Geh' bei Fuß - Tipps für´s Gassigehen mit Ihrem Hund

Wenn der Hund an der Leine zerrt, uns unkontrolliert auf die Straße zieht oder sich in großen Menschenmengen unsicher bewegt, gibt es Handlungsbedarf bei der Hundeerziehung.Mit dem Kommando „Fuß“ soll der Hund dazu erzogen werden, zukünftig links bzw. rechts neben einem herzulaufen. Gassigehen gehört zum täglichen Pflichtprogramm für alle Hundebesitzer. Neben der wichtigen Bewegung für den Vierbeiner geht es um regelmäßige Beschäftigung, Kontakte zu anderen Hunden und dem Bedürfnis der hundetypischen Erleichterung. Oft ist es angebracht den Hund an der Leine zu halten. Ob im Stadtpark, der Fußgängerzone oder wenn Kleinkinder, Jogger und Pferdehalter den Weg kreuzen, ist es angebracht den Hund rechtzeitig an die Leine zu nehmen.

Hundeerziehung – Leinengefühl richtig vermitteln

Zerrt Ihr Hund beim Spaziergang regelmäßig an der Leine? Diese Unart kostet nicht nur Nerven, sondern kann im Extremfall auch gefährlich werden. Wie bei allen Erziehungsmaßnahmen brauchen Sie Zeit und Geduld, denn der erhoffte Erfolg stellt sich nicht sofort ein.

Sobald Ihr Hund beim Spazierengehen das erste Mal an der Leine zerrt, bleiben Sie konsequent stehen. Niemals selbst an der Leine ziehen. Es kann jetzt einige Zeit dauern, bis sich Ihr Hund nach Ihnen umschaut, um einen Grund für den Stopp herauszufinden. Mit dem ersten Blickkontakt lockern Sie die Leine und loben Ihren Hund. Nun gehen Sie in die entgegengesetzte Richtung. Diese Prozedur muss einige Male wiederholt werden. Bleiben Sie bei dem Geduldsspiel standhaft.

Ihr Hund wird lernen, dass das Zerren an der Leine ein Stopp mit anschließendem Richtungswechsel bedeutet. Zwei Ereignisse, die nicht im Sinne des Hundes sind. Nach 3-4 Spaziergängen wird sich ein erster Erfolg einstellen. Nach einigen Wochen wird sich Ihr Hund vorbildlich verhalten und evtl. nur noch in besonderen Situationen zerren. Mit einer sofortigen Auffrischungsübung zeigt Ihr Hund schnell wieder den gewünschten Lernerfolg.

Mit angeleinten Welpen täglich fünf- bis sechsmal Gassigehen

Schon ab dem ersten Tag im neuen Zuhause ist auch bei Welpen das kurze und regelmäßige Gassigehen tägliches Pflichtprogramm. Bei jungen Hunden sollten Sie zusätzlich einen nächtlichen Ausflug einplanen.

Da die neue Umgebung auch ein Stressproblem für den Welpen auslösen könnte, genügen in der ersten Zeit schon wenige Meter. Wichtig ist hierbei die Gewöhnung an Leine und Hundegeschirr. Mit der Nutzung des Hunde-Zubehörs soll Ihr Hund „frische Luft“, Bewegung, Spaß und Neugier verknüpfen und ausleben können.

Nach wenigen Wochen hat sich Ihr Welpe an die neue Umgebung gewöhnt. Nun ist er bereit auch kleinere Runden zu bewältigen, für die Sie 15 bis 20 Minuten einplanen sollten. Es gibt viele neue Dinge in der Natur zu entdecken. Freundliche Kontakte zu anderen Menschen und im speziellem zu Kindern sind erwünscht. Die anderen Hunde in seinem Revier und weitere Tiere mit Respekt kennenzulernen, und dabei nach Möglichkeit positive Erfahrungen sammeln, ist für das soziale Verhalten wichtig und absolut prägend.

Kommando „Fuß“ durch Klopfen am Oberschenkel vermitteln

Hunde, die das Kommando „Fuß“ sicher umsetzen, bewegen sich an der Leine auch durch große Menschenmengen souverän. Beginnen Sie die Übung in einer vertrauten Umgebung.

Lassen Sie Ihren Hund mit dem Kommando „Sitz“ absitzen. Das neue Kommando „Fuß“ wird durch zweimaliges seitliches Klopfen auf den Oberschenkel vermittelt. Gehen Sie nun ein paar Schritte. Der Hund sollte sich stets auf gleicher Höhe und in direkter Nähe zu Ihnen befinden. Danach bleiben Sie stehen, bringen per Handzeichen das Kommando „Sitz“.

Wiederholen Sie diese Übungseinheit mehrmals, wenige Minuten am Tag reichen dabei völlig aus. Für den Lernerfolg ist es allerdings wichtig, dass jedes richtige Verhalten sofort gelobt wird.Hat der Hund das Kommando „Fuß“ verstanden, erweitern Sie die Übungseinheit durch längere Laufwege.