Geeignete Maßnahmen gegen Hundeflöhe

Wenn sich Ihr Hund unerwartet ins Fell beißt oder er sich unentwegt mit den Pfoten kratzt und Sie im Fell merkwürdige kleine, schwarze Partikel finden, könnte Ihr Hund von Läusen befallen sein. Wie Sie die lästigen Plagegeister vom Hund befreien, lesen Sie in diesem Ratgeber.

Der Hundefloh (Ctenocephalides canis) ist ein sehr unangenehmer Hundeparasit. Mit einer Länge von 1 bis 3 mm ist er mit bloßem Auge gut sichtbar. Adulte Flöhe leben gut versteckt im Hundefell und saugen in unregelmäßigen Abständen Hundeblut. Ein ausgewachsenes Weibchen kann bei idealen Umweltbedingungen (25°C mit 80% Luftfeuchtigkeit) täglich bis zu 50 Eier legen, die in der Umgebung des Hundes zu Boden fallen. Die Entwicklungszeit vom Ei zur Larve bis zum fertige Floh dauert drei bis fünf Wochen. Sind die Umweltbedingungen eher schlecht, kann der Floh im Puppenstadium den Schlupf viele Monate hinauszögern.

In der Tierwelt ist die Sprungkraft eines Flohs einzigartig. Ein Hundefloh kann vom Stand aus bis zu 25 cm hoch und 50 cm weit springen. Andere Floharten schaffen auch eine Höhe von zu 60 Zentimeter. Dabei schafft er beim Absprung eine Geschwindigkeit von 1,3 Metern pro Sekunde, dass sind ungefähr fünf Stundenkilometer.

Woran erkenne ich den Flohbefall an meinem Hund?

Wenn Sie mit bloßem Auge die braunschwarzen Flöhe auf dem Fell Ihres Hundes entdecken, ist der Befall schon sehr groß. Bei einem beginnenden Befall finden Sie anfangs nur die schwarz-braune Partikel des Flohkots.

Die Farbe stammt vom halbverdauten Blut, das der Floh dem Hund abgenommen hat. Besteht ein Anfangsverdacht, der sich durch häufiges Kratzen beim Hund bemerkbar macht, sollten Sie mit einem engzahnigen Flohkamm den Rücken, hier im speziellen die Kruppe durchkämmen. Bei einem Flohbefall wären sicherlich Kotgebilde nachweisbar.

Um auszuschließen, dass es sich hier um Schmutzpartikel handeln könnte, kann der Flohkot auf befeuchtetes Papier oder feuchten Wattebausch gedrückt werden. Bei einer erkennbar rötlichen Färbung ist es Flohkot.

Welches sind geeignete Maßnahmen gegen einen Flohbefall?

Nur 5% der Flohpopulation befindet sich als ausgewachsener Floh auf dem Hund. Der größte Teil des Flohbestandes mit 95% besteht aus Eiern, Larven und Puppen, die in der unmittelbaren Umgebung des Hundes leben. Dazu zählen natürlich Hundekorb, Hundedecke, Teppich, Sofa, Kofferraum, ect. überall dort, wo sich der Hund für längere Zeit niederlässt.

Ohne Bekämpfung können sich im Idealfall aus wenigen Flöhen nach 8 Wochen 100.000 Individuen entwickeln. Bei einem Flohbefall muss daher das Umfeld des Hundes zwingend bei der Bekämpfung mit einbezogen werden. So kann es bis zu drei Monate dauern die Hundeumgebung wieder flohfrei zu bekommen.

Ein Flohhalsband bietet präventiven Schutz vor Flöhen

Zum vorbeugenden Schutz vor Flöhen kommt das Flohhalsband zum Einsatz. Dieses Halsband muss der Größe des Hundes angepasst werden. Durch die Abgabe eines Wirkstoffes kann der Hund einige Monate vor einem Flohbefall geschützt werden. Mit dem Flohspray wird die Umgebung des Vierbeiners eingesprüht. Hundekorb und Hundedecke und alle anderen Lieblingsplätze des Hundes sollten je nach Produkt täglich mit dem Wirkstoff benetzt werden, um ein Abtöten der verschiedenen Flohpopulationen zu gewährleisten.

Flöhe, die sich auf dem Hund als Blutsauger aufhalten, sind mit Flohpuder, Spot-on-Tropfen oder Flohshampoo zu bekämpfen. Der Hauptbestandteil von Flohpuder ist Kieselerde. Beim Kontakt mit dem Puder verliert der Floh Körperflüssigkeit und stirb so durch Austrocknung. Dieses feine Puder wird immer wieder in das Hundefell einmassiert. Mit Spot-on-Produkten wird der Nackenbereich des Hundes beträufelt. Nach 24 bis 48 Stunden sind die Flöhe abgestorben.

Grundsätzlich sollten Sie sich bei einem Flohbefall vor dem Kauf von Flohbekämpfungsprodukten vom Tierarzt oder vom Fachpersonal im Raiffeisen-Markt beraten lassen.

Flohstiche sind nicht nur sehr lästig sondern können auch Allergien auslösen, den Gurkenkernbandwurm und über die Stichwunden Infektionskrankheiten übertragen. Für Welpen kann so eine lebensbedrohliche Situation entstehen.