, sollte die Fütterung nur über Raufen auf Kopfhöhe der Schafe erfolgen. Halten Sie die Portionen klein. Abgestandenes Futter rühren Schafe schnell nicht mehr an. Wenn Sie Ihren Schafen mal was richtig Gutes tuen wollen, bieten sich Gemüseabfälle, Blätter von ungiftigen Laubgehölzen und abgekochte Kartoffelschalen an.

Die Ernährung von Schafen - das gibt es zu beachten

Die Menge macht’s bei der Fütterung von Schafen

Die ergänzende Verfütterung von Kraftfutter auf Basis von Hafer, Mais, Gerste oder Hülsenfrüchten empfiehlt sich bei schlechter Qualität des Raufutters. Hier gilt allerdings dieselbe Thematik wie bei jungen Gräsern. Aufgrund des hohen Eiweißgehalts, sollte Kraftfutter nur in Maßen an die Schafe verfüttert werden. Ansonsten drohen Verdauungsproblem oder gar lebensgefährliche Krankheiten.

Wenn der Stoffwechsel bei den Schafen stockt

Damit die Stoffwechselprozesse der Schafe nicht ins Stocken geraten, muss eine regelmäßige Versorgung mit Mineralstoffen zwingend gewährleistet sein. Erreicht werden kann diese über spezielle Mineralstoffmischungen oder LecksteineLecksteine für Schafe. Wichtig zu beachten ist hier, dass Schafe unter Kupferunverträglichkeit leiden. Daher unser Tipp: Achten Sie darauf, dass die Futtermittel für die Fütterung von Schafen entwickelt wurden.

Auf eine gute Wasserqualität für Schafe achten

Schafe stellen sehr hohe Ansprüche an die Wasserqualität. Die Tränke sollte also immer mit frischem Wasser gefüllt sein. Faktoren wie die Umgebungstemperatur, die Luftfeuchtigkeit und vor allem der Feuchtigkeitsgehalt des Futters bestimmen den Wasserbedarf der Schafe. Im Winter bei Trockenfütterung kann dieser schon mal gut und gerne bei sechs Litern pro Tag liegen.