Kaninchenhaltung

So ist eine artgerechte Kaninchenhaltung garantiert

Kaninchen sind sehr gesellige Tiere, die in freier Wildbahn immer in einer großen Gruppe leben. Daher darf man Kaninchen nie allein halten. Sie können verhaltensgestört werden und vereinsamen. Die Kaninchenhaltung gehört schon lange zum Alltag des Menschen. Erste Berichte über das Leben von Mensch und Kaninchen gibt es seit 36 vor Christus. Damals haben die Menschen die Kaninchenhaltung aber betrieben um sie dann zu verzehren. Heutzutage werden Kaninchen meist als Freizeit- und Spielpartner gehalten.

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In der Natur gräbt das Kaninchen Höhlen und Gänge um Schutz zu suchen, daher sollte bei der Kaninchenhaltung unbedingt darauf geachtet werden, dass die Kaninchen genug Möglichkeiten haben, um im Einstreu zu buddeln. Kaninchen sind sehr aktive Tiere und brauchen einen dementsprechend großen Stall. Käfige sind nicht so gut geeignet, da sie meist nicht hoch genug sind. Als Kaninchenhalter sollte man bei der Anschaffung des Geheges darauf achten, dass das Gehege so hoch ist, dass die Kaninchen im Stall „Männchen“ machen können.

Fehler bei der Kaninchenhaltung

  • eine nicht ausreichende Ausstattung
  • Kaninchen sollten niemals im Kinderzimmer gehalten werden, da sie sehr schreckhaft sind
  • mangelnde Hygiene des Geheges
  • kein Katzenstreu als Einstreu nutzen

Die Kaninchen ernähren sich nicht wie wir Menschen. Also nicht in mehreren Mahlzeiten. Die Verdauung der Kaninchen ist so ausgelegt, dass sie immer wieder neue Nahrung zu sich nehmen müssen. Daher ist es wichtig, dass den Kaninchen immer frisches Futter und frisches Heu zur Verfügung gestellt wird.

Das richtige Zubehör bei der Kaninchenhaltung

Eine Heuraufe für Kaninchen ist ideal. Sie schützt das frische Heu vor Verunreinigungen. Wenn Sie das Heu immer einfach auf den Boden verteilen, wird es durch das Urin feucht und kann schnell anfangen zu schimmeln und kann somit auch gesundheitsgefährdend für Ihre Kaninchen werden. Die meisten Kaninchen fressen ihr Heu auch nicht mehr, wenn es auf dem Boden liegt, da sie sehr reinliche und saubere Tiere sind.

Als Kaninchenhalter sollten Sie darauf achten, dass die Heuraufe möglichst einen Deckel hat, um Verletzungen zu vermeiden. In Heuraufen ohne Deckel können die Kaninchen hineinklettern und sich schwer verletzen.

Wie jedes andere Säugetier auch, brauchen Kaninchen genügend Wasser und auch immer Zugang zu frischem Wasser. Man kann es den Kaninchen entweder in einem Napf anbieten oder in einer Trinkflasche. Beide Methoden bieten Vor- und Nachteile. Der Kaninchenhalter sollte für sich selbst entscheiden, wie er es handhabt.

Die Trinkflasche ist ein sehr beliebtes Zubehör der Kaninchenhaltung. Sie hat den Vorteil, dass sie nicht umkippen kann und nicht ausläuft. Somit wird die Einstreu nicht durchnässt und kann auch nicht anfangen zu schimmeln. Außerdem sieht man immer sofort, ob und wie viel die Kaninchen getrunken haben.

Ein Wassernapf hat den Vorteil, dass die Kaninchen eine gesunde Haltung beim Trinken einnehmen. Der Wassernapf ist einfacher sauber zu halten und hygienischer. Der Napf kann im Gegensatz zu der Trinkflasche ganz einfach mit heißem Wasser ausgespült werden oder in die Spülmaschine gegeben werden, um eine Bakterienbildung vorzubeugen.

Der Futterautomat spielt bei der Kaninchenhaltung ebenfalls eine große Rolle. Kaninchenhalter, die voll berufstätig sind, freuen sich über jede Arbeitserleichterung. Futterautomaten sind nicht nur praktisch, sondern auch hygienischer als Futternäpfe.

In dem Futterautomaten wird einfach Futter für mehrere Tage gefüllt. Sobald das Kaninchen daraus gefressen hat, füllt der Futternapf die entnommene Menge wieder auf.

Man sollte bei der Anschaffung unbedingt darauf achten, dass der Futterautomat die richtige Größe für das Tier hat. Eine große Rasse braucht natürlich auch einen größeren Futterautomaten als eine kleine Rasse. Der Futterautomat hat den Vorteil, dass die Kaninchen immer genug Futter haben. Sie sind hygienisch, da das Futter immer von Verunreinigungen geschützt ist.

ACHTUNG:

bei der Haltung von Kaninchen: Kleine Kaninchenrassen sind schon ab der 10. Woche geschlechtsreif. Daher ist eine frühe Kastration unumgänglich. Bitte nehmen Sie die Kastration sehr ernst. Kaninchen haben zwischen 6 und 10 Würfe jährlich und nur eine Tragzeit von ca. 28-33 Tagen. Viele Tierheime sind auf Grund von Unachtsamkeit der Kaninchenhalter überfüllt mit Kaninchen. Kaninchenhalter haben meist nicht den Platz und auch nicht die Zeit sich um alle Kaninchen aus den Würfen zu kümmern und es ist sehr schwierig, die Kaninchen auch alle vermittelt zu bekommen. Daher können die Tierheime kaum noch Kleintiere aufnehmen.

Doch nicht nur wegen der Vermehrung ist es wichtig, die Kaninchen kastrieren zu lassen. Vor allem Böcke wollen sich von Natur aus immer weitervermehren. Die unkastrierten Kaninchen quälen sich nur und können sogar verhaltensgestört werden, wenn sie sich nicht dauerhaft paaren können.