Gartentipps für den Spätwinter - Allgemeine Gartenarbeiten

Obwohl der Spätwinter nicht gerade als Hochsaison für Gartenfreunde gilt, fallen auch in dieser Zeit einige wichtige Gartenarbeiten an. So ist es zu dieser Zeit zum Beispiel besonders wichtig, immergrüne Pflanzen regelmäßig zu gießen und von Frostschäden zu befreien. Doch daneben gibt es noch eine Reihe weiterer Tätigkeiten, mit denen Sie Ihren Garten bereits im Spätwinter auf das kommende Frühjahr vorbereiten können. Die besten Tipps haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Gartengeräte säubern und pflegen

Da in den Wintermonaten verhältnismäßig wenig Arbeit im Garten anfällt, sollten Sie diese Zeit für die Säuberung und Pflege Ihrer Gartengeräte nutzen. Bei Hecken-, Ast- und Rosenscheren entfernen Sie festsitzenden Schmutz einfach mit ein paar Tropfen Universalöl und einer Bürste. Hacken und Spaten sollten stattdessen mit einer Drahtbürste und nur bei starkem Rostansatz mit Stahlwolle gesäubert werden. Anschließend empfiehlt es sich, die gereinigten Gartengeräte mit einem in Öl getränkten Lappen abzureiben.

Immergrüne Topfpflanzen regelmäßig gießen und von Frostschäden befreien

Übermäßige Sonneneinstrahlung in Kombination mit Wind und Kälte können immergrünen Topfpflanzen im Spätwinter ganz schön zusetzen. Denn unter diesen Witterungsbedingungen verdunsten sie viel Wasser, wobei sie aber gleichzeitig kein neues Wasser aus der gefrorenen Erde im Topf aufnehmen können. Damit immergrüne Pflanzen wie Stechpalme oder Kirschlorbeer in dieser Zeit nicht verdursten, sollten sie an frostfreien Tagen gegossen und ihr Topf mit Stroh oder Pflanzenvlies vor Bodenfrost geschützt werden.

Zudem ist es wichtig, dass alle bereits abgestorbenen Pflanzenteile bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten werden, damit sich die entstandenen Lücken wieder bis zum Sommer schließen können.

Insektenhotels aufstellen

Wenn Sie schon immer mit dem Gedanken gespielt haben, ein Insektenhotel in Ihrem Garten aufzustellen, ist der Spätwinter der perfekte Zeitpunkt, sich nach einem geeigneten Platz umzuschauen. Der Standort sollte sowohl sonnig als auch gut geschützt vor Regen und Wind sein und das Insektenhotel mindestens einen Meter über dem Boden angebracht werden.

Lavendel zurückschneiden und alte Blütenstände bei Hortensien entfernen

Damit Lavendel möglichst viele neue Blüten im Frühjahr entwickeln kann, sollte er Ende Februar zurückgeschnitten werden. Für den Rückschnitt der Triebe eignet sich am besten eine einfache Heckenschere, wobei von den Blütenzweigen des vergangenen Jahres jeweils das unterste Stück stehen gelassen werden sollte. Da Lavendel durch den Rückschnitt seinen natürlichen Winterschutz verliert, ist es wichtig, die Pflanzen vor Frost mit einem Pflanzenvlies zu schützen.

Auch bei Hortensien ist der späte Winter sehr gut dafür geeignet, alte Blütenstände zu entfernen. Dazu schneiden Sie diese einfach über dem grünen gesunden Knospenpaar ab und entfernen bei der Gelegenheit idealerweise auch alle erfrorenen Triebe gleich mit.

Aussaat von Sommerblumen vorbereiten und Blumenzwiebeln pflanzen

Der Spätwinter ist auch prädestiniert dafür, die Aussaat von Sommerblumen vorzubereiten. Als Anzuchtgefäße sind besonders gut Eierkartons geeignet: Füllen Sie einfach die einzelnen Ausbuchtungen mit etwas Erde und setzen Sie jeweils ein Samenkorn hinein. Wenn die Pflänzchen kräftig genug sind, können die einzelnen gefüllten Ausbuchtungen einfach abgetrennt und ins Beet eingepflanzt werden.

Bei frostfreiem Boden können Sie den Spätwinter auch dazu nutzen, weitere Blumenzwiebeln einzupflanzen. Diese blühen zumeist noch während des Frühjahrs auf, wenn auch etwas später, als die bereits im Herbst eingepflanzten Zwiebeln. Treiben die Blumenzwiebeln bereits aus, können sie einfach flach eingepflanzt werden. Befinden sie sich dagegen noch im Ruhestadium, benötigen die Zwiebeln noch eine kurze Kälteperiode, damit sie ihre Keimhemmung überwinden können.

Clematis und Rosendüngen

Pflanzen wie Rosen und Clematis zählen zu den sogenannten Starkzehrern, das heißt, sie weisen einen besonders hohen Nährstoffbedarf auf. Folglich ist es ratsam, sie bereits vor dem Austrieb mit organischem Dünger zu versorgen. In diesem Zusammenhang empfiehlt sich eine Düngergabe von 50 Gramm Hornspänen und drei Litern Kompost pro Quadratmeter.