Gartentipps für den Spätwinter – Bäume und Sträucher

Im Spätwinter gibt es für Gartenfreunde in Bezug auf die Pflege von Bäumen und Sträuchern einiges zu tun: So bietet sich die Zeit zwischen Anfang Februar und Anfang März beispielsweise dazu an, Sträucher und Bäume zu beschneiden, eventuelle Frostrisse zu behandeln und Streusalzschäden an Sträuchern zu entfernen. Was es sonst noch bei der Baum- und Strauchpflege im Spätwinter zu beachten gibt, lesen Sie hier.

Frostrisse in Baumstämmen behandeln

Während des Winters können an Bäumen Frostrisse entstehen, welche vor allem durch stark unterschiedliche Tages- und Nachttemperaturen hervorgerufen werden. Vor allem junge Bäume, die noch keine Borke gebildet haben, sind von diesem Phänomen oftmals betroffen. Ist dies der Fall, schneiden Sie einfach die Baumrinde bis in den unbeschädigten Bereich heraus und verschließen diese anschließend mit einem Wundverschlussmittel. Zur Vorbeugung von Frostrissen eignet sich sehr gut ein weißer Kalkanstrich. Dieser reflektiert tagsüber das Sonnenlicht und verhindert so eine übermäßige Erwärmung des Stammes.

Streusalzschäden entfernen

Gehölze und Hecken in Straßennähe können durch Streusalz Schaden nehmen. Dieses gelangt über Spritzwasser an Stamm und Triebe und wird anschließend zusammen mit dem Tauwasser über die Wurzeln aufgenommen. Die dadurch hervorgerufenen Streusalzschäden äußern sich vor allem durch braune Zweigspitzen im bodennahen Bereich und sollten im Spätwinter einfach herausgeschnitten werden. Im Anschluss ist es ratsam, die Pflanzen mit einem Koniferendünger zu düngen, damit die durch den Schnitt entstandenen Lücken möglichst schnell wieder geschlossen werden können.

Seitentriebe vom Blauregen zurückschneiden

Der Blauregen ist bei Gartenfreunden aufgrund seiner Blütenpracht und seiner Wuchskraft äußerst beliebt. Allerdings wächst er so stark, dass er zweimal im Jahr zurückgeschnitten werden sollte. Dabei ist es ratsam, den ersten Schnitt jeweils jährlich einen Monat nach der Blüte vorzunehmen, während im Februar die Seitentriebe aus dem Vorjahr zurückgeschnitten werden. Achten Sie in diesem Zusammenhang unbedingt darauf, dass die Triebbasis mit den Blütenknospen stehen bleibt. Die Blütenknospen erkennen Sie daran, dass diese wesentlich größer als die Blattknospen ausfallen.

Blütensträucher auslichten

Alle drei bis vier Jahre sollten Sie alle ausgewachsenen Ziersträucher in Ihrem Garten gezielt auslichten. Dazu schneiden Sie einfach die toten und alten Äste im Bodenbereich ab und entfernen bei der Gelegenheit idealerweise auch sämtliche dünnen und schwachen Triebe. Der genaue Schnittzeitpunkt ist dabei von der Blütezeit des Strauches abhängig: Im März werden folglich nur die Sträucher ausgelichtet, die während des Frühsommers oder im Herbst blühen. Zudem ist es wichtig, dass Sie das Auslichten nur an frostfreien Tagen vornehmen, da während Frostperioden das Holz sonst beim Schneiden splittern kann.

Immergrüne Sträucher und Nadelgehölze vor der Sonne schützen

An sonnenreichen Wintertagen mit Bodenfrost ist es besonders wichtig, dass Sie immergrüne Sträucher und frisch gepflanzte Nadelgehölze vor der starken Sonneneinstrahlung schützen. Ansonsten droht die Gefahr, dass die Pflanzen stark vertrocknen. Einen wirksamen Sonnenschutz erreichen Sie durch ein Abdecken der Pflanzen mit einem speziellen Schattiergewebe oder indem Sie Bastmatten um die Pflanzen herum drapieren.

Sommerblühende Sträucher beschneiden

Im Spätwinter ist es auch empfehlenswert, sommerblühende Sträucher wie die Bartblume oder den Schmetterlingsflieder bei frostfreiem Wetter großzügig zurückzuschneiden, damit diese bis zum Sommer möglichst viele neue Triebe mit zahlreichen neuen Blüten entwickeln können. Nehmen Sie stattdessen den Schnitt erst während des Frühjahrs vor, verschiebt sich die Blütezeit der Sträucher in den Spätsommer hinein.

Kugelbäume zurückschneiden

Wenn die Baumkrone von Kugelbäumen im Sommer akkurat und gepflegt wirken soll, empfiehlt sich im Spätwinter ein Rückschnitt ihrer Triebe um eine Länge von ungefähr 20 Zentimetern. Bereits kurze Zeit später treiben dann Kugelbäume wie die Kugelrobinie wieder kräftig aus. Lediglich beim Kugelahorn sollten Sie beim Zurückschneiden weniger großzügig vorgehen, da der Baum durch die Schnittwunden deutlich anfälliger für Pilzkrankheiten wird.