Gassigehen bei Regen und Dunkelheit – Tipps für Hund und Herrchen

Draußen regnet es in Strömen und gemäß der Redewendung „Bei einem solchen Wetter jagt man doch keinen Hund vor die Tür!“, wäre klar, was jetzt nicht zu tun wäre. Erst recht, wenn das Gassigehen in die dunklen Abendstunden fällt, in der Hund und Hundebesitzer von Auto- und Radfahrern besonders schlecht gesehen werden können. Dennoch ist der tägliche Auslauf mit dem Vierbeiner ein absolutes Muss. Lesen Sie hier, wie Sie Ihren Hund nach Spaziergängen im Regen vor Erkältungen und bei Dunkelheit vor Unfällen schützen können.

Nässe kann Hunde krankmachen

Hunde brauchen ihren täglichen Auslauf, auch wenn es draußen regnet und stürmt. Doch während wir uns durch angemessene Kleidung einigermaßen vor der unangenehmen Witterung schützen können, macht die Nässe selbst großen Hunden mit dicken Fell zu schaffen. Sie sorgt gerade in Kombination mit Wind und Kälte dafür, dass der Vierbeiner schneller auskühlt und dadurch anfälliger für Erkältungen wird.

Spezielle Mäntel oder Regencapes, wie sie inzwischen von verschiedenen Spezialausrüstern für Hundebedarf angeboten werden, braucht der Hund trotzdem nicht. Stattdessen empfiehlt es sich, dass Sie Ihren Hund während des Gassigehens möglichst ständig in Bewegung halten und so ein Auskühlen verhindern. Demzufolge sollten Sie während des Spaziergangs lieber auf einen kurzen Plausch mit dem Nachbarn verzichten und das Tier stattdessen besser mit einem Ball oder einem Stöckchen beschäftigen.

Hund nach Spaziergang immer gründlich abtrocknen

Zudem ist es nach dem gemeinsamen Regenspaziergang besonders wichtig, dass Sie Ihren Hund mit einem Handtuch gründlich abtrocknen. Für langhaarige Hunderassen eignet sich hierzu besonders gut ein großes Microfaser-Handtuch, welches die Feuchtigkeit sehr gut aufnehmen kann.

Fängt sich Ihr Hund trotz aller Vorsichtsmaßnahmen eine Erkältung ein, äußert sich diese mit den gleichen Symptome wie beim Menschen: Schniefnase, Husten und Augentränen. Damit sich die Erkältung nicht zu einer Lungenentzündung entwickelt, sollte der Vierbeiner dann zu einem Tierarzt gebracht werden. Auf die Verwendung von Hausmitteln sollten Sie dagegen verzichten, da diese bei Tieren anders als beim Menschen wirken.

BlinkendesHalsband vermeidet Unfälle in der Dunkelheit

Abendliche Spaziergänge mit dem Vierbeiner bergen gerade bei Regenwetter eine gewisse Gefahr für Hunde. Die Dunkelheit und der regennasse Asphalt, in dem sich das Licht der Straßenlaternen spiegelt, erfordern eine erhöhte Aufmerksamkeit bei Auto- und Radfahrern. Besonders Hunde mit dunklem Fell werden von ihnen bei schwierigen Sichtverhältnisse wesentlich später wahrgenommen und gleichzeitig verlängert sich durch den nassen Straßenbelag auch ihr Bremsweg erheblich.

Um Unfälle zu vermeiden, sollten Sie Ihren Hund bei Regenspaziergängen in der Dunkelheit mit einem blinkenden Halsband ausstatten. Diese können im Raiffeisen-Markt erworben werden und machen Ihren Hund bereits aus größerer Entfernung für Verkehrsteilnehmer sichtbar. Eine Alternative zu blinkenden Halsbändern stellen auch Geschirre mit integrierten Reflektoren dar. Daneben empfiehlt es sich, darüber nachzudenken, das abendliche Gassigehen ein paar Stunden vorzuziehen und dadurch das potentielle Risiko eines möglichen Unfalls weiter zu reduzieren.