Gesunde Katze: Impfungen sind die beste Vorsorge

VOR- UND NACHTEILE DER WICHTIGSTEN KATZENIMPFUNGEN

Ein wirksamer Impfschutz ist für die Katze überlebenswichtig. Es gibt viele Krankheiten die junge Katzen bedrohen können. Impfungen sind daher notwendig, haben aber auch einige Risiken. Wir zeigen Ihnen die Vor- und Nachteile der wichtigsten Katzenimpfungen.

Grundsätzlich bekommen Katzenbabys in den ersten Lebenswochen ihren Impfschutz über die Katzenmuttermilch. Dieser Schutz durch die Antikörper der Katzenmutter hält aber nicht lange an. Eine ergänzende Immunisierung ist schon in den ersten Lebenswochen der Kitten erforderlich.

WELCHER IMPFSCHUTZ IST BEI KATZENBABYS NÖTIG?

Die Impfungen gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche sind für die sechs Millionen in Deutschland lebenden Katzen zwingend. Dieser Impfschutz sollte bei allen Katzen – Freigänger und Wohnungskatzen – vom Tierarzt durchgeführt werden, weil die tödlichen Erreger der Krankheiten auch ohne Kontakt zu anderen Katzen übertragen werden können. Sie selbst können den Erreger z.B. mit Schuhen, dem Einkaufskorb oder über Topfpflanzen unbemerkt in die Wohnung bringen.

Der Katzenschnupfen ist eine für Katzenwelpen lebensbedrohliche Infektionskrankheit, die von vielen unterschiedlichen Erregern einzeln oder in Kombination ausgelöst werden kann. Dazu zählen Calici- und Rhinotracheitisviren und die Bakterienstämme Chlamydophila felis und Bordetella bronchisephtica. Die Katzenseuche wird durch die Erreger der Parvoviren ausgelöst und ist v.a. in den ersten Lebensmonaten einer Katze sehr gefährlich. Gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche schützt die sichere RCP-Impfung (Dreifachimpfung).

In der achten Lebenswoche gibt der Tierarzt die erste Impfspritze, eine Auffrischung bekommt Ihre Katze in der 12. Lebenswoche und ein Jahr später die dritte Impfdosis. Je nach Immunisierungsschutz, der über eine Titeruntersuchung vom Tierarzt bestimmt werden kann, wird jetzt nur noch alle 1-3 Jahre nachgeimpft.

Gesunde Katze: Impfungen sind die beste Vorsorge

Freigängerkatzen brauchen auch Impfschutz gegen Tollwut und Leucose

Für Freigängerkatzen oder Katzen, die bei Auslandsreisen dabei sind oder auch schon mal einer Katzenpension anvertraut werden, sind weitere Schutzimpfungen notwendig. Dazu zählen Impfungen gegen Tollwut und Leukose. Eine Viruserkrankung mit dem Tollwuterreger ist für Katzen und anderen Tieren tödlich. Auch für den Menschen kann eine an Tollwut erkrankte Katze eine ernsthafte Gefahr sein.

Leukose wird auch als Katzenleukämie bezeichnet. Es ist eine schleichende Viruserkrankung, die durch Tröpfcheninfektion durch den Feline Leukosevirus (FeLV) ausgelöst wird. Das Krankheitsbild bei schwer erkrankten Katzen zeigt sich in Form von Lymphkrebs, Blutarmut oder Nierenschäden.

Impfungen können keinen 100%igen Schutz vor Krankheiten bieten. An der Impfstelle besteht für die Katze sogar die Gefahr einer Tumorbildung. Das sehr geringe Krebsrisiko lässt sich durch das Weglassen der Impfzusatzstoffe deutlich reduzieren. Außerdem ist für die Katze das Risiko an einer der genannten Infektionskrankheiten zu verenden ungleich höher.

Lassen Sie sich zu Impfungen, Impfabständen und Impfrisiken immer von einem Tierarzt beraten.